Kategorie ‘Eventrecht’

Vorlesungsskript Sportmanagement zum Download

Von Michael Gleiten (20.01.2011)
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Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl, Präsident des Berufsverbandes der Spielervermittler und Sportmanager, unterrichtet an der macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in München im Bereich Sport- und Eventmanagement den Vertiefungskurs „Team- und Einzelsportmanagement“. Die Power-Point-Folien stehen auf der BVS-Website (hier) für Studierende und sonstige Interessierte als PDF-Download zur Verfügung. Urheber- und Nutzungsrechte liegen beim Dozenten. Verwendung nur mit ausdrücklicher vorheriger Genehmigung.

Professoren-Gutachten zur „6+5-Regel“ im europäischen Fussball

Von Bernhard Schmeilzl (23.08.2010)
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Im Auftrag der FIFA erarbeitete das Institute for European Affairs (INEA) ein Rechtsgutachten zur Frage der Vereinbarkeit der sog. „6+5-Regel“ mit europäischem Gemeinschaftsrecht. Das Gutachten der Expertengruppe, bestehend aus fünf Juraprofessoren, hier zum Download: INEA_Gutachten_zu_6_plus_5_Regel_2008. Weitere Beiträge zum Sportrecht hier.

Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl beschäftigt sich intensiv mit Sport- und Verbandsrecht.

Deutsch-Chinesischer Sportrechtskongress 2010

Von Bernhard Schmeilzl (06.08.2010)
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Vom 18. bis 20. Oktober findet in Bonn der Deutsch-Chinesische Sportrechtskongress statt. Themen sind unter anderem Verkehrssicherung und Haftungsfragen bei internationalen Sportveranstaltungen, das Wettbewerbs- und Markenrecht, Dopingfragen und die Bindungswirkung von Entscheidungen der Sportgerichtsbarkeit. Hier das Programm der Veranstaltung zum Download: Flyer Deutsch-Chinesischer Sportrechtskongress 2010

Werbung mit dem Thema Fussball: Was ist erlaubt, was ist verboten?

Von Bernhard Schmeilzl (05.07.2010)
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Die Weltsportart Fussball gehört allen. Könnte man meinen. Die FIFA sieht das bekanntlich anders und hat den „FIFA World Cup“ (TM) bis in die letzten Verästelungen kommerzialisiert. Aus Sicht der FIFA ist prinzipiell jede Nutzung von Bild- und Tonmaterial verboten, wenn der Nutzer dafür keine Lizenzrechte erworben hat (Details hier, hier und hier). Auch die bloße Nennung des Titels „Fussball Weltmeisterschaft“ zu Marketingzwecken ist kritisch. Bereits im Vorfeld der WM liefen zahlreiche Werbekampagnen mit der Sportart Fussball als Thema. Nicht nur von offiziellen FIFA-Werbepartnern. Das sogenannte Ambush-Marketing ist aber riskant. FIFA-Markenanwälte beobachten den Markt sehr genau und gehen aggressiv gegen (vermeintliche) Rechteverletzer vor. Die FIFA rief dafür ein „Rights Protection Programme“ ins Leben und wirbt auf der eigenen Website dafür um Verständnis. Schließlich müssen die offiziellen FIFA-Partner geschützt werden. Da werden schon mal einige identisch bekleidete Damen unsanft aus dem Stadion geführt (Kleidchen-Trick der Holland-Girls).

Der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft wird so manches Unternehmen dazu verleiten, dem Me-Too-Effekt nicht widerstehen zu können und ebenfalls Marketing-Maßnahmen mit dem Thema Fussball zu starten. Um die Firmen vor den gröbsten Fehlern zu schützen, hat nun sogar die IHK einen Leitfaden auf ihre Website gestellt:  DIHK: Fußballweltmeisterschaft – Titel, Tore, Marketing!

Weitere Links zum Thema:

TV-Übertragungsrechte an Sportevents – was ist das eigentlich rechtlich gesehen?

Steuerliche Behandlung von Sportsponsoring

Ich verklage Pink!

Von Michael Gleiten (08.06.2010)
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Gestern spielte Pink im Reitstadion Riem in München. Meine Frau und ich hatten Tickets. Zu je schlanken 69 Euro für zwei Tribünensitzplätze (die allerdings nicht numeriert und somit schwer identifizierbar waren). Auf besagten Tickets war zu lesen: “Pink in Concert. Reitstadion Riem. Sonntag, 6.6.2010. 16 Uhr”. Nicht “Einlass” oder “Vorbands” oder sonstwas, sondern “Pink. 16 Uhr.” Sonst nix.

Darum begaben wir uns auch gegen 16 Uhr auf den Parkplatz (der 5km entfernt lag, da am Reitstadion Riem aus nicht erkennbaren Gründen nur 3,5 Autos parken können) und fuhren mit den MVV-Shuttle Bus 13 Minuten zum Stadion. Am Einlass fragten wir dann um 16:16 Uhr naiv, wie lang die Vorband voraussichtlich noch spielt. Antwort: Die Erste bis um 17 Uhr. Auf die Rückfrage: “Wie … die Erste?” dann die verblüffende Aussage: “Ja, dann kommen noch drei Vorbands. Pink fängt etwa um 20:30 Uhr an.”

