Kategorie ‘Humorhaber’

Von Shakespeare bis Hildebrandt: Sentenzen zum Recht

Von Michael Gleiten (16.11.2010)
Keine Kommentare

“Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, wohl aber alle zum Rechthaben.” – William Shakespeare

“Die Zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind.” – Charles de Gaulle

“Das Leben ist ungerecht, aber denke daran: nicht immer zu deinen Ungunsten.” – John F. Kennedy

“Weil der Amtsrichter nicht allein Skat spielen kann, braucht ein Amtsgericht zwei Referendare.” – Theodor Fontane

[mehr]

Als Anwalt käme man damit nicht durch…

Von Michael Gleiten (15.11.2010)
Keine Kommentare

… als Richter kann man aber gerne einfach mal Arbeitsbelastung (nicht Überlastung, nein, nur Belastung) als Grund angeben, warum im Verfahren grad mal überhaupt nichts vorangeht. So Richter K… am LG Regensburg in einer liebenswerten Verfügung (hier). Hintergrund: Das Verfahren zieht sich – obwohl nicht sehr komplex – seit Anfang 2009, bald sind es also zwei Jahre. Seit sieben Monaten geht nun gar nichts mehr. Auf höfliche Anfrage beider Parteivertreter bei Gericht dann diese Verfügung, die ja einen gewissen Speilraum für restoptimismus lässt: “Das Gericht ist bemüht, das Verfahren in Kürze fortzusetzen.”

Seit dieser Verfügung vom 8.10.2010 sind übrigens wiederum gute fünf Wochen ins Land gezogen. Nur mal so zum Spaß ein Gedankenspiel: Was würde wohl passieren, wenn ich als Anwalt eine fünfwöchige Fristverlängerung beantrage und “Arbeitsbelastung” anbringe (von den sieben Monaten vorher ganz zu schweigen)?

“BILD mobil” – nur unfähig oder schon böswillig?

Von Birgit Graf (27.09.2010)
Ein Kommentar

Einem Mandanten geschah Übles: Ein Hacker hatte seine Kreditkartendaten ausgespäht. Wohlgemerkt nicht bei ihm, sondern beim Kreditkartenunternehmen. Das steht durch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft fest. Unseren Mandanten trifft also nicht der Hauch eines Eigenverschuldens. Der Hacker ging mit den Kartendaten unseres Mandanten auf Shopping-Tour und schloss unter anderem auch einen Vertrag mit BILD mobil. Irgendwann erhielt unser Mandant die Rechnung. Er ließ die Lastschrift stornieren und informierte “BILD mobil” über den Vorgang. Er schickte Bestätigungen über das Strafermittlungsverfahren gegen den Datenklauer und weitere Nachweise, dass er mit dem Auftrag überhaupt nichts zu tun hatte und ihn auch kein Verschulden am Datenverlust traf. Allein: Bild mobil mahnte. Und mahnte. Und mahnte.  (mehr…) [mehr]

Latein-Sprüche für Verhandlung und Schriftsatz

Von Michael Gleiten (28.08.2010)
2 Kommentare

Die Anwaltschaft verkommt. Immer mehr Anwälte drängen auf den Markt (hier) und verdienen immer weniger (hier). Das gesellschaftliche Ansehen der Anwälte sinkt. Höchste Zeit, durch gesteigerten Einsatz lateinischer Sprichwörter und Sentenzen den Mandanten (sowie den möglicherweise bereits dem Proletariat anheim gefallenen Gegneranwalt) durch humanistische Bildung zu beeindrucken. Wer auf die schnelle ein Sprichwort braucht, findet in den alphabetischen Listen von Wikoquote oder des Geschichtsvereins Köngen immer ein passendes römisches Zitat.

Apropos Sarrazin: Eine Rückblende. Und ein Abschied

Von Michael Gleiten (28.08.2010)
Ein Kommentar

Zur Einschätzung der Motive von Thilo Sarrazin ist vielleicht eine kleine Rückschau hilfreich. Bei Frank Plasberg und Maybrit Illner war diese Woche ja von mehreren Diskutanten die Einschätzung zu hören, der arme Sarrazin habe diese ganze Aufregung gar nicht gewollt, sei persönlich eher ein schüchterner, zurückhalter Mensch und eher ängstlich veranlagt. Sarrazin selbst teilte mit, er habe das Buch vor allem “für sich selbst” geschrieben, um “in seinem Kopf Klarheit zu bekommen”. Aha! Ja, das überzeugt mich. Er hatte keinerlei Provokation gewollt, nur um die Sache geht es ihm. Das war ja bei ihm schon immer so, wie man in folgenden Zeitungsartikeln aus 2006 (Welt: wohlgesonnen) und 2008 (taz: kritisch) schön nachlesen kann. Nun ja. Der arme, missverstandene Thilo möge den Aufmerksamkeits-Tsunami zu seiner Person genießen. Es wird wohl sein letzter Coup gewesen sein. Ich wage die Prognose: In zwei Wochen wird die nächste Sau durch’s Mediendorf getrieben und Sarrazin wird durch seine Omnipräsenz immer mehr Menschen schlicht auf die Nerven fallen. Ohne Amt (denn diese Loose-Cannon nimmt nun – außer der NPD – nun wohl endgültig keiner mehr “unter Vertrag”) fehlt seinen Äußerungen dann auch die politische Relevanz. Und dass er seine Thesen durch persönlichen Charme und Charisma in den Medien hält, sehe ich persönlich nicht kommen. Daher hier schon mal ein “Adieu Thilo! Ich hoffe, Du hattest Spaß.”

