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	<title>Rechthaber &#187; Prozessrecht</title>
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	<description>Hier bekommen Sie ihr Recht !</description>
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		<title>Prozesskosten: Wer zahlt sinnlose Reisekosten bei kurzfristiger Terminabsage?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 08:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Reimann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anwaltshonorar]]></category>
		<category><![CDATA[Anwälte]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Erstattung Fahrtkosten Terminsabsage]]></category>
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		<category><![CDATA[Prozesskostenkurzfristige Absage des Verhandlungstermins]]></category>
		<category><![CDATA[überflüssige Anreise Prozesskosten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sachverhalt ist schnell skizziert: Ein Anwalt muss einen Termin an einem ausw&#228;rtigen Gericht wahrnehmen und steigt fr&#252;hmorgens in den Zug. Auf halber Strecke ruft ihn sein Sekretariat an und teilt mit, das Gericht habe den Verhandlungstermin abgesagt, weil der Richter erkrankt sei. Aus diesem Grund entstehen vergebliche Reisekosten. Wer zahlt das ICE-Ticket? Die Staatskasse, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sachverhalt ist schnell skizziert: Ein Anwalt muss einen Termin an einem ausw&#228;rtigen Gericht wahrnehmen und steigt fr&#252;hmorgens in den Zug. Auf halber Strecke ruft ihn sein Sekretariat an und teilt mit, das Gericht habe den Verhandlungstermin abgesagt, weil der Richter erkrankt sei. Aus diesem Grund entstehen vergebliche Reisekosten. Wer zahlt das ICE-Ticket? Die Staatskasse, der Gegner oder gar der eigene Mandant?</p>
<p>Es kommt darauf an, ob der Richter schon l&#228;nger erkrankt war und das Gericht nur „vergessen“ hat, die Beteiligten abzuladen oder ob der Richter sich morgens am Verhandlungstag krank meldete, und es kommt darauf an, wer letztlich das Verfahren gewinnt. Die Konstellationen im Einzelnen:</p>
<p><strong>Fall 1: Die Staatskasse muss zahlen<br />
</strong></p>
<p>Der Richter war schon am Vortag krank. Bereits vor dem Verhandlungstag stand also fest, dass der Termin ausfallen wird und die Gesch&#228;ftsstelle h&#228;tte die Beteiligten zumindest telefonisch oder per Fax abladen k&#246;nnen, hat dies aber vers&#228;umt. Hier tr&#228;gt im Zivilverfahren die Staatskasse die sinnlos entstandenen Kosten nach den Prinzipien der Staatshaftung, wenn also eine Amtspflichtverletzung vorliegt. Eine solche trifft das Gericht, wenn es den Gerichtstermin versp&#228;tet oder gar nicht absagt. Dazu muss aber vorab die Sachlage formell gekl&#228;rt werden. Das Gericht muss <strong>auf Antrag des Anwalts</strong> best&#228;tigen, dass die vergeblichen Kosten durch eine Amtspflichtverletzung entstanden sind. Erst dann kann der Anwalt einen abschlie&#223;enden Antrag auf Erlass eines Kostenfestsetzungsbeschlusses stellen und darin seine vergeblichen Kosten der Staatskasse auferlegen lassen. L&#228;sst der Anwalt nicht vorab eine Amtspflichtverletzung feststellen, so ist ein Kostenfestsetzungsbeschluss, der die Reisekosten der Staatskasse auferlegt, sogar unzul&#228;ssig (vgl. OLG Koblenz, Beschluss v. 1.6.1984, Az: 14 W 339/84; OLG Koblenz, Beschluss vom 11.3.1986, Az 14 W 221/86).</p>
<p><strong>Fall 2: Der Gegner muss zahlen<br />
</strong></p>
<p>Der Richter meldet sich morgens krank, der Gerichtstermin muss deshalb kurzfristig abgesagt werden. Den Prozess gewinnt sp&#228;ter aber der eigene Mandant. Die Absage des Termins wegen kurzfristiger Erkrankung ist keine Amtspflichtverletzung des Gerichts. Wer tr&#228;gt nun die vergeblichen Reisekosten? Hier z&#228;hlen die Reisekosten zu den Kosten des Rechtsstreits i.S.v. § 91 I ZPO. Die unterliegende gegnerische Partei tr&#228;gt somit auch die vergeblichen Reisekosten. Die Kosten werden nach Abschluss des Verfahrens in den Antrag auf Erlass des Kostenfestsetzungsbeschlusses aufgenommen und per Beschluss der unterliegenden Partei auferlegt. Der Beschluss kann jedoch erst beantragt werden, wenn das Gericht – wiederum auf Antrag – festgestellt hat, dass keine Staatshaftung besteht (vgl. OLG Koblenz, Beschluss v. 11.3.1986, Az: 14 W 221/86).</p>
