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	<title>Rechthaber &#187; Medizinrecht</title>
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		<title>Fehlerhafte Brustimplantate: Wer tr&#228;gt die Kosten?</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Frauen mit mangelhaften Brustimplantaten stehen &#8211; neben der damit verbundenen psychischen Belastung &#8211; auch finanziell im Regen. Die rechtlichen Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit Herstellung, Einfuhr und Verwendung (durch &#196;rzte und Kliniken) von PIP-Brustimplantaten sind kompliziert. Nat&#252;rlich haftet der Hersteller PIP, der ist aber insolvent. Auch die Haftpflichtversicherung der PIP, die Allianz, hat bereits abgewunken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Frauen mit mangelhaften Brustimplantaten stehen &#8211; neben der damit verbundenen psychischen Belastung &#8211; auch finanziell im Regen. Die rechtlichen Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit Herstellung, Einfuhr und Verwendung (durch &#196;rzte und Kliniken) von PIP-Brustimplantaten sind kompliziert. Nat&#252;rlich haftet der Hersteller PIP, der ist aber insolvent. Auch die Haftpflichtversicherung der PIP, die Allianz, hat bereits  abgewunken und jeden Versicherungsschutz wegen der kriminellen  Machenschaften von PIP versagt. Nat&#252;rlich haften auch die agierenden Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, leitenden Angestellten und f&#252;hrenden Berater pers&#246;nlich wegen unerlaubter Handlung, aber diese sind unbekannt und/oder ebenfalls pleite und/oder im Ausland.</p>
<p>Wer tr&#228;gt also die Kosten f&#252;r die Entfernung solcher mangelhafter PIP-Implantate (v.a. f&#252;r die teure Revisionsoperation)? Der behandelnde Arzt beruft sich ja in der Regel darauf, dass die PIP-Implantate zugelassen waren und er von dem enthaltenen Industrie-Silikon nichts wusste. Auch die Rechtsexperten sind sich uneinig: Das Bundesgesundheitsministerium ver&#246;ffentlichte, dass &#8220;selbstverst&#228;ndlich&#8221; die Kassen die Kosten &#252;bernehmen m&#252;ssten. Die Kassen sahen das &#252;berwiegend anders. Einzelne gro&#223;e &#252;berregionale Kassen &#228;u&#223;erten, sie w&#252;rden die Kosten zwar zun&#228;chst &#252;bernehmen, sich dann aber bei den &#196;rzten und Kliniken schadlos halten. Worauf k&#246;nnen sich die betroffenen Frauen nun verlassen?</p>
<p>Wie gesagt, es ist kompliziert: War die Busen-OP medizinisch notwendig, erfolgte sie also im Rahmen einer indizierten Krankenbehandlung (z.B. nach einer Brustkrebsoperation / Mamma-Carcinom), handelt es sich selbstverst&#228;ndlich um eine Kassenleistung. Erfolgte die Implantierung aber ausschlie&#223;lich aus &#228;sthetischen Gr&#252;nden (Sch&#246;nheits-OP) droht <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__52.html" target="_blank">§ 52 Abs. 2 SGB V</a>, die sog. &#8220;Leistungsbeschr&#228;nkug bei Selbstverschulden&#8221;. Danach haben die Krankenkassen die Versicherten, die sich eine Krankheit durch eine nicht indizierte &#228;sthetische Operation zugezogen haben, angemessen an den dadurch entstehenden Kosten zu beteiligen. Au&#223;erdem: Eine station&#228;re Krankenhausbehandlung f&#252;r Sch&#246;nheitsoperationen zu Lasten der GKV ist gem&#228;&#223; § 1 Abs. 2 der Krankenhausbehandlungs-Richtlinien unzul&#228;ssigt.</p>
<p>Wollen Kassen die operierenden &#196;rzte und Krankenh&#228;usern in Regress nehmen, werden sie sich im &#220;brigen schwer tun. Diese wussten n&#228;mlich nichts von den gef&#228;hrlichen PIP-Implantaten. So wurde das BfArM erst im April 2010 von der franz&#246;sischen Gesundheitsbeh&#246;rde informiert. Bis Mitte 2010 durften sich die &#196;rzte und Krankenh&#228;user daher auf das vom T&#220;V Rheinland vergebene CE-Kennzeichen verlassen. Erst wenn ein Arzt danach noch PIP-Implantate verwendet hat, sind Anspr&#252;che wegen Behandlungsfehler denkbar.</p>
<p>Weitere Informationen zum Thema in der &#196;rztezeitung: www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/article/801004/pip-brueste-kommen-frauen-teuer-stehen.html</p>
<address><strong>Weitere Beitr&#228;ge zu Arzthaftungs- und  Medizinrecht:</strong></address>
<address>
<address>- <a href="../arzthaftungsklage-gegen-krankenhaus-muster-klageschrift/" target="_self">Arzthaftungsklage (Muster-Klageschrift)</a></address>
<p>- <a href="../neutrale-patienten-informationen-liste-serioeser-websites/" target="_self">Neutrale Patienteninformaionen</a></p>
</address>
<address> </address>
<address>-<a href="../denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun-aerzte-kennen-ihre-leitlinien-nicht/" target="_blank"> &#196;rzte kennen ihre Leitlinien nicht</a><br />
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<address>- <a href="../erhoehte-aufklaerungspflicht-des-arztes-bei-augen-lasik-op/" target="_self">Erh&#246;hte Aufkl&#228;rungspflicht bei Laser-OP</a></address>
<address> </address>
<address> </address>
<address>- <a href="../arzthaftung-beweislastumkehr-auch-bei-einfachem-befunderhebungsfehler/" target="_self">Arzthaftung: Beweislastumkehr auch bei einfachem Befunderhebungsfehler</a><br />
</address>
<address> </address>
<address>- <a href="../patientenaufklaerung-am-telefon/" target="_self">Patientenaufkl&#228;rung am Telefon</a><br />
</address>
<address> </address>
<address>- <a href="../pflicht-zum-qualitaetsmanagement-in-arztpraxen/" target="_blank">Pflicht zum Qualit&#228;tsmanagement in Arztpraxen</a></address>
<address> </address>
<address> </address>
<address> </address>
<address>- <a href="../aerzte-und-werbung-eine-liebe-mit-hindernissen/" target="_self">&#196;rzte und Werbung: Eine Liebe mit Hindernissen</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../auch-kleine-zahnarztpraxen-duerfen-gross-werben/" target="_self">Auch kleine Zahnarztpraxen d&#252;rfen gro&#223; werben</a><br />
</address>
<address> </address>
<address>- <a href="../freiberufler-duerfen-auch-aufdringlich-werben/" target="_self">Freiberufler d&#252;rfen auch aufdringlich werben</a></address>
]]></content:encoded>
