Archiv für November, 2008

Anwaltsorganisationen mit Sinn für Ironie

Von Bernhard Schmeilzl (28.11.2008)
Keine Kommentare

Heute früh finde ich im Posteingang die DAV-Depesche 46/08 mit dem Beitrag:

„Anwaltsblatt Karriere: Wo der Nachwuchs eine Chance hat – Der Weg in die Provinz kann sich für den Nachwuchs lohnen: Immerhin rund 18 Prozent der regionalen Topkanzleien planen für 2009 Einstellungen.“

Wenige Stunden später erreicht mich die Rundmail der Rechtsanwaltskammer München mit der Meldung:

„Tagung „Krise, Insolvenz und Haftung in der Rechtsanwaltskanzlei“ Am 20.11.2008 fand die 4. Jahrestagung des Instituts für Anwaltsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Das Thema der Tagung ist „Krise, Insolvenz und Haftung in der Rechtsanwaltskanzlei“. Mit der sprunghaften Zunahme der in Deutschland tätigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, sowie einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld, geraten auch Rechtsanwaltskanzleien vermehrt in finanzielle Schwierigkeiten. Angesichts des berufsrechtlichen Risikos aufgrund einer drohenden Insolvenz gemäß § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO seine Zulassung zu verlieren, ist es daher – auch für wirtschaftlich gesunde Kanzleien – perspektivisch wichtig, sich mit diesem Thema zu befassen.“

Aha!

Weitere Infos zum Thema: hier und hier

und.

Einstiegsgehälter für Jung-Anwälte (laut DAV)

Von Birgit Graf (28.11.2008)
Ein Kommentar

In der aktuellen Depesche 46/08 des Deutschen Anwaltvereins darf man lesen:

„Anwaltsblatt Karriere: Wo der Nachwuchs eine Chance hat – Der Weg in die Provinz kann sich für den Nachwuchs lohnen: Immerhin rund 18 Prozent der regionalen Topkanzleien planen für 2009 Einstellungen. Sie bieten Gehälter in einer Bandbreite ab 33.000 Euro (ländlich geprägte Region, in den neuen Ländern ab 25.000 Euro) und bis zu 54.000 Euro (Spitzenwert in Städten mit mehr als 75.000 Einwohnern). Es wurden Kanzleien mit drei bis zehn Partnern in Landgerichtsstädten befragt.“

Nun ja. Lassen wir einmal die Diskussion darüber beiseite, was eine regionale Topkanzlei ist und wo die Provinz beginnt bzw. aufhört. Unsere Kanzlei hat Büros in München (bekanntes Millionendorf in Süddeutschland) und Regensburg (knapp 150.000 Einwohner). Für Regensburg kann ich die Ergebnisse der DAV-Untersuchung eher nicht bestätigen: Auch gute Absolventen haben größte Schwierigkeiten, überhaupt ein Angebot zu bekommen. Kandiaten unter sechs Punkten sollten nach dem Examen ohnehin gleich für den Taxischein weiter lernen. Überraschen kann das bei den Anwaltszahlen niemanden. Mittlerweile beschäftigt sich sogar das Anwaltsinstituts der Humboldt-Universität Berlin ausführlich mit den Themen Insolvenz von Kanzleien und Vermögensverfall bei Rechtsanwälten. Das sagt viel aus. Solche Veranstaltungen finden nur statt, wenn es einen praktischen Bedarf gibt.

.

Nu isses doch glatt passiert…

Von Katrin Groll (27.11.2008)
Keine Kommentare

… Rechthaber.com hat Kanzlei-Hoenig überholt. Lag wohl am Dankes-Link. Tja, wie Oppa schon immer sagte: Höflichkeit ist eine Zier u.s.w. Jetzt hamm wa hier aber alle ein echt schlechtes Gewissen, … räusper, schluchz. Deshalb noch ein Versöhnungslink

Noch ein Geschenktipp: Räuchermännchen-Anwalt

Von Michael Gleiten (26.11.2008)
Keine Kommentare

Ja, ich weiß, wir hatten darauf schon mal hingewiesen. Aber je näher das Weihnachtsfest rückt, desto verzweifelter sucht vielleicht mancher Kollege nach Geschenken und zieht dann auch Artikel in Betracht, die nicht jedermanns Geschmacksprüfung bestehen. Juristen als Räuchermännchen: Erzgebirge-Räuchermännchen Anwälte und Richter.