<p><strong>Fall 3: Der eigene Mandant muss zahlen<br />
</strong></p>
<p>Konstellation wie Fall 2, im Prozess unterliegt dann jedoch der eigene Mandant. Wer tr&#228;gt nun die Kosten? Wiederum gilt, dass &#8211; mangels Staatshaftungsfall &#8211; die unterliegende Partei die Kosten des Rechtsstreits tr&#228;gt. Zu diesen z&#228;hlen auch die Anreisekosten. Deshalb muss hier der Mandant auch die vergeblichen Reisekosten seines Anwalts mittragen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die oft verschenkte Anwaltsgeb&#252;hr: Terminsgeb&#252;hr bei schriftlichem Vergleich ohne m&#252;ndliche Verhandlung</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 15:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gebührenunterschreitungsverbot]]></category>
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		<category><![CDATA[Terminsgebühr schriftlicher Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensgebühr Terminsgebühr Vergleichsgebühr]]></category>
		<category><![CDATA[was kostet der Anwalt]]></category>
		<category><![CDATA[wie berechnet man Anwaltsgebühren]]></category>
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		<description><![CDATA[Was viele &#8211; nicht nur junge &#8211; Kollegen oft nicht in Rechnung stellen: Wird in einem in erster Instanz gef&#252;hrten Zivilprozess &#252;ber den rechtsh&#228;ngigen Anspruch (auf Vorschlag des Gerichts) ein schriftlicher Vergleich nach § 278 VI ZPO geschlossen, entsteht f&#252;r den beauftragten Prozessbevollm&#228;chtigten – neben einer 1,3 Verfahrensgeb&#252;hr nach NR. 3100 VV und einer 1,0 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was viele &#8211; nicht nur junge &#8211; Kollegen oft nicht in Rechnung stellen: Wird in einem in erster Instanz gef&#252;hrten Zivilprozess &#252;ber den rechtsh&#228;ngigen Anspruch (auf Vorschlag des Gerichts) ein schriftlicher Vergleich nach § 278 VI ZPO geschlossen, entsteht f&#252;r den beauftragten Prozessbevollm&#228;chtigten – neben einer 1,3 Verfahrensgeb&#252;hr nach NR. 3100 VV und einer 1,0 Einigungsgeb&#252;hr nach Nr. 1003 VV – <strong>auch eine 1,2 Terminsgeb&#252;hr</strong> nach Nr. 3104 VV. Wer einen ungl&#228;ubigen Anwalt auf der Gegenseite davon &#252;berzeugen muss m&#246;ge den BGH-Beschluss vom 27.10.2005 – III ZB 42/05 (OLG N&#252;rnberg) zitieren, hier angef&#252;gt als <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/12/774.pdf">PDF-Download</a>.</p>
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<address>- <a href="../durchschnitts-jahresumsatz-eines-anwalts-west-157-000-euro/" target="_self">Durchschnitts-Jahresumsatz eines Anwalts (west)</a></address>
<address>- <a href="../stundensatz-eines-strafverteidigers-bis-500-euro-zulaessig/" target="_self">Stundensatz bis 500 Euro zul&#228;ssig</a></address>
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		<title>Gesetz zu § 522 ZPO in Kraft</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/gesetz-zu-522-zpo-in-kraft-getreten/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 13:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Gleiten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anwälte]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gesetz zur &#196;nderung des § 522 der Zivilprozessordnung, das der Bundestag im Juli beschlossen hatte, ist am 26.10.2011 im Bundesgesetzblatt verk&#252;ndet worden und am Folgetag in Kraft getreten (BGBl. I 2011, 2082). Die Neuregelung f&#252;hrt gegen die bisher nach § 522 Abs. 2 ZPO unanfechtbare Zur&#252;ckweisung der Berufung ein Rechtsmittel ein. Die BRAK hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"> </span></p>