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		<title>Patientenrechtegesetz: Die Eckpunkte</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/patientenrechtegesetz-die-eckpunkte/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 14:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gesundheitsminister aus zehn Bundesl&#228;ndern haben die aus ihrer Sicht n&#246;tigen Inhalte eines Patientenrechtegesetzes in einem Eckpunktepapier zusammengefasst (PDF-Download). Die Rechte der Patienten sollen durch Kodifikation (also durch Zusammenfassen aller einschl&#228;gigen Regeln in einem einheitlichen Gesetzbuch) transparenter und die Situation von Gesch&#228;digten bei Behandlungsfehlern verbessert werden. Patienten sollen &#8211; das ist nicht neu &#8211; einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesundheitsminister aus zehn Bundesl&#228;ndern haben die aus ihrer Sicht n&#246;tigen Inhalte eines Patientenrechtegesetzes in einem <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/3152232/data/bgv-patientenrechte-eckpunktepapier.pdf" target="_blank"><strong>Eckpunktepapier</strong></a> zusammengefasst (<a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/12/bgv-patientenrechte-eckpunktepapier.pdf">PDF-Download</a>). Die Rechte der Patienten sollen durch Kodifikation (also durch Zusammenfassen aller einschl&#228;gigen Regeln in einem einheitlichen Gesetzbuch) transparenter und die Situation von Gesch&#228;digten bei Behandlungsfehlern verbessert werden. Patienten sollen &#8211; das ist nicht neu &#8211; einen Rechtsanspruch auf Einsicht in Patientenakten, auf Zweitmeinungen, Gutachten und Informationen &#252;ber Behandlungsqualit&#228;t haben. F&#252;r Opfer von Behandlungsfehlern &#8211; das gibt es bislang nicht &#8211; soll ein H&#228;rtefallfond geschaffen werden. Die umstrittenen &#8220;Individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL) sollen st&#228;rker reglementiert werden u.v.m.</p>
<address><strong>Weitere Beitr&#228;ge zu Medizinrecht:</strong></address>
<address>- <a href="http://www.rechthaber.com/neutrale-patienten-informationen-liste-serioeser-websites/" target="_self">Neutrale Patienteninformaionen</a><br />
</address>
<address>-<a href="../denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun-aerzte-kennen-ihre-leitlinien-nicht/" target="_blank"> &#196;rzte kennen ihre Leitlinien nicht</a><br />
</address>
<address>- <a href="../erhoehte-aufklaerungspflicht-des-arztes-bei-augen-lasik-op/" target="_self">Erh&#246;hte Aufkl&#228;rungspflicht bei Laser-OP</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../arzthaftungsklage-gegen-krankenhaus-muster-klageschrift/" target="_self">Arzthaftungsklage (Muster-Klageschrift)</a></address>
<address>- <a href="http://www.rechthaber.com/arzthaftung-beweislastumkehr-auch-bei-einfachem-befunderhebungsfehler/" target="_self">Arzthaftung: Beweislastumkehr auch bei einfachem Befunderhebungsfehler</a><br />
</address>
<address>- <a href="../patientenaufklaerung-am-telefon/" target="_self">Patientenaufkl&#228;rung am Telefon</a><br />
</address>
<address>- <a href="../pflicht-zum-qualitaetsmanagement-in-arztpraxen/" target="_blank">Pflicht zum Qualit&#228;tsmanagement in Arztpraxen</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../aerzte-und-werbung-eine-liebe-mit-hindernissen/" target="_self">&#196;rzte und Werbung: Eine Liebe mit Hindernissen</a></address>
<address>- <a href="../auch-kleine-zahnarztpraxen-duerfen-gross-werben/" target="_self">Auch kleine Zahnarztpraxen d&#252;rfen gro&#223; werben</a><br />
</address>
<address>- <a href="../freiberufler-duerfen-auch-aufdringlich-werben/" target="_self">Freiberufler d&#252;rfen auch aufdringlich werben</a></address>
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		<title>Arzthaftung: Beweislastumkehr auch bei einfachem Befunderhebungsfehler</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 08:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei (m&#246;glichen) &#228;rztlichen Behandlungsfehlern muss man zun&#228;chst unterscheiden, in welchem Bereich dem Arzt ein Fehler unterlaufen ist: Bei der Diagnose (Befunderhebung), bei der Risikoaufkl&#228;rung, bei der Therapiewahl, bei der Therapiedurchf&#252;hrung oder bei der Nachsorge. Die Beweislastregeln sind n&#228;mlich jeweils verschieden. Da ein Patient im Arzthaftungsprozess in aller Regel gro&#223;e Schwierigkeiten bei der Beweisf&#252;hrung hat (Arzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei (m&#246;glichen) &#228;rztlichen Behandlungsfehlern muss man zun&#228;chst unterscheiden, in welchem Bereich dem Arzt ein Fehler unterlaufen ist: Bei der Diagnose (Befunderhebung), bei der Risikoaufkl&#228;rung, bei der Therapiewahl, bei der Therapiedurchf&#252;hrung oder bei der Nachsorge. Die Beweislastregeln sind n&#228;mlich jeweils verschieden. Da ein Patient im Arzthaftungsprozess in aller Regel gro&#223;e Schwierigkeiten bei der Beweisf&#252;hrung hat (Arzt und Krankenhaus haben im Vergleich zum Patienten und dessen Anwalt bessere Fachkenntnis und vollen Zugang zu allen Dokumenten), hilft ihm die Rechtsprechung unter gewissen Voraussetzungen &#8211; insbesondere wenn dem Arzt ein grober Versto&#223; vorgeworfen werden kann &#8211; mit einer Beweislastumkehr. Dann muss der Arzt beweisen, dass der Behandlungsfehler <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> urs&#228;chlich f&#252;r den eingetretenen Schaden war. Der Bundesgerichtshof hat die Situation der Patienten im Sommer 2011 nun weiter verbessert.</p>
<p>Aktuell urteilte der <strong>BGH am 07.06.2011</strong> (Az: VI ZR 87/10) zur <strong>Beweislastumkehr beim Befunderhebungsfehlern</strong> n&#228;mlich (Leitsatz): &#8220;Bei einem <span style="text-decoration: underline;">einfachen</span> Befunderhebungsfehler kommt eine Beweislastumkehr f&#252;r die Frage des Ursachenzusammenhangs mit dem tats&#228;chlich eingetretenen Gesundheitsschaden auch dann in Betracht, wenn sich bei der gebotenen Abkl&#228;rung der Symptome mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein so deutlicher und gravierender Befund ergeben h&#228;tte, dass sich dessen Verkennung als fundamental oder die Nichtreaktion auf ihn als grob fehlerhaft darstellen w&#252;rde, und diese Fehler generell geeignet sind, den tats&#228;chlich eingetretenen Gesundheitsschaden herbeizuf&#252;hren. Hingegen ist nicht Voraussetzung f&#252;r die Beweislastumkehr zu Gunsten des Patienten, dass die Verkennung des Befundes und das Unterlassen der gebotenen Therapie v&#246;llig unverst&#228;ndlich sind (Senatsurteil vom 29. September 2009, VI ZR 251/08, VersR 2010, 115 zum groben Befunderhebungsfehler).&#8221;</p>
<p><strong>Weitere Beitr&#228;ge zum Arztrecht:</strong></p>
<address>- <a href="../denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun-aerzte-kennen-ihre-leitlinien-nicht/" target="_blank">&#196;rzte kennen ihre Leitlinien nicht</a><br />
</address>