Betriebsübergang: Beispiel Mitarbeiter-Informationsschreiben (§ 613a Abs. 5 BGB)

Von Katrin Groll (25.11.2008)
2 Kommentare

Bekanntlich muss der (bisherige oder neue) Arbeitgeber alle von einem Betriebsübergang betroffenen Mitarbeiter durch ein rechtlich korrekt formuliertes Schreiben umfassend informieren (§ 613 a Abs. 5 BGB). Und zwar vor dem Stichtag des Betriebsübergangs. Als praktische Arbeitshilfe für Arbeitgeber hier ein Beispiel eines solchen Informationsschreibens nach § 613a V BGB.

[mehr]

Ambitionierte Kollegen (m/w) in München?

Von Bernhard Schmeilzl (25.11.2008)
Keine Kommentare

Sie wollen als Anwalt/Anwältin in München Ihr eigener Chef sein und trotzdem die Vorteile eines Teams nutzen? Dann werden Sie doch unser Kollege in München. …

[mehr]

Gewaltvideo auf dem Schülerhandy: Handlungspflichten der Lehrer?

Von Katrin Groll (25.11.2008)
Keine Kommentare

Die Berichterstattung über Sex- und Gewaltfilme auf Schülerhandys ist etwas abgeflaut. Das Problem besteht aber weiter. Der Verein Schulen ans Netz e.V. (Lehrer-Online.de) erarbeitete bereits im September 2006 eine sehr fundierte und hilfreiche Broschüre. Diese erläutert auf 19 Seiten die rechtlichen Rahmenbedingungen (Strafrecht, Zivilrecht, Schulrecht) und beschreibt Handlungsmöglichkeiten und Handlungspflichten für Lehrer und Schulleiter. Zum PDF-Download hier: porno-und-gewalt-auf-dem-schuelerhandy-der-rechtsrahmen-lehrer-online

.

Englische Vertragsmuster #6: Allgemeine Klauseln

Von Bernhard Schmeilzl (24.11.2008)
2 Kommentare

Einige Standard-Klauseln kommen in fast jedem Vertrag vor. Hier deren englische Version …

[mehr]

Englische Vertragsmuster #5: Deutscher Kündigungsschutz für anglo-amerikanische Mandanten

Von Bernhard Schmeilzl (24.11.2008)
Keine Kommentare

Haben Sie schon einmal versucht, einem US-Amerikaner oder einem Briten das deutsche Kündigungsschutzgesetz zu erklären? Das ist – sowohl sprachlich wie auch inhaltlich – eine Herausforderung. Unsere Kanzlei berät einige amerikanische Gesellschaften und steht deshalb öfter vor dieser „Challenge“. Wer ebenfalls versuchen will, anglo-amerikanischen Mandanten die Ratio des deutschen Kündigungsschutzgesetzes zu erklären: Hier unser englisches Memo dazu:

[mehr]

Insolvenzantragspflicht eines Vereinsvorstands

Von Bernhard Schmeilzl (24.11.2008)
3 Kommentare

Unsere Kanzlei macht viel Sport-, Vereins- und Verbandsrecht (Beiträge). Die Erfahrung zeigt: Vereins- und Verbandsvorstände nehmen Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung „ihres“ Vereins oft auf die leichte Schulter. Als Anwalt hört man da oft: „Das ist doch bei allen Clubs so“, „im Sport sieht man das nicht so eng“ oder „ich habe die Schulden doch schon vom alten Vorstand übernommen“. Riskante Strategie. Hier die jurististischen Fakten:

[mehr]