<p>Das Gesetz zur &#196;nderung des § 522 der Zivilprozessordnung, das der Bundestag im Juli beschlossen hatte, ist am 26.10.2011 im Bundesgesetzblatt verk&#252;ndet worden und am Folgetag in Kraft getreten (BGBl. I 2011, 2082). Die Neuregelung f&#252;hrt gegen die bisher nach § 522 Abs. 2 ZPO unanfechtbare Zur&#252;ckweisung der Berufung ein Rechtsmittel ein. Die BRAK hatte sich seit Einf&#252;hrung des unanfechtbaren Zur&#252;ckweisungsbeschlusses durch die ZPO-Reform gegen diese Regelung gewandt und forderte seit Jahren die Streichung des § 522 Abs. 2 ZPO. Quelle: Newsletter 10/2011 der Rechtsanwaltskammer M&#252;nchen. Weiterf&#252;hrende Links: <a href="https://mail.grafpartner.com/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.bmj.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/20111026_Ab_morgen_besserer_Rechtsschutz.html?nn=1356288" target="_blank">Pressemitteilung des Bundesjustizministeriums vom 26.10.2011</a>; <a href="https://mail.grafpartner.com/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.bundesrat.de/cln_152/SharedDocs/Drucksachen/2011/0401-500/485-11,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/485-11.pdf" target="_blank">Gesetzesbeschluss des Bundestages vom 07.07.2011</a>; <a href="https://mail.grafpartner.com/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.brak.de/fuer-journalisten/pressemitteilungen-archiv/2011/presseerklaerung-12-2011/" target="_blank">Presseerkl&#228;rung der BRAK vom 08.07.2011</a>; <a href="https://mail.grafpartner.com/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.brak.de/zur-rechtspolitik/stellungnahmen-pdf/stellungnahmen-deutschland/2010/dezember/stellungnahme-der-brak-2010-38.pdf" target="_blank">Stellungnahme der BRAK zum Referentenentwurf</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Justiz auf einen Blick&#8221; (Brosch&#252;re Statistisches Bundesamt 2011)</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/justiz-auf-einen-blick-broschuere-statistisches-bundesamt-2011/</link>
		<comments>http://www.rechthaber.com/justiz-auf-einen-blick-broschuere-statistisches-bundesamt-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 14:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anwälte]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik Gerichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensdauer Gerichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verurteilungsquote Straftaten]]></category>
		<category><![CDATA[wie lange dauern Gerichtsverfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie lange dauern Gerichtsverfahren im Familienrecht, Zivilrecht oder Strafrecht in Deutschland? Wie hoch ist die Kriminalit&#228;tsrate, Verurteilungsquote, Gefangenenrate? Was kostet das Justizsystem? Antworten auf all diese Fragen enth&#228;lt die aktuelle destatis-Brosch&#252;re &#8220;Justiz auf einen Blick 2011&#8243; (PDF-Download Broschuere_Justiz_2011)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lange dauern Gerichtsverfahren im Familienrecht, Zivilrecht oder Strafrecht in Deutschland? Wie hoch ist die Kriminalit&#228;tsrate, Verurteilungsquote, Gefangenenrate? Was kostet das Justizsystem? Antworten auf all diese Fragen enth&#228;lt die aktuelle destatis-Brosch&#252;re &#8220;Justiz auf einen Blick 2011&#8243; (<a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/10/BroschuereJustizBlick2011.pdf">PDF-Download Broschuere_Justiz_2011</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unp&#252;nktliche Mietzahlungen rechtfertigen fristlose K&#252;ndigung</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/unpuenktliche-mietzahlungen-rechtfertigen-fristlose-kuendigung/</link>
		<comments>http://www.rechthaber.com/unpuenktliche-mietzahlungen-rechtfertigen-fristlose-kuendigung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 16:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Fristlose Kündigung Mietvertrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs rechtfertigt die andauernde und trotz wiederholter Abmahnung des Vermieters versp&#228;tete Entrichtung der Miete durch den Mieter eine K&#252;ndigung des Mietvertrags aus wichtigem Grund. Das Gericht bewertet die fortlaufend unp&#252;nktliche Mietzahlung als gravierende Pflichtverletzung, die eine fristlose K&#252;ndigung erm&#246;glicht. In dem vom Vermieter betriebenen Klageverfahren hatte der Mieter mehrere Jahre die Miete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs rechtfertigt die andauernde und trotz wiederholter Abmahnung des Vermieters versp&#228;tete Entrichtung der Miete durch den Mieter eine K&#252;ndigung des Mietvertrags