Kategorie ‘Entertainment’

Finanzbeamter hat nur 10 Prozent der normalen Hirnmasse

Von Michael Gleiten (07.02.2009)
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In der Süddeutschen Zeitung vom 7.2.2009 kann man lesen: „Im Fachblatt Lancet berichteten Mediziner im Jahr 2007 von einem Franzosen, der lediglich über zehn Prozent der sonst üblichen Hirnmasse verfügt. Der Mann  habe zwar einen recht geringen Intelligenzquotienten, führe aber ein normales Leben. Er hat zwei Kinder und arbeitet als Beamter in einer Steuerbehörde.“

Jeder Kommentar überflüssig.

GRÖFAAZ: Der grassierende Zertifizierungs-Irrsinn

Von Michael Gleiten (05.02.2009)
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Woran erkennt man einen guten Anwalt? Am Fortbildungszertifikat des DAV? An der DEKRA-Zertifizierungsurkunde oder gar der Urkunde des „advoUnion-Zertifizierungsinstituts, erhältlich nach Besuch des advoUnion-Fortbildungsparadieses (sic)! Oder doch an der Selbstbezeichnung des Anwalts als Spezialist, Experte, Fachmann oder GRÖFAAZ (größter Fachanwalt aller Zeiten)?  Wohl kaum. Seien wir ehrlich: (…)

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Robenluder, Oberstaatsanwälte, Sex, Crime…

Von Michael Gleiten (26.01.2009)
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… das Neueste zur heißen Affaire zwischen Scarlett Johannson und Woody Allen, unaufgeklärte Morde, exklusive Stories aus dem Dschungel-Camp, neuer Datenklau bei der Telekom, verbotene Literaturveröffentlichungen, indiskrete Hintergrundstories vom Set „Operation Walküre“ und diverse weitere Skandal-News: (…)

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Schnelle Alternative zum Fachanwalt?

Von Michael Gleiten (04.12.2008)
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Können Sie als Anwalt/Anwältin überdurchschnittlich gute Leistungen nachweisen? Prima! Dann bekommen Sie von der advoUnion eine Urkunde, genauer gesagt vom advoUnion-Zertifizierungsinstitut! Da steht dann drauf: Zertifizierter Rechtsanwalt. Nicht nur der Titel beeindruckt. Auch grafisch ist die Urkunde (PDF) derart aufwendig und ansprechend gestaltet, dass jeder Mandant vor Ehrfurcht niederkniet! Die überdurchschnittlich guten Leistungen weisen Sie übrigens nach durch Teilnahme an einem Seminar im advoUnion Fortbildungsparadies. Da bleiben keine Wünsche offen! Echt blöd, dass ich mich erst letzte Woche für ein Fernstudium zum Erwerb eines Jodeldiploms eingeschrieben habe. Aber vielleicht kann ich das ja noch mal stornieren, um mehr Zeit für’s Fortbildungsparadies zu haben.

Aber nicht nur Anwälte profitieren von der Kompetenz der advoUnion, auch Mandanten können sich direkt an die advoUnion wenden und beraten lassen. Auszug aus der Website:

Was bieten wir Ihnen als Mandant? advoUnion ist die größte Vereinigung von Korrespondenzanwälten, die in ganz Deutschland, aber auch im europäischen Ausland und in den USA tätig sind. Deren Mitglieder haben sich gegenseitig verpflichtet, fremde Mandate mit derselben Sorgfalt und demselben Engagement wie eigene Mandate zu betreuen.“

Na also. Da bin ich echt beruhigt. Diese ewige Schluderei mit fremden Mandaten hat mich schon immer gestört. Praktisch finde ich auch, dass sich der Mandant offenbar gleich direkt an den Korrespondenzanwalt wendet. Spart ja auch Zeit und Mühe, wenn man den Hauptbevollmächtigten überspringt.

Also, wer bei all diesen überzeugenden Argumenten jetzt nicht sofort Mitglied wird, dem ist nicht zu helfen (Aufnahmeantrag hier zum Download). Gerüchten zufolge will der DAV sich demnächst auflösen und seinen Mitgliedern den geschlossenen Übertritt zur advoUnion empfehlen.