Nun waren entweder 25.000 Münchner bei 30 Grad Sonnenschein ganz verrückt nach vier unbekannten Vorbands (das Stadion war nämlich um 16 Uhr bereits voll) oder man hatte alle Fans im Interesse der Getränkeabsatzmaximierung verar…  und 4 1/2 Stunden vor dem eigentlichen Showbeginn in die Arena gebeten, ohne ihnen das zu sagen. Kann man machen. Nett ist es nicht. Und vertragsgemäß ist es meines Erachtens auch nicht. Besonders erfreut waren die Eltern mit Kindern im Alter zwischen 8 und 12, die nun die Wahl hatten, am nächsten Tag ihren völlig übermüdeten Nachwuchs in den ersten Schultag nach den Pfingsferien zu schicken oder aber ihre Kinder – vor Beginn des Pink-Konzerts – wieder nach Hause und ins Bett zu bugsieren. Einige haben das getan. Die gingen also tatsächlich mit Eintrittskarten im Wert von mehr als 200 Euro vor Konzertbeginn wieder aus dem Stadion.

Soll ich Pinks Konzertveranstalter nun verklagen? Sind 4 1/2 Stunden Abweichung vom angekündigten Veranstaltungseginn ein wesentlicher Mangel? Verdient hätte es der geldgeile Sack. Mindestschaden wären 25 Euro, die wir unserem Babysitter zusätzlich zahlen mussten, den wir um 16:30 anriefen und ihr schonend beibrachten, dass wir nicht gegen 20 Uhr, sondern eher gegen Mitternacht zurück sein werden. Und die 16 Euro für pro Person je 2 x 0,4 Liter Wasser zu je 4 Euro, die zur Lebenserhaltung bei 30 Grad in praller Sonne in der Südkurve des Reitstadions unerlässlich waren. Wer will das Mandat?

Übrigens: Das Konzert selbst war toll (soweit man das nach vier Stunden warten in der prallen Sonne noch objektiv bewerten kann). Hier einige Fotos von der B3-Website. Darum werden wir sie nun wohl doch nicht verklagen. Bei künftigen Nachmittagskonzerten werde ich mir die Anfangszeit aber lieber schriftlich bestätigen lassen.

Kündigung eines Personalleiters wegen Annahme eines Fußball-Tickets

Von Bernhard Schmeilzl (03.09.2009)
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Ein Personalleiter hatte von einem Personalvermittlungsunternehmen, das mit seinem Arbeitgeber in Geschäftsverbindung stand, Eintrittskarten für ein Fußballspiel angenommen. Der Arbeitgeber kündigte dem Personalleiter – ohne Abmahnung. Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz fand dies in Ordnung (Urteil LAG Rheinland–Pfalz 9 Sa 572/08 vom 16.1.2009, rechtskräftig).

Begründung: Wer als Arbeitnehmer bei der Ausführung vertraglicher Aufgaben Vorteile entgegennehme, die auch nur geeignet sind, ihn in seinem geschäftlichen Verhalten zu Gunsten Dritter zu beeinflussen, verstoße gegen das so genannte Schmiergeldverbot und handele den Interessen des Arbeitgebers in einer Weise zuwider, die diesen zur ordentlichen Kündigung berechtige. Eine vorherige Abmahnung sei nicht erforderlich. Ebenfalls nicht erforderlich sei, dass es tatsächlich zu einer sachwidrigen Handlung seitens des Arbeitnehmers gekommen ist.

Ausführliche weitere Informationen zum Thema in den Beiträgen:

Einladung in die VIP-Loge: Kommt statt dem Geschäftspartner der Staatsanwalt?

Einladung in die VIP-Loge (Teil 2): Jetzt auch noch das Finanzamt?

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18Jährige fällt in Kanalschacht auf Parkplatz – Diskobetreiber haftet persönlich

Von Bernhard Schmeilzl (29.01.2009)
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Vor kurzem schilderten wir hier, dass ein Diskobetreiber darauf achten muss, dass sein DJ nicht zu laut aufdreht (und vorsichtshalber auch nicht das offenbar gefährliche „Cold as Ice“ von Foreigner spielt). Sonst haften beide für etwaige Hörschäden. Nun ging es einem weiteren Diskoinhaber an den Kragen. Eine 18-Jährige besuchte die Disco der P-GmbH & Co. KG in Stuttgart. Als sie gegen 0:30 Uhr nach Hause wollte, trat die junge Frau auf einen im Boden eingelassenen Kanaldeckel, der unter der Belastung (sic!) zu Bruch ging, und stürzte in den Kanalschacht.  (…)

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Schmerzensgeld vom Disc Jockey für zu lautes „Cold as Ice“

Von Bernhard Schmeilzl (25.01.2009)
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Die (spätere) Klägerin verbrachte einen munteren Abend in der Rockdisko. Der Spaß endete jedoch abrupt, als der DJ den Foreigner-Klassiker „Cold as Ice“ auflegte: Just bei diesem Song platzte der Besucherin das Trommelfell. (…)

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Steuerliche Behandlung des Sponsoring

Von Bernhard Schmeilzl (25.09.2008)
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In den Beiträgen Einladungen in die VIP-Loge Teil 1 und Teil 2 haben wir die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Geschenke und Event-Marketing-Einladungen erläutert. Zum verwandten Thema steuerliche Behandlung von Sponsoring-Engagements (sowohl beim Sponsor wie beim Sponsoring-Empfänger) findet sich ein sehr hilfreicher Artikel auf der Website der Handelskammer Hamburg.

TV-Übertragungsrechte an Sportevents: Was ist das eigentlich?

Von Bernhard Schmeilzl (09.09.2008)
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Veranstalter von Sportevents gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass sie die Fernseh-Übertragungsrechte an Fernsehstationen „verkaufen“ können. Im Fall IOC und FIFA für Milliardenbeträge. Auch in der Fussball-Bundesliga sind TV-Vermarktungsrechte seit Jahren ein heißes Eisen: Kartellämter erlauben die zentrale Vermarktung nur in engen Grenzen. Der Jurist fragt sich: Was verkaufen die Verbände und Vereine da eigentlich?

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