aus wichtigem Grund. Das Gericht bewertet die fortlaufend unp&#252;nktliche Mietzahlung als gravierende Pflichtverletzung, die eine fristlose K&#252;ndigung erm&#246;glicht. In dem vom Vermieter betriebenen Klageverfahren hatte der Mieter mehrere Jahre die Miete erst zur Monatsmitte oder noch sp&#228;ter gezahlt. Auch nach mehreren Abmahnungen hat er diese Zahlungsweise fortgef&#252;hrt, obwohl nach dem Mietvertrag die Miete jeweils zum dritten Werktag eines Monats f&#228;llig war. F&#252;r das Gericht war es unerheblich, dass der Mieter auf Grund eines Irrtums davon ausgegangen ist, die Miete erst zur Monatsmitte zahlen zu m&#252;ssen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zivilprozesskosten als au&#223;ergew&#246;hnliche Belastung abziehbar</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/zivilprozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastung-abziehbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 16:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rechthaber.com/?p=3899</guid>
		<description><![CDATA[Eine Ehefrau klagte gegen ihre Krankenversicherungsgesellschaft, weil diese die Zahlung von Krankentagegeld nach Eintritt der Berufsunf&#228;higkeit eingestellt hat. Die Kosten von rd. 10.000 Euro f&#252;r den Zivilprozess machten die Ehegatten in ihrer Einkommensteuererkl&#228;rung zun&#228;chst als Werbungskosten der Ehefrau, sp&#228;ter als au&#223;ergew&#246;hnliche Belastung geltend. Entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung hat der Bundesfinanzhof die Kosten eines Zivilprozesses unabh&#228;ngig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Ehefrau klagte gegen ihre Krankenversicherungsgesellschaft, weil diese die Zahlung von Krankentagegeld nach Eintritt der Berufsunf&#228;higkeit eingestellt hat. Die Kosten von rd. 10.000 Euro f&#252;r den Zivilprozess machten die Ehegatten in ihrer Einkommensteuererkl&#228;rung zun&#228;chst als Werbungskosten der Ehefrau, sp&#228;ter als au&#223;ergew&#246;hnliche Belastung geltend. Entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung hat der Bundesfinanzhof die Kosten eines Zivilprozesses unabh&#228;ngig von dessen Gegenstand als au&#223;ergew&#246;hnliche Entlastung anerkannt. Solche Aufwendungen sind dann abziehbar, wenn sich bei einem Prozess hinreichend Aussicht auf Erfolg ergibt und keine Mutwilligkeit vorliege. Die Kosten sind allerdings um etwaige Erstattungen (z. B. Leistungen aus Rechtsschutzversicherung) zu k&#252;rzen und nur insoweit abzugsf&#228;hig, als sie die zumutbare Belastung &#252;bersteigen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Arzthaftung: Beweislastumkehr auch bei einfachem Befunderhebungsfehler</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/arzthaftung-beweislastumkehr-auch-bei-einfachem-befunderhebungsfehler/</link>
		<comments>http://www.rechthaber.com/arzthaftung-beweislastumkehr-auch-bei-einfachem-befunderhebungsfehler/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 08:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arztrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensersatzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt verklagen]]></category>
		<category><![CDATA[Arztfehler]]></category>
		<category><![CDATA[Arzthaftung]]></category>
		<category><![CDATA[Arzthaftungsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[ärztlicher Behandlungsfehler]]></category>
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		<category><![CDATA[Befunderhebungsfehler Beweislastumkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlungsfehler]]></category>
		<category><![CDATA[Beweislast im Arzthaftungsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Beweislastumkehr Arzthaftungsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Beweislastumkehr Kunstfehler]]></category>
		<category><![CDATA[fehlerhafte Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[fehlerhafte Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Infektion im Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Klage gegen Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Klage gegen Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik verklagen]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus verklagen]]></category>