“Gegnerliste” auf Kanzleiwebsite stellen?

Von Michael Gleiten (05.08.2010)
4 Kommentare

Im Wettbewerb um das Mandat suchen die rund 155.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Statistik hier) nach guten Marketing-Ideen. Manche arbeiten graphisch zwar immer noch mit den klassischen Klischees Robe, Gesetzestext, Säule, Justizia und natürlich Paragraphenzeichen (allesamt hier vereint auf einer einzigen Anwaltswebsite). Auf anderen Kanzleiwebsites findet man jedoch auch so manch verblüffende Angabe: Über die Spezialisten für alles hatten wir bereits berichtet. Kollege Meyer wählt einen anderen Ansatz. Auf seiner sonst eher spartanischen Website findet man eine “Gegnerliste”, also eine Liste von Unternehmen, gegen die ihm Mandate erteilt wurden. Und die ist ganz schön lang. Das who is who der deutschen (Medien-)Wirtschaft. Beeindruckend. Meinen Neid erregend. Aber macht man das? Darf man das? Bringt das ‘was? So viele Fragen. Und übrigens: Wieder ein Spezialist, diesmal für Presserecht (siehe die Diskussion gestern)

Für Schnäppchenjäger: Die TOP 20 Download-Muster auf rechthaber

Von Michael Gleiten (04.08.2010)
Keine Kommentare

Nach Statcounter-Auswertung sind folgende Muster, Formulare, Textbausteine und Infobroschüren die beliebtesten Downloads auf Rechthaber.com. Sollte es uns nachdenklich stimmen, dass das mit großem Abstand am häufigsten heruntergeladene Formulierungsmuster eine Treuhandvereinbarung ist?

:-)

Hier die Top-20-Liste:  (…) [mehr]

Ist das Jurablogs-Ranking korrupt?

Von Bernhard Schmeilzl (01.08.2010)
6 Kommentare

Ja, OK, die Überschrift hat den Zweck, Leser anzulocken. Natürlich unterstellen wir dem Kollegen Klappenbach keinen Vorsatz! Aber inhaltlich stimmt meines Erachtens bei Jurablogs mit so mancher Berechnungsformel wirklich etwas nicht. Worum geht’s: JuraBlogs stellte bekanntlich vor einiger Zeit die Ranking-Kriterien um und bewertet die Blogs nun in vier Kategorien. Über die Sinnhaftigkeit und Aussagekraft dieser Kategorien kann man ja trefflich streiten, vor allem über “B: Frequenz des Bloggens” und “D: Ausgehende Links”. Diese Diskussion will ich hier aber gar nicht führen. Vielmehr geht es mir darum, dass diese Kriterien dann wenigstens korrekt angewendet werden. Das werden sie nämlich nicht. Ein kleines Beispiel:

Klickt man im Jurablogs-Ranking den Blog NEBGEN an (derzeit insgesamt Platz 2) so liest man aktuell zu Kategorie D: “38 Links aus diesem Blog verweisen auf 20 andere JuraBlogs. Dies ergibt den 7. Platz nach ausgehenden Links”.

Bei unserem Blog findet man die Info: “40 Links aus diesem Blog verweisen auf 28 andere JuraBlogs. Dies ergibt den 18. Platz nach ausgehenden Links”

Aha!? Steh ich da jetzt irgendwo auf dem Schlauch oder rotiert Herr Einstein grad im Grab?

Eine Sammlung kurioser Urteile

Von Michael Gleiten (13.07.2010)
Keine Kommentare

… haben wir in der nicht bierernst gemeinten Reihe “Das historische Urteil” auf rechthaber zusammengestellt. Alles echte Entscheidungen. Viel Spaß damit!

Von armseligen Troll-Würstchen, Gegnerlisten und Humorhabern: Die Replik

Von Michael Gleiten (06.07.2010)
4 Kommentare

Gottchen, lieber Kollege Siebers, da haben Sie’s uns aber gewaltig eingeschenkt. Mein lieber Mann! Aber wir sehen es ein: Wir sind nichtswürdige Schreiberlinge, die den ganzen Tag nur arglose Blogger diffamieren und grundlos “dissen”. Trolle halt (die man laut Wikipedia keinesfalls füttern darf). Ideenlos sind wir und wenn wir dann doch mal etwas schreiben, dann ist es doof und unkomisch. Wissenschaftlich unzitierbar sowieso. Kein Vergleich mit Ihren hochwertigen Portalen wie “Schäuble muss weg” – da setzen Sie ganz andere journalistische Standards, differenziert, ausgewogen, faktenreich. Schließlich sind Sie ja Mitglied im Deutschen Presseverband. Das merkt man einfach. Sogar mit Video-Botschaften wird gearbeitet. Wow! (…) [mehr]