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Restmüllbehältervolumenminderung

Von Michael Gleiten (03.12.2008)
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Es sind Begriffe wie dieser, die in der Bevölkerung eine vorbehaltlose Begeisterung für Verwaltungsbeamte und Juristen auslösen. Und für deren unnachahmliche Art, die Welt zu beschreiben. Doch Gefahr droht! Es gibt eine Gruppe von Revolutionären, die uns das Beamtendeutsch gewaltsam entreißen will. …

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Anwaltsorganisationen mit Sinn für Ironie

Von Bernhard Schmeilzl (28.11.2008)
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Heute früh finde ich im Posteingang die DAV-Depesche 46/08 mit dem Beitrag:

„Anwaltsblatt Karriere: Wo der Nachwuchs eine Chance hat – Der Weg in die Provinz kann sich für den Nachwuchs lohnen: Immerhin rund 18 Prozent der regionalen Topkanzleien planen für 2009 Einstellungen.“

Wenige Stunden später erreicht mich die Rundmail der Rechtsanwaltskammer München mit der Meldung:

„Tagung „Krise, Insolvenz und Haftung in der Rechtsanwaltskanzlei“ Am 20.11.2008 fand die 4. Jahrestagung des Instituts für Anwaltsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Das Thema der Tagung ist „Krise, Insolvenz und Haftung in der Rechtsanwaltskanzlei“. Mit der sprunghaften Zunahme der in Deutschland tätigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, sowie einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld, geraten auch Rechtsanwaltskanzleien vermehrt in finanzielle Schwierigkeiten. Angesichts des berufsrechtlichen Risikos aufgrund einer drohenden Insolvenz gemäß § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO seine Zulassung zu verlieren, ist es daher – auch für wirtschaftlich gesunde Kanzleien – perspektivisch wichtig, sich mit diesem Thema zu befassen.“

Aha!

Weitere Infos zum Thema: hier und hier

und.

Einstiegsgehälter für Jung-Anwälte (laut DAV)

Von Birgit Graf (28.11.2008)
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In der aktuellen Depesche 46/08 des Deutschen Anwaltvereins darf man lesen:

„Anwaltsblatt Karriere: Wo der Nachwuchs eine Chance hat – Der Weg in die Provinz kann sich für den Nachwuchs lohnen: Immerhin rund 18 Prozent der regionalen Topkanzleien planen für 2009 Einstellungen. Sie bieten Gehälter in einer Bandbreite ab 33.000 Euro (ländlich geprägte Region, in den neuen Ländern ab 25.000 Euro) und bis zu 54.000 Euro (Spitzenwert in Städten mit mehr als 75.000 Einwohnern). Es wurden Kanzleien mit drei bis zehn Partnern in Landgerichtsstädten befragt.“

Nun ja. Lassen wir einmal die Diskussion darüber beiseite, was eine regionale Topkanzlei ist und wo die Provinz beginnt bzw. aufhört. Unsere Kanzlei hat Büros in München (bekanntes Millionendorf in Süddeutschland) und Regensburg (knapp 150.000 Einwohner). Für Regensburg kann ich die Ergebnisse der DAV-Untersuchung eher nicht bestätigen: Auch gute Absolventen haben größte Schwierigkeiten, überhaupt ein Angebot zu bekommen. Kandiaten unter sechs Punkten sollten nach dem Examen ohnehin gleich für den Taxischein weiter lernen. Überraschen kann das bei den Anwaltszahlen niemanden. Mittlerweile beschäftigt sich sogar das Anwaltsinstituts der Humboldt-Universität Berlin ausführlich mit den Themen Insolvenz von Kanzleien und Vermögensverfall bei Rechtsanwälten. Das sagt viel aus. Solche Veranstaltungen finden nur statt, wenn es einen praktischen Bedarf gibt.

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Nu isses doch glatt passiert…

Von Katrin Groll (27.11.2008)
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… Rechthaber.com hat Kanzlei-Hoenig überholt. Lag wohl am Dankes-Link. Tja, wie Oppa schon immer sagte: Höflichkeit ist eine Zier u.s.w. Jetzt hamm wa hier aber alle ein echt schlechtes Gewissen, … räusper, schluchz. Deshalb noch ein Versöhnungslink

Noch ein Geschenktipp: Räuchermännchen-Anwalt

Von Michael Gleiten (26.11.2008)
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Ja, ich weiß, wir hatten darauf schon mal hingewiesen. Aber je näher das Weihnachtsfest rückt, desto verzweifelter sucht vielleicht mancher Kollege nach Geschenken und zieht dann auch Artikel in Betracht, die nicht jedermanns Geschmacksprüfung bestehen. Juristen als Räuchermännchen: Erzgebirge-Räuchermännchen Anwälte und Richter.

Prädikatsanwalt gegen Vereinigung der Prädikatsanwälte

Von Bernhard Schmeilzl (24.11.2008)
2 Kommentare

Als Regensburger (!) Rechtsanwalt mit bayerischer (!) Zulassung (!) muss ich den Kollegen Melchior im Hinblick auf seine Annahme korrigieren, ein Prädikatsanwalt sei in Bayern leichter zu finden als andernorts (hier). Lassen wir einmal die Tatsache beiseite, dass die bayerischen Examina viiiiiieeeel schwerer sind, als Examina irgendwo sonst (weshalb der Vorsitzende der Prädikatsanwältevereinigung wohl für Bayern die 6,5-Grenze für angemessen erachtet). …

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