		<category><![CDATA[Musterklage]]></category>
		<category><![CDATA[Musterschriftsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Operationsfehler]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess gegen Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeldprozess gegen Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeldprozess gegen Krankenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei (m&#246;glichen) &#228;rztlichen Behandlungsfehlern muss man zun&#228;chst unterscheiden, in welchem Bereich dem Arzt ein Fehler unterlaufen ist: Bei der Diagnose (Befunderhebung), bei der Risikoaufkl&#228;rung, bei der Therapiewahl, bei der Therapiedurchf&#252;hrung oder bei der Nachsorge. Die Beweislastregeln sind n&#228;mlich jeweils verschieden. Da ein Patient im Arzthaftungsprozess in aller Regel gro&#223;e Schwierigkeiten bei der Beweisf&#252;hrung hat (Arzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei (m&#246;glichen) &#228;rztlichen Behandlungsfehlern muss man zun&#228;chst unterscheiden, in welchem Bereich dem Arzt ein Fehler unterlaufen ist: Bei der Diagnose (Befunderhebung), bei der Risikoaufkl&#228;rung, bei der Therapiewahl, bei der Therapiedurchf&#252;hrung oder bei der Nachsorge. Die Beweislastregeln sind n&#228;mlich jeweils verschieden. Da ein Patient im Arzthaftungsprozess in aller Regel gro&#223;e Schwierigkeiten bei der Beweisf&#252;hrung hat (Arzt und Krankenhaus haben im Vergleich zum Patienten und dessen Anwalt bessere Fachkenntnis und vollen Zugang zu allen Dokumenten), hilft ihm die Rechtsprechung unter gewissen Voraussetzungen &#8211; insbesondere wenn dem Arzt ein grober Versto&#223; vorgeworfen werden kann &#8211; mit einer Beweislastumkehr. Dann muss der Arzt beweisen, dass der Behandlungsfehler <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> urs&#228;chlich f&#252;r den eingetretenen Schaden war. Der Bundesgerichtshof hat die Situation der Patienten im Sommer 2011 nun weiter verbessert.</p>
<p>Aktuell urteilte der <strong>BGH am 07.06.2011</strong> (Az: VI ZR 87/10) zur <strong>Beweislastumkehr beim Befunderhebungsfehlern</strong> n&#228;mlich (Leitsatz): &#8220;Bei einem <span style="text-decoration: underline;">einfachen</span> Befunderhebungsfehler kommt eine Beweislastumkehr f&#252;r die Frage des Ursachenzusammenhangs mit dem tats&#228;chlich eingetretenen Gesundheitsschaden auch dann in Betracht, wenn sich bei der gebotenen Abkl&#228;rung der Symptome mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein so deutlicher und gravierender Befund ergeben h&#228;tte, dass sich dessen Verkennung als fundamental oder die Nichtreaktion auf ihn als grob fehlerhaft darstellen w&#252;rde, und diese Fehler generell geeignet sind, den tats&#228;chlich eingetretenen Gesundheitsschaden herbeizuf&#252;hren. Hingegen ist nicht Voraussetzung f&#252;r die Beweislastumkehr zu Gunsten des Patienten, dass die Verkennung des Befundes und das Unterlassen der gebotenen Therapie v&#246;llig unverst&#228;ndlich sind (Senatsurteil vom 29. September 2009, VI ZR 251/08, VersR 2010, 115 zum groben Befunderhebungsfehler).&#8221;</p>
<p><strong>Weitere Beitr&#228;ge zum Arztrecht:</strong></p>
<address>- <a href="../denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun-aerzte-kennen-ihre-leitlinien-nicht/" target="_blank">&#196;rzte kennen ihre Leitlinien nicht</a><br />
</address>
<address>- <a href="../erhoehte-aufklaerungspflicht-des-arztes-bei-augen-lasik-op/" target="_self">Erh&#246;hte Aufkl&#228;rungspflicht bei Laser-OP</a></address>
<address> </address>
<address>- <a href="../arzthaftungsklage-gegen-krankenhaus-muster-klageschrift/" target="_self">Arzthaftungsklage (Muster-Klageschrift)</a></address>
<address>- <a href="../patientenaufklaerung-am-telefon/" target="_self">Patientenaufkl&#228;rung am Telefon</a><br />
</address>