<address>- <a href="../erhoehte-aufklaerungspflicht-des-arztes-bei-augen-lasik-op/" target="_self">Erh&#246;hte Aufkl&#228;rungspflicht bei Laser-OP</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../arzthaftungsklage-gegen-krankenhaus-muster-klageschrift/" target="_self">Arzthaftungsklage (Muster-Klageschrift)</a></address>
<address>- <a href="../patientenaufklaerung-am-telefon/" target="_self">Patientenaufkl&#228;rung am Telefon</a><br />
</address>
<address> &#8211; <a href="../pflicht-zum-qualitaetsmanagement-in-arztpraxen/" target="_blank">Pflicht zum Qualit&#228;tsmanagement in Arztpraxen</a></address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Harsche Kritik an &#8220;Christlicher Patientenverf&#252;gung&#8221;</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/harsche-kritik-an-christlicher-patientenverfuegung/</link>
		<comments>http://www.rechthaber.com/harsche-kritik-an-christlicher-patientenverfuegung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 08:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung hat in einer Stellungnahme vom 22.8.2011 (hier als PDF-Download) die Brosch&#252;re &#8220;Christliche Patientenvorsorge&#8221; scharf kritisiert. In einem 27-seitigen Rechtsgutachten kommen die Verfasser (Dr. Steffen Augsberg und der K&#246;lner Staatsrechtler Prof. Dr. Wolfram H&#246;fling) zum Ergebnis, die „Christliche Patientenvorsorge“ verkenne grundlegende rechtliche Wertungen, habe einen kaum zu behebenden konstruktiven Grundfehler, schaffe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.hospize.de/" target="_blank">Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung</a> hat in einer Stellungnahme vom 22.8.2011 (hier als <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/09/Patientenschutz_Hospiz_Stiftung_Stellungnahme_22Aug2011.pdf">PDF-Download</a>) die Brosch&#252;re &#8220;Christliche Patientenvorsorge&#8221; scharf kritisiert. In einem 27-seitigen Rechtsgutachten kommen die Verfasser (Dr. Steffen Augsberg und der <a href="http://www.uni-koeln.de/jur-fak/inststaa/x_team_leitung.htm" target="_blank">K&#246;lner Staatsrechtler Prof. Dr. Wolfram H&#246;fling</a>) zum Ergebnis, die „Christliche Patientenvorsorge“ verkenne grundlegende rechtliche Wertungen, habe einen kaum zu behebenden konstruktiven Grundfehler, schaffe Unklarheiten und verf&#228;lsche die Intentionen des Gesetzgebers. Die konkreten Formulierungsvorschl&#228;ge im Anhang der Brosch&#252;re seien kaum praxistauglich f&#252;r wirklich komplizierte Konstellationen der Entscheidungsfindung am Lebensende.</p>
<p>Harscher geht es kaum. Zum Hintergrund: Bei der neu &#252;berarbeiteten und 2011 von den <a href="http://www.ekd.de/patientenvorsorge/" target="_blank">evangelischen   und katholischen Kirchen Deutschlands</a> gemeinsam herausgegebene <strong>Brosch&#252;re   “Christliche Patientenvorsorge”</strong> (hier als <a href="../wp-content/uploads/2011/07/christliche_patientenvorsorge_2011.pdf">PDF-Download</a>) handelt es sich &#8211; neben der<strong> Brosch&#252;re “Vorsorge f&#252;r Unfall, Krankheit und Alter”</strong> des Bayerischen Justizministeriums (hier als <a href="http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage1928142/VorsorgefuerUnfall,KrankheitundAlter.pdf" target="_blank">PDF-Download)</a> &#8211; um eine der  beliebtesten Mustersammlungen zu den Themen Vorsorgevollmacht,   Patientenverf&#252;gung und Betreuungsverf&#252;gung. Im Gesetzgebungsverfahren sprachen sich die Kirchen seinerzeit f&#252;r den sog. Bosbach-Entwurf aus. Danach sollte eine Patientenverf&#252;gung nur f&#252;r die &#196;rzte bindend sein, wenn sich der Patient in der unmittelbaren Sterbephase befand (sog. Reichweitenbegrenzung). F&#252;r andere Konstellationen (z.B. Wachkoma oder Alzheimer-Demenz) sollte eine Patientenverf&#252;gung nicht anwandbar sein. Dieser Entwurf ist nicht Gesetz geworden. Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung wirft den Kirchen nun vor, die Reichweitenbegrenzung in ihrer Brosch&#252;re &#8220;durch die Hintert&#252;r&#8221; faktisch doch einzuf&#252;hren. Allerdings erscheint die Stellungnahme der Gutachter auch etwas ideologisch gef&#228;rbt zu sein. Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung vertritt eine Position der formalen Autonomie um jeden Preis, die in manchen Konstellationen auch kritisch zu hinterfragen ist. F&#252;r alle, die sich intensiv mit dem Thema Patientenverf&#252;gung auseinandersetzen, ist die Lekt&#252;re der Stellungnahme dennoch spannend und f&#246;rdert die kritische Diskussion &#252;ber unterschiedliche Formularmuster.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zur Patientenverf&#252;gung und Palliativmedizin: </strong></p>
<address>- <a href="../ist-eine-patientenverfuegung-sinnvoll/" target="_self">Ist eine Patientenverf&#252;gung sinnvoll?</a><br />
</address>
<address>- <a href="../sterbehilfe-eine-begriffsklaerung/" target="_self">Aktive  und passive Sterbehilfe:  Was bedeuten die   Begriffe eigentlich?</a></address>
<address>- <a href="http://www.sterbehilfe-info.de/das-thema-wird-immer-wichtiger-warum/" target="_blank">“Man ist sich seines Todes nicht mehr sicher”</a></address>
<address>- <a href="http://www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/" target="_blank">Gemeinsame Charta zur Behandlung schwerstkranker und    sterbender Menschen in Deutschland</a><br />
</address>
<address>- <a href="../darf-man-demenz-und-wachkomapatienten-verhungern-lassen/" target="_self">Darf man Patienten verhungern lassen? Zwangsweise    k&#252;nstliche Ern&#228;hrung bei Demenz und Wachkoma</a></address>
<address>- <a href="../recht-der-kuenstlichen-ernaehrung-entscheidungsdiagramm-prof-borasio/" target="_self">Recht der k&#252;nstlichen Ern&#228;hrung: Entscheidungsdiagramm    Prof. Borasio</a></address>
<address>- <a href="http://www.sterbehilfe-info.de/bgh-2010-sterbehilfe-ist-nicht-strafbar/#more-197" target="_blank">BGH-Urteil 2010: Sterbehilfe ist nicht strafbar</a></address>
<address>- <a href="http://www.sterbehilfe-info.de/welche-krankheits-szenarien-sind-wichtig/" target="_blank">Vorsorgevollmacht und Patientenverf&#252;gung aus    medizinischer Sicht: Welche Krankheitsszenarien sind wichtig? </a></address>
<address>- <a href="../patientenverfuegung-fuer-den-fall-wachkoma/" target="_self">Patientenverf&#252;gung f&#252;r den Fall “Wachkoma”</a></address>
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		<title>Neutrale Patienten-Informationen: Liste seri&#246;ser Websites</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/neutrale-patienten-informationen-liste-serioeser-websites/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 13:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BGH Urteil vom 29.3.2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Die S&#252;ddeutsche Zeitung berichtete am 4.8.2011 (&#8220;Der ahnungslose Patient&#8221;), dass Patienten nur schwer an verl&#228;ssliche medizinische Informationen kommen (PDF Download). Bekanntlich hat nicht nur die Pharmaindustrie ein kommerzielles Interesse, sondern es h&#228;uft sich auch die Kritik an &#196;rzten, die Operationen durchf&#252;hren, die mehr finanziell motiviert als medizinisch indiziert sind (&#8220;&#220;berfl&#252;ssige Operationen&#8221; Spiegel-online am 16.8.2011; weitere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/zwischen-wissen-und-glaube-der-ahnungslose-patient-1.1128014" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung berichtete am 4.8.2011 (&#8220;Der ahnungslose Patient&#8221;)</a>, dass Patienten nur schwer an verl&#228;ssliche medizinische Informationen kommen (<a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/08/Der_ahnungslose_Patient_sueddeutsche_de_04Aug2011.pdf">PDF Download</a>). Bekanntlich hat nicht nur die Pharmaindustrie ein kommerzielles Interesse, sondern es h&#228;uft sich auch die Kritik an &#196;rzten, die Operationen durchf&#252;hren, die mehr finanziell motiviert als medizinisch indiziert sind (&#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,780453,00.html" target="_blank">&#220;berfl&#252;ssige Operationen&#8221; Spiegel-online</a> am 16.8.2011; weitere Artikel dazu <a href="http://www.google.de/search?q=%C3%BCberfl%C3%BCssige+operationen&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a" target="_blank">hier</a>). Als Anlaufstation f&#252;r verl&#228;ssliche Gesundheitsinformationen empfiehlt die SZ:</p>
<address><a href="http://www.gesundheitsinformation.de" target="_blank">www.gesundheitsinformation.de</a></address>
<address><a href="http://www.patienten-information.de" target="_blank">www.patienten-information.de</a></address>
<address><a href="http://www.krebsinformationsdienst.de" target="_blank">www.krebsinformationsdienst.de</a></address>
<address><a href="http://www.cochrane.de" target="_blank">www.cochrane.de</a></address>
<address><a href="http://www.ebm-netzwerk.de" target="_blank">www.ebm-netzwerk.de</a></address>
<address><a href="http://www.patienten-universit&#228;t.de" target="_blank">www.patienten-universit&#228;t.de</a></address>
<address><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
</address>
<address><strong>Weitere Beitr&#228;ge zu Medizinrecht:</strong></address>
<address>- <a href="../denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun-aerzte-kennen-ihre-leitlinien-nicht/" target="_blank">&#196;rzte kennen ihre Leitlinien nicht</a><br />
</address>
<address>- <a href="../erhoehte-aufklaerungspflicht-des-arztes-bei-augen-lasik-op/" target="_self">Erh&#246;hte Aufkl&#228;rungspflicht bei Laser-OP</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../arzthaftungsklage-gegen-krankenhaus-muster-klageschrift/" target="_self">Arzthaftungsklage (Muster-Klageschrift)</a></address>
<address>- <a href="../patientenaufklaerung-am-telefon/" target="_self">Patientenaufkl&#228;rung am Telefon</a><br />
</address>
<address>- <a href="../pflicht-zum-qualitaetsmanagement-in-arztpraxen/" target="_blank">Pflicht zum Qualit&#228;tsmanagement in Arztpraxen</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../aerzte-und-werbung-eine-liebe-mit-hindernissen/" target="_self">&#196;rzte und Werbung: Eine Liebe mit Hindernissen</a></address>
<address>- <a href="../auch-kleine-zahnarztpraxen-duerfen-gross-werben/" target="_self">Auch kleine Zahnarztpraxen d&#252;rfen gro&#223; werben</a><br />
</address>
<address>- <a href="../freiberufler-duerfen-auch-aufdringlich-werben/" target="_self">Freiberufler d&#252;rfen auch aufdringlich werben</a></address>
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		<title>Dauerbrenner Elternunterhalt und Pflegeheimkosten (Berechnungstabelle)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 08:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das mit Abstand am meisten aufgerufene Posting auf Rechthaber.com ist der Artikel &#8220;Teure Eltern! Wer zahlt das Pflegeheim?&#8221; und die dort verlinkte, 14-seitige  Detail&#252;bersicht zu Berechnung und R&#252;ckgriffsm&#246;glichkeiten der Sozialbeh&#246;rden der Kanzlei Graf &#38; Partner (PDF Download hier). Das Thema wird nicht verschwinden. Um den Begriff &#8220;demografische Entwicklung&#8221; einmal konkret zu machen: Bis zum Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit Abstand am meisten aufgerufene Posting auf Rechthaber.com ist der Artikel &#8220;<a href="http://www.rechthaber.com/teure-eltern-wer-zahlt-das-pflegeheim/" target="_self"><strong>Teure Eltern! Wer zahlt das Pflegeheim?</strong></a>&#8221; und die dort verlinkte, 14-seitige  <strong>Detail&#252;bersicht zu Berechnung</strong> und R&#252;ckgriffsm&#246;glichkeiten der Sozialbeh&#246;rden der Kanzlei Graf &amp; Partner (<a href="http://www.grafpartner.com/publikationen/downloads/0_Web_Wer_zahlt_Pflegeheim_Verwandtenunterhalt_.pdf" target="_blank">PDF Download hier</a>). Das Thema wird nicht verschwinden. Um den Begriff &#8220;demografische Entwicklung&#8221; einmal konkret zu machen: Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl derjenigen, die in Deutschland 80 jahre und &#228;lter sind von derzeit 3,5 Millionen auf 9,1 Millionen knapp verdreifachen, bei insgesamt schrumpfender Bev&#246;lkerungszahl (BIB-Mitteilungen 4/2005: Alterungsprozess in Deutschland, S. 18). Und wer diesen Blog liest, geh&#246;rt entweder selbst zu dieser Gruppe oder hat Eltern im entsprechenden Alter. In den letzten Monaten erschienen einige interessante Medienbeitr&#228;ge zum Thema, auf die wir hier hinweisen wollen:</p>
<address><a href="http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,12sl3nzi12bzeyye~cm.asp" target="_blank">ARD Plusminus vom 26.7.2011: &#8220;Unterhalt &#8211; Immer mehr Kinder sollen f&#252;r ihre Eltern zahlen&#8221;</a> (PDF-Download <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/08/DasErste.de-Plusminus-Elternunterhalt-26.07.2011.pdf">hier</a>)</address>
<address><a href="http://www.daserste.de/ratgeber/recht_beitrag_dyn~uid,54itcbte8uurwt9s~cm.asp" target="_blank">ARD Ratgeber Recht vom 30.4.2011: &#8220;Elternunterhalt. Wer zahlt wieviel?</a>&#8221; (PDF-Download <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/08/Ratgeber-Recht-110430_Elternunterhalt.pdf">hier</a>)</address>
<address><a href="http://www.daserste.de/plusminus/allround_dyn~uid,9702517rg2fd6nqg~cm.asp" target="_blank">ARD Plusminus August 2011: &#8220;Elternunterhalt. Was d&#252;rfen Kinder behalten?</a>&#8221; (PDF-Download <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/08/DasErste.de_Plusminus_Elternunterhalt_Wer_beh&#228;lt_wie_viel.pdf">hier</a>)</address>
<address> </address>
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		</item>
		<item>
		<title>Arzt verliert Honoraranspruch nicht erst bei grobem Behandlungsfehler (BGH 29.3.2011)</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/arzt-verliert-honoraranspruch-nicht-erst-bei-grobem-behandlungsfehler-bgh-29-3-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 07:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Groll</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die meisten Patienten gehen ohnehin selbstverst&#228;ndlich davon aus, dass ein Arzt oder Zahnarzt kein Honorar verlangen kann, wenn die Behandlung fehlerhaft war. Das ist aber keineswegs selbstverst&#228;ndlich. Da die Behandlung in aller Regel ein Dienstvertrag ist, schuldet der Arzt nicht den Erfolg, sondern &#8220;nur&#8221; eine T&#228;tigkeit lege artis. Ein Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer ja auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Patienten gehen ohnehin selbstverst&#228;ndlich davon aus, dass ein Arzt oder Zahnarzt kein Honorar verlangen kann, wenn die Behandlung fehlerhaft war. Das ist aber keineswegs selbstverst&#228;ndlich. Da die Behandlung in aller Regel ein Dienstvertrag ist, schuldet der Arzt nicht den Erfolg, sondern &#8220;nur&#8221; eine T&#228;tigkeit lege artis. Ein Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer ja auch nicht das Gehalt verweigern, wenn dieser die Excel-Tabelle falsch erstellt oder das Lager zu langsam aufr&#228;umt. Selbst wenn die &#228;rztliche Behandlung also fehlerhaft war, so hat der Arzt prinzipiell einen Anspruch auf sein Honorar. Anders war dies bislang nur bei besonders groben Behandlungsfehlern, bei denen es dem Patienten nicht zumutbar war, daf&#252;r auch noch zahlen zu m&#252;ssen. <strong>Dieses Prinzip hat sich aber nun ge&#228;ndert.</strong> Mit Urteil vom 29.3.2011 (VI ZR 133/10) entschied der BGH:<em> </em></p>
<p><em>&#8220;Bei einem (zahn-)&#228;rztlichen Behandlungsvertrag setzt der Verlust des Verg&#252;tungsanspruchs wegen vertragswidrigen Verhaltens nach § 628 Abs. 1 Satz 2 Fall 2 BGB <strong>nicht</strong> voraus, dass das vertragswidrige Verhalten als schwerwiegend oder als wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB anzusehen ist.&#8221;</em></p>
<p>Das vollst&#228;ndige BGH-Urteil zum Download hier: <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/08/BGH_Zahnarzthonorar_29M&#228;rz2011_VI_ZR_133_10.pdf">BGH_Zahnarzthonorar_29M&#228;rz2011_VI_ZR_133_10</a></p>
<address> </address>
<address><strong>Weitere Beitr&#228;ge zu Arztrecht:</strong></address>
<address>- <a href="../denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun-aerzte-kennen-ihre-leitlinien-nicht/" target="_blank">&#196;rzte kennen ihre Leitlinien nicht</a><br />
</address>
<address>- <a href="../erhoehte-aufklaerungspflicht-des-arztes-bei-augen-lasik-op/" target="_self">Erh&#246;hte Aufkl&#228;rungspflicht bei Laser-OP</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../arzthaftungsklage-gegen-krankenhaus-muster-klageschrift/" target="_self">Arzthaftungsklage (Muster-Klageschrift)</a></address>
<address>- <a href="../patientenaufklaerung-am-telefon/" target="_self">Patientenaufkl&#228;rung am Telefon</a><br />
</address>
<address>- <a href="../pflicht-zum-qualitaetsmanagement-in-arztpraxen/" target="_blank">Pflicht zum Qualit&#228;tsmanagement in Arztpraxen</a></address>
<address>
<address>- <a href="../aerzte-und-werbung-eine-liebe-mit-hindernissen/" target="_self">&#196;rzte und Werbung: Eine Liebe mit Hindernissen</a></address>
<address>- <a href="../auch-kleine-zahnarztpraxen-duerfen-gross-werben/" target="_self">Auch kleine Zahnarztpraxen d&#252;rfen gro&#223; werben</a><br />
</address>
<address>- <a href="../freiberufler-duerfen-auch-aufdringlich-werben/" target="_self">Freiberufler d&#252;rfen auch aufdringlich werben</a></address>
</p></address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Werbem&#246;glichkeiten f&#252;r &#196;rzte und Zahn&#228;rzte weiter liberalisiert (BVerfG vom 1.6.2011)</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/werbemoeglichkeiten-fuer-aerzte-und-zahnaerzte-weiter-liberalisiert-bverfg-vom-1-6-2011/</link>
		<comments>http://www.rechthaber.com/werbemoeglichkeiten-fuer-aerzte-und-zahnaerzte-weiter-liberalisiert-bverfg-vom-1-6-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Werbung Werbeverbot Freiberufler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rechthaber.com/?p=3771</guid>
		<description><![CDATA[Doppelseitige Zeitungsanzeigen von Privatkliniken und Online-Werbebanner von Sch&#246;nheitschirurgen (bei denen man die Brustvergr&#246;&#223;erung auch in Raten abzahlen kann) beweisen, dass die Zeiten des &#228;rztlichen Werbevberbots l&#228;ngst der Vergangenheit angeh&#246;ren. Einzelne Kammern und traditionelle Arztkollegen k&#228;mpfen zwar immer noch einzelne Schlachten, aber das sind R&#252;ckzugsgefechte. Den Status quo des Werberechts f&#252;r &#196;rzte haben wir hier zusammengefasst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Doppelseitige Zeitungsanzeigen von Privatkliniken und Online-Werbebanner von Sch&#246;nheitschirurgen (bei denen man die Brustvergr&#246;&#223;erung auch in Raten abzahlen kann) beweisen, dass die Zeiten des &#228;rztlichen Werbevberbots l&#228;ngst der Vergangenheit angeh&#246;ren. Einzelne Kammern und traditionelle Arztkollegen k&#228;mpfen zwar immer noch einzelne Schlachten, aber das sind R&#252;ckzugsgefechte. Den Status quo des Werberechts f&#252;r &#196;rzte haben wir <a href="http://www.rechthaber.com/aerzte-und-werbung-eine-liebe-mit-hindernissen/" target="_blank">hier zusammengefasst</a>. Am 1. Juni 2011 hat das BVerfG nun zwei weitere Beschl&#252;sse zur Liberalisierung des &#196;rzte-Marketing gefasst (Az.: 1 BvR 233/10 und 235/10). Worum ging es?</p>
<p>Ein Zahnarzt stellte Fotos eines medizinischen Ger&#228;tes (unter Nennung des Herstellers) auf seine Praxiswebsite und verlinkte dort au&#223;erdem zum Online-Shop eines Fachverlags, auf dem u.a. zahn&#228;rztliche Fachliteratur erworben werden kann. Ferner schaltete der Zahnarzt Zeitungsanzeigen, in denen f&#252;r die Praxis, den Verlag und das zahntechnische Labor geworben wurde. Der Clou: Inhaber des Verlags war der Zahnarzt selbst.Der Kammer gefiel das alles gar nicht, insbesondere weil der Verlagshandel eine gewerbliche T&#228;tigkeit darstellt, die &#8211; nach Ansicht der Kammer &#8211; nicht mit der zahn&#228;rztlichen T&#228;tigkeit verkn&#252;pft beworben werden d&#252;rfe.</p>
<p>Aber noch mehr: Ein Zahnarzt hatte die Idee einer Verlosungsaktion. Im  Rahmen  einer Ausstellung in der Stadthalle unterhielt er einen Informationsstand und legte u.a.  doppelseitige Karten aus, mit denen f&#252;r eine Verlosung geworben wurde. Auf der R&#252;ckseite der Karten waren verschiedene Preise aufgef&#252;hrt, z.B. Gutscheine f&#252;r Zahn-Bleaching und Zahnb&#252;rsten. Wegen dieser Werbung ergingen Verweise und Geldbu&#223;en gegen die Zahn&#228;rzte. Das BVerfG schlug sich (wieder einmal) auf die Seite des werbenden Zahnarztes. Die wichtigsten Kernaussagen der Entscheidungen:</p>
<p><em>„<strong>Die pauschale Annahme, die Zeitungsanzeige und der Internetauftritt des Beschwerdef&#252;hrers seien berufswidrig, weil zahn&#228;rztliche und gewerbliche Leistungen nebeneinander angeboten w&#252;rden, ist nicht mit Art. 12 Abs. 1 GG vereinbar. Denn es gibt keine Gr&#252;nde des Gemeinwohls, die ein generelles Verbot der Verbindung von zahn&#228;rztlicher und gewerblicher T&#228;tigkeit im Bereich der Werbung, das auch die hier in Streit stehenden Werbema&#223;nahmen erfasst, rechtfertigen k&#246;nnen.</strong>“</em></p>
<p><em>„<strong>Welche Werbeformen als sachlich und &#252;bertrieben bewertet werden, unterliegt zeitbedingten Ver&#228;nderungen. Allein daraus, dass eine Berufsgruppe ihre Werbung anders als bisher &#252;blich gestaltet, folgt nicht, dass das nunmehrige ge&#228;nderte Vorgehen berufswidrig w&#228;re. Vielmehr hat der einzelne Berufsangeh&#246;rige es in der Hand, in welcher Weise er sich f&#252;r die interessierte &#214;ffentlichkeit darstellt, solange er sich in den durch sch&#252;tzende Gemeinwohlbelange gezogenen Schranken h&#228;lt</strong>“.</em></p>
<address><strong>Weitere Beitr&#228;ge zum Thema:</strong></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../aerzte-und-werbung-eine-liebe-mit-hindernissen/" target="_self">&#196;rzte und Werbung: Eine Liebe mit Hindernissen</a></address>
<address> &#8211; <a href="http://www.rechthaber.com/auch-kleine-zahnarztpraxen-duerfen-gross-werben/" target="_self">Auch kleine Zahnarztpraxen d&#252;rfen gro&#223; werben</a><br />
</address>
<address>- <a href="../freiberufler-duerfen-auch-aufdringlich-werben/" target="_self">Freiberufler d&#252;rfen auch aufdringlich werben</a></address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rechthaber.com/werbemoeglichkeiten-fuer-aerzte-und-zahnaerzte-weiter-liberalisiert-bverfg-vom-1-6-2011/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Mustertexte &#8220;Generalvollmacht&#8221; und &#8220;Vorsorgevollmacht&#8221;</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/mustertexte-generalvollmacht-und-vorsorgevollmacht/</link>
		<comments>http://www.rechthaber.com/mustertexte-generalvollmacht-und-vorsorgevollmacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 10:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenverfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertragsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Beispieltext Vollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Formulierungsbeispiele Vorsorgevollmacht Generalvollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Generalvollmacht Mustertext]]></category>
		<category><![CDATA[Mißbrauch Vollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Muster Vorsorgevollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Mustervorlage Vollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Mustrvorlage Generalvollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[notarielle Generalvollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenverfügung Vorsorgevollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken Generalvollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschied Vorsorgevollmacht Generalvollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[verdeckte Stellvertretung]]></category>
		<category><![CDATA[Vollmachtsmißbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Was ist Generalvollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Was ist Vorsorgevollmacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Erteilt man jemandem eine Vollmacht (§ 167 BGB), kann der Bevollm&#228;chtigte &#8211; innerhalb des Anwendungsbereichs f&#252;r den die Vollmacht erteilt wurde &#8211; rechtlich verbindlich f&#252;r den Vollmachtgeber agieren, also in dessen Namen Vertr&#228;ge abschlie&#223;en, K&#252;ndigungen aussprechen, Erkl&#228;rungen entgegennehmen, Prozesse f&#252;hren usw. Die Vollmacht muss im Regelfall nicht schriftlich sein (Vorsicht aber beim Sonderfall des § [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erteilt man jemandem eine Vollmacht (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG001602377" target="_blank">§ 167 BGB</a>), kann der Bevollm&#228;chtigte &#8211; innerhalb des Anwendungsbereichs f&#252;r den die Vollmacht erteilt wurde &#8211; rechtlich verbindlich f&#252;r den Vollmachtgeber agieren, also in dessen Namen Vertr&#228;ge abschlie&#223;en, K&#252;ndigungen aussprechen, Erkl&#228;rungen entgegennehmen, Prozesse f&#252;hren usw. Die Vollmacht muss im Regelfall nicht schriftlich sein (Vorsicht aber beim Sonderfall des § 174 BGB), zur Absicherung aller Beteiligten ist eine schriftliche Vollmachtsurkunde aber sinnvoll, vor allem wenn der Bevollm&#228;chtigte nicht nur ein einzelnes Gesch&#228;ft erledigen, sondern den Vollmachtgeber auf l&#228;ngere Zeit vertreten k&#246;nnen soll. Zwei besondere Arten einer Vollmachten sind die &#8220;<strong>Generalvollmacht</strong>&#8221; und die &#8220;<strong>Vorsorgevollmacht</strong>&#8220;. Beides wird h&#228;ufig verwechselt bzw. unsauber formuliert, so dass man im Ernstfall oft nicht wei&#223;, was gemeint war.  (&#8230;)<span id="more-3558"></span>Zweck der <strong>Generalvollmacht</strong> ist, einer Vertrauensperson die Macht zur unbeschr&#228;nkten Vertretung bei allen Rechtsgesch&#228;ften zu geben. Anders als im Normalfall, bei dem eine Vollmacht f&#252;r einen bestimmten Zweck erteilt wird (&#8220;Hol´ bitte das an mich adressierte Paket von der Post ab, ich habe die Vollmachtspassage auf der Benachrichtigungskarte unterschrieben&#8221;) kann der Generalbevollm&#228;chtigte alle Arten von Vertr&#228;gen im Namen des Vollmachtgebers abschlie&#223;en und diesen gegen&#252;ber Banken, Beh&#246;rden, Gerichten usw vertreten. Wann macht man so etwas? Wenn man sich um gesch&#228;ftliche Dinge nicht k&#252;mmern kann (&#220;berlastung, l&#228;ngerer Auslandsaufenthalt, hohes Alter, Krankheit) oder will. Nat&#252;rlich ist die Erteilung einer Generalvollmacht riskant: Der Bevollm&#228;chtigte kann nachteilige Vertr&#228;ge abschlie&#223;en (Stichwort Ostimmobilien in den 90ern) oder im schlimmsten Fall Bankkonten abr&#228;umen und verschwinden. Mancher Profi-Sportler oder K&#252;nstler bereut es, seinem Manager eine Generalvollmacht erteilt zu haben. Zwar hat der Vollmachtgeber im Innenverh&#228;ltnis meist einen Schadensersatzanspruch gegen den Bevollm&#228;chtigten, wenn bei diesem aber nichts zu holen ist, bleibt der Vollmachtgeber auf dem Schaden sitzen. Dennoch gibt es F&#228;lle, in denen eine Generalvollmacht notwendig und sinnvoll ist. Wie formuliert man eine solche Generalvollmacht? Hier ein Mustertext des Notariats Dr. G&#246;tz &amp; Dr. Albrecht in Regensburg zum <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/07/Muster_Generalvollmacht.pdf">Download (Muster Generalvollmacht).</a> Wie oben ausgef&#252;hrt muss eine Vollmacht im Regelfall zwar nicht notariell sein, zu Beweiszwecken ist dies aber &#8211; gerade bei einer <span style="text-decoration: underline;">General</span>vollmacht &#8211; sehr sinnvoll. Zudem hat eine notarielle Vollmacht (z.B. gegen&#252;ber Banken und Beh&#246;rden) faktisch auch mehr &#8220;Autorit&#228;t&#8221;. Gerade Banken verlangen n&#228;mlich h&#228;ufig, dass (Konto-)Vollmachten auf den bankeneigenen Vollmachtsformularen erteilt werden &#8220;m&#252;ssen&#8221;. Daf&#252;r gibt es zwar keine Rechtsgrundlage (au&#223;er vielleicht wackeligen Banken-AGBs), der Bevollm&#228;chtigte hat aber in der Praxis oft Scherereien, bis die Bank eine &#8220;normale&#8221; Vollmacht akzeptiert und den Kontozugriff erlaubt. Mit notariellen Vollmachtsurkunden gibt es dagegen in aller Regel keine Akzeptanzprobleme.</p>
<p>Einen ganz anderen Anwendungsbereich hat die <strong>Vorsorgevollmacht</strong> im engeren Sinn der <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1901a.html" target="_blank">§ 1901 a Abs. 5</a> und <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1901c.html" target="_blank">§ 1901 c Satz 2 BGB</a>. Hier steht nicht die rechtsgesch&#228;ftliche Vertretung (Vertragsabschl&#252;sse etc.) im Vordergrund, sondern die Wahrnehmung der h&#246;chstpers&#246;nlichen Interessen des Vollmachtgebers gegen&#252;ber &#196;rzten, Krankenhaus und Pflegeheim, wenn sich der Vollmachtgeber nicht mehr selbst dazu &#228;u&#223;ern oder einen eigenen Willen bilden kann (zum Beispiel wegen Bewusstlosigkeit, Koma oder fortgeschrittener Demenz). Kann der Betroffene sich in der konkreten Situation nicht selbst &#228;u&#223;ern, muss in bestimmten Situationen ein Betreuer bestellt werden. Dies kann man durch die Benennung eines Vorsorgebevollm&#228;chtigten vermeiden. Der Vorsorgebevollm&#228;chtigte hat dann insbesondere die Aufgabe, dem Willen des Patienten, den dieser vielleicht in einer Patientenverf&#252;gung (dazu siehe unten) n&#228;her beschrieben hat, Ausdruck und Geltung zu verschaffen (so explizit der Wortlaut des <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1901a.html" target="_blank">§ 1901 a Abs. 1 Satz 2 BGB</a>). Hat der Vollmachtgeber keine Patientenverf&#252;gung erstellt, so ist die Stellung des Vorsorgebevollm&#228;chtigten sogar noch wichtiger. Nach § 1901 a Abs. 2 BGB hat dieser dann n&#228;mlich &#8220;die Behandlungsw&#252;nsche oder den mutma&#223;lichen Willen des Betreuten festzustellen und auf dieser Grundlage zu entscheiden, ob er in eine &#228;rztliche Ma&#223;nahme nach Absatz 1 einwilligt oder sie untersagt&#8221;. Der oder die Vorsorgebevollm&#228;chtigte tr&#228;gt daher eine gro&#223;e Verantwortung.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Man sollte die beiden Vollmachtstypen deutlich auseinander halten, da sie unterschiedliche Zwecke und Anwendungsbereiche haben. Besonders wichtig ist es, bei einer Vorsorgevollmacht klar zu formulieren, dass diese den gesundheitlichen Bereich betrifft, es sich also um eine &#8220;echte Vorsorgevollmacht&#8221; im Sinn des § 1901 c BGB handelt. Eine Generalvollmacht, in der zum Thema Gesundheitsf&#252;rsorge nichts steht, werden &#196;rzte und Juristen in der Regel gerade nicht als Vorsorgevollmacht auslegen. Anders formuliert: Eine Generalvollmacht enth&#228;lt nicht automatisch eine Vorsorgevollmacht.</p>
<p>Wenn man beide Arten der Vollmacht erteilen m&#246;chte, so ist es &#252;brigens sinnvoll, dies in zwei getrennten Urkunden zu tun, selbst wenn man beide Vollmachtsarten derselben Person erteilt. Es geht n&#228;mlich den Vertragspartner (z.B. den Bankangestellten, dem man die Generalvollmacht vorlegen muss, weil man Zugriff auf das Konto ben&#246;tigt) nichts an, welche Vorsorgeanordnungen der Vollmachtgeber f&#252;r den Fall schwerer Krankheit oder Demenz getroffen hat.</p>
<p><strong>Muster und Formulare:</strong></p>
<p>Im Internet existieren hunderte von Formulierungsbeispielen und Formularmuster mit ganz unterschiedlicher Qualit&#228;t. Zwei der beliebtesten Mustersammlungen zu den Themen Vorsorgevollmacht,  Patientenverf&#252;gung und Betreuungsverf&#252;gung sind:</p>
<p>(1) Die <strong>Brosch&#252;re &#8220;Vorsorge f&#252;r Unfall, Krankheit und Alter&#8221;</strong> des Bayerischen Justizministeriums. Sie  geht jeden Monat tausendfach &#252;ber die Tresen der Buchhandlungen. Die  Wenigsten wissen, dass diese Brosch&#252;re auch kostenlos als <a href="http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage1928142/VorsorgefuerUnfall,KrankheitundAlter.pdf" target="_blank">PDF-Download</a> verf&#252;gbar ist, n&#228;mlich &#252;ber das <a href="http://www.verwaltung.bayern.de/Gesamtliste-.613.1928150/index.htm" target="_blank">Verwaltungsportal des Freitstaats</a>.</p>
<p>(2) Die neu &#252;berarbeitete und von den <a href="http://www.ekd.de/patientenvorsorge/" target="_blank">evangelischen und katholischen Kirchen Deutschlands</a> gemeinsam herausgegebene <strong>Brosch&#252;re &#8220;Christliche Patientenvorsorge&#8221;</strong>, ebenfalls gratis als <a href="../wp-content/uploads/2011/07/christliche_patientenvorsorge_2011.pdf">PDF-Download</a> verf&#252;gbar.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Weitere Informationen in diesen Beitr&#228;gen: </strong></p>
<address>- <a href="../ist-eine-patientenverfuegung-sinnvoll/" target="_self">Ist eine Patientenverf&#252;gung sinnvoll?</a><br />
</address>
<address></address>
<address>- <a href="../sterbehilfe-eine-begriffsklaerung/" target="_self">Aktive  und passive Sterbehilfe:  Was bedeuten die  Begriffe eigentlich?</a></address>
<address>- <a href="http://www.sterbehilfe-info.de/das-thema-wird-immer-wichtiger-warum/" target="_blank">“Man ist sich seines Todes nicht mehr sicher”</a></address>
<address>- <a href="http://www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/" target="_blank">Gemeinsame Charta zur Behandlung schwerstkranker und   sterbender Menschen in Deutschland</a><br />
</address>
<address>- <a href="../darf-man-demenz-und-wachkomapatienten-verhungern-lassen/" target="_self">Darf man Patienten verhungern lassen? Zwangsweise   k&#252;nstliche Ern&#228;hrung bei Demenz und Wachkoma</a></address>
<address>- <a href="../recht-der-kuenstlichen-ernaehrung-entscheidungsdiagramm-prof-borasio/" target="_self">Recht der k&#252;nstlichen Ern&#228;hrung: Entscheidungsdiagramm   Prof. Borasio</a></address>
<address>- <a href="http://www.sterbehilfe-info.de/bgh-2010-sterbehilfe-ist-nicht-strafbar/#more-197" target="_blank">BGH-Urteil 2010: Sterbehilfe ist nicht strafbar</a></address>
<address>- <a href="http://www.sterbehilfe-info.de/welche-krankheits-szenarien-sind-wichtig/" target="_blank">Vorsorgevollmacht und Patientenverf&#252;gung aus   medizinischer Sicht: Welche Krankheitsszenarien sind wichtig? </a></address>
<address>- <a href="http://www.rechthaber.com/patientenverfuegung-fuer-den-fall-wachkoma/" target="_self">Patientenverf&#252;gung f&#252;r den Fall &#8220;Wachkoma&#8221;</a><br />
</address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kieler &#196;rztetag 2011 novelliert &#228;rztliche Berufsordnung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 08:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arztrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ärztliche Berufsordnung Schönheitschirurgie]]></category>
		<category><![CDATA[Ärztliche Berufspflichten 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsordnung Ärzte Novellierung 2011]]></category>
		<category><![CDATA[MBO 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#228;rztliche Berufsordnung wurde durch den Kieler &#196;rztetag im Mai 2011 an etlichen Stellen &#252;berarbeitet:  (&#8230;)In die allgemeinen &#228;rztlichen Berufspflichten wurde eine Definition der gewissenhaften Aus&#252;bung des Arztberufs aufgenommen, die „insbesondere die notwendige fachliche Qualifikation und die Beachtung des anerkannten Standes der medizinischen Erkenntnisse“ verlangt. Mit dieser Formulierung soll klargestellt werden, dass auch &#196;rzte, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#228;rztliche Berufsordnung wurde durch den Kieler &#196;rztetag im Mai 2011 an etlichen Stellen &#252;berarbeitet:  (&#8230;)<span id="more-3442"></span>In die  allgemeinen &#228;rztlichen Berufspflichten wurde eine Definition der  gewissenhaften Aus&#252;bung des Arztberufs aufgenommen, die „insbesondere die notwendige  fachliche Qualifikation und die Beachtung des anerkannten Standes der  medizinischen Erkenntnisse“ verlangt. Mit dieser Formulierung  soll klargestellt werden, dass auch &#196;rzte, die ohne hinreichende  Qualifikation beispielsweise Sch&#246;nheitsoperationen durchf&#252;hren,  berufswidrig handeln. Ebenfalls zu einer  Berufspflicht erhoben wurde, dass sich &#196;rzte aus einem anderen  EU-Mitgliedstaat, die „vor&#252;bergehend und gelegentlich in Deutschland  auch ohne Niederlassung t&#228;tig sind“, nach den Vorschriften der MBO  richten m&#252;ssen. Es wurde die  Aufkl&#228;rungspflicht des Arztes pr&#228;zisiert. Unter anderem soll vor allem  vor diagnostischen oder operativen Eingriffen dem Patienten, soweit  m&#246;glich, „eine ausreichende Bedenkzeit vor der Behandlung einger&#228;umt  werden“. Je weniger eine Ma&#223;nahme medizinisch geboten oder je gr&#246;&#223;er  ihre Tragweite sei, umso ausf&#252;hrlicher und eindr&#252;cklicher seien  Patienten &#252;ber erreichbare Ergebnisse und Risiken aufzukl&#228;ren. Des Weiteren wurden die  Vorschriften der unerlaubten Zuwendungen erweitert. Neu ist die  Konkretisierung, dass eine Beeinflussung dann nicht berufswidrig ist,  wenn sie einer wirtschaftlichen Behandlungs- oder Verordnungsweise auf  sozialrechtlicher Grundlage – gemeint ist im Rahmen von  Selektivvertr&#228;gen – dient und dem Arzt die M&#246;glichkeit erhalten bleibt,  aus medizinischen Gr&#252;nden eine andere als die mit finanziellen Anreizen  verbundene Entscheidung zu treffen. Die Annahme von geldwerten Vorteilen  in angemessener H&#246;he soll gleichfalls nicht berufswidrig sein, wenn sie  ausschlie&#223;lich f&#252;r berufsbezogene Fortbildung verwendet werden. Der f&#252;r  die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltung  gew&#228;hrte Vorteil ist angemessen, wenn er die notwendigen Reisekosten und  Tagungsgeb&#252;hren erfasst.</p>
<p>Im Bereich Honorar und  Verg&#252;tungsabsprachen wurde zu den Individuellen Gesundheitsleistungen  festgelegt, dass „vor dem Erbringen von Leistungen, deren Kosten  erkennbar nicht von einer Krankenversicherung oder von einem anderen  Kostentr&#228;ger erstattet werden, &#196;rzte die Patienten schriftlich &#252;ber die  H&#246;he des nach der GO&#196; zu berechnenden voraussichtlichen Honorars sowie  dar&#252;ber informieren haben, dass ein Anspruch auf &#220;bernahme der Kosten  durch eine Krankenversicherung nicht gegeben oder nicht sicher ist.“</p>
<p>Eine berufswidrige  Werbung soll k&#252;nftig u. a. dann vorliegen, wenn eine Werbung f&#252;r eigene  oder fremde gewerbliche T&#228;tigkeiten oder Produkte in Zusammenhang mit  der &#228;rztlichen T&#228;tigkeit steht. Unber&#252;hrt bleiben soll hingegen das seit  langem &#252;bliche und nicht beanstandete Auslegen von Werbung  beinhaltenden Zeitschriften im Wartezimmer sowie &#252;ber das Fernsehen  ausgestrahlte Werbung. In beiden F&#228;llen muss die Werbung jedoch eine  untergeordnete Bedeutung spielen. Und der Fernseher muss f&#252;r die  Patienten abschaltbar sein.</p>
<p>Schlie&#223;lich war noch im  Focus die Verg&#252;tung f&#252;r sog. Anwendungsbeobachtungen. Soweit &#196;rzte  Leistungen f&#252;r die Hersteller von Arznei- und Hilfsmitteln,  Medizinprodukten oder Heilmittel erbringen, muss die hierf&#252;r bestimmte  Verg&#252;tung der erbrachten Leistung entsprechen. Die Vertr&#228;ge &#252;ber die  Zusammenarbeit sind schriftlich abzuschlie&#223;en und sollen der &#196;rztekammer  vorgelegt werden.</p>
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