<address> &#8211; <a href="../pflicht-zum-qualitaetsmanagement-in-arztpraxen/" target="_blank">Pflicht zum Qualit&#228;tsmanagement in Arztpraxen</a></address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zivilprozesskosten als au&#223;ergew&#246;hnliche Belastungen steuerlich absetzbar</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/zivilprozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastungen-steuerlich-absetzbar/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 13:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anwaltshonorar]]></category>
		<category><![CDATA[Anwälte]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskosten als außergewöhnliche Belastung]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskosten steuerlich abziehbar]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskosten steuerlich abzugsfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied am 12.05.2011 (VI R 42/10), dass Zivilprozesskosten unter bestimmten Voraussetzungen als au&#223;ergew&#246;hnliche Belastungen abzugsf&#228;hig sein k&#246;nnen. Er hat damit seine bisherige Rechtssprechung ge&#228;ndert. Welche Voraussetzungen erf&#252;llt sein m&#252;ssen und wie Leistungen der Rechtsschutzversicherungen dabei zu ber&#252;cksichtigen sind, lesen Sie hier, oder hier als PDF-Download. Quelle: DeutscherAnwaltVerein, DAV-Depesche Nr. 29/11 vom 21. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied am 12.05.2011 (VI R 42/10), dass Zivilprozesskosten unter bestimmten Voraussetzungen als au&#223;ergew&#246;hnliche Belastungen abzugsf&#228;hig sein k&#246;nnen. Er hat damit seine bisherige Rechtssprechung ge&#228;ndert. Welche Voraussetzungen erf&#252;llt sein m&#252;ssen und wie Leistungen der Rechtsschutzversicherungen dabei zu ber&#252;cksichtigen sind, lesen Sie <a href="http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&amp;Art=pm&amp;Datum=2011&amp;nr=24056&amp;linked=urt">hier</a>, oder hier als <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/07/BFH_Prozesskosten_abziehbar.pdf">PDF-Download</a>. Quelle: DeutscherAnwaltVerein, DAV-Depesche Nr. 29/11 vom 21. Juli 2011</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Drei BGH-Urteile zu Fristenkontrolle und Kanzleiorganisation</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 08:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anwälte]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensersatzrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Einwurfeinschreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Kanzleiorganisation]]></category>
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		<category><![CDATA[Rückschein]]></category>
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		<category><![CDATA[Zustellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der BGH hat in den letzten Monaten einige sehr praxisrelevante Urteile zu den Organisationspflichten in der Anwaltskanzlei gesprochen:  1. Anwaltsfinger weg vom Fristenkalender! BGH XII BZ 177/10, FUR 2011, 95: Besteht in einer Anwaltskanzlei die M&#246;glichkeit, dass ein Rechtsanwalt selbst Fristen streicht und bleibt offen, wer eine Frist zu Unrecht gestrichen hat, so muss der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der BGH hat in den letzten Monaten einige sehr praxisrelevante Urteile zu den Organisationspflichten in der Anwaltskanzlei gesprochen:  <span id="more-3513"></span><strong>1. Anwaltsfinger weg vom Fristenkalender!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>BGH XII BZ 177/10, FUR 2011, 95:  Besteht in einer Anwaltskanzlei die M&#246;glichkeit, dass ein Rechtsanwalt  selbst Fristen streicht und bleibt offen, wer eine Frist zu Unrecht  gestrichen hat, so muss der Rechtsanwalt ein eigenes Verschulden  ausr&#228;umen und ggf. zu den organisatorischen Ma&#223;nahmen, die er zur  Vermeidung von Fehlerquellen durch Kompetenz&#252;berschneidung getroffen  hat, Stellung nehmen. Der Sachverhalt: Im Kalender wurde versehentlich eine Frist gestrichen, ohne dass der Schriftsatz tats&#228;chlich verschickt worden war. Der Kanzleiinhaber berief sich auf ein Ausnahmeverschulden seiner Mitarbeiterinnen. Zum  Pech des Anwalts versicherten aber seine beiden Angestellten an Eides statt , dass keine von ihnen die Frist gestrichen habe und sie sich  dies nur so vorstellten k&#246;nnten, dass der Chef die Frist selbst  gestrichen hat.</p>
<p><strong>2. Kontrolle bei &#220;bermittlung per Fax</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>BGH XII ZB 117/10, FUR 2011, 92: Eine kanzleiinterne Anweisung, bei der Versendung von Telefaxen beim Enpf&#228;nger telefonisch r&#252;ckzufragen, ob das Fax angekommen ist, gen&#252;gt nicht. Eine wirksame Ausgangskontrolle liegt nur dann vor, wenn der Rechtsanwalt sein Personal anweist, nach der &#220;bermittlung per Fax anhand des Sendeprotokolls zu &#252;berpr&#252;fen, ob die &#220;bermittlung vollst&#228;ndig (Seitenzahl!) und an den richtigen Empf&#228;nger (Faxnummer des richtigen Gerichts!) erfolgt ist,</p>
<p><strong>3. Telefonische Auskunft des Gerichts wertlos</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>BGH, VII ZB 44/09, AnwBl 2011, 400: Die Weisung, vor Ablauf einer Frist, deren Verl&#228;ngerung beantragt worden ist, bei dem zur Entscheidung berufenen Gericht anzurufen und nachzufragen, ob die Fristverl&#228;ngerung gew&#228;hrt worden sei, reicht nicht aus, um im Fristenkalender den beantragten neuen Fristablauf als endg&#252;ltig notieren zu d&#252;rfen.</p>
<p>Der Anwalt hatte hier beantragt, die Frist bis zum bis zum 06.12. verl&#228;ngern zu lassen, tats&#228;chlich wurde Fristverl&#228;ngerung nur bis 04.12. gew&#228;hrt. Solange also eine Fristverl&#228;ngerung nur beantragt ist, ist das Ende rein hypothetisch und mu&#223; als solches gekennzeichnet werden. Erst wenn die schriftliche Bewilligung vorliegt, darf aus der hypothetischen Frist eine endg&#252;ltige gemacht werden, da „die Gefahr besteht, da&#223; Nachfragender und Auskunftsperson des Gerichts aneinander vorbei reden.</p>
<address><strong>Beitr&#228;ge zu verwandten Themen:</strong></address>
<address>- <a href="http://www.rechthaber.com/einschreiben-sind-rechtlich-wertlos/" target="_self">Einschreiben sind rechtlich wertlos</a></address>
<address>- <a href="http://www.rechthaber.com/zugangsbeweis-per-fax-sendeprotokoll-also-doch/" target="_self">Zugangsbeweis per Fax-Sendeprotokoll: also doch!</a><br />
</address>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schutz vor Mietbetr&#252;gern: Eigenm&#228;chtige Zwangsr&#228;umung von Mietnomaden?</title>
		<link>http://www.rechthaber.com/schutz-vor-mietbetruegern-eigenmaechtige-zwangsraeumung-von-mietnomaden/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 19:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Musterschriftsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensersatzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfrieren von Mietern]]></category>
		<category><![CDATA[BGH VIII ZR 45/09]]></category>
		<category><![CDATA[Einmietbetrug]]></category>
		<category><![CDATA[Einmietbetrüger]]></category>
		<category><![CDATA[Feind in meiner Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[gratis Muster Kündigung Mieter]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe für Vermieter]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe gegen Mietnomaden Einmietbetrüger]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe gegen Zwangsräumung]]></category>
		<category><![CDATA[Klage gegen Mietbetrüger Mietnomaden]]></category>
		<category><![CDATA[Klage gegen Mietnomaden]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung Mietrückstände]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung von Mietnomaden Mietbetrüger]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigungsklage Mieter]]></category>
		<category><![CDATA[Mietbetrug]]></category>
		<category><![CDATA[mietbetrüger]]></category>
		<category><![CDATA[Mieter kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Mieter zahlt nicht]]></category>
		<category><![CDATA[Mieter Zwangsräumen]]></category>
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		<category><![CDATA[Mietrückstand]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten bei Mietrückstand]]></category>
		<category><![CDATA[Muster Klage Mietbetrüger]]></category>
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		<category><![CDATA[Muster Kündigungsschreiben säumiger Mieter]]></category>
		<category><![CDATA[Musterklage gegen Mietnomaden]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz vor Mietnomaden Einmietbetrügern]]></category>
		<category><![CDATA[Tricks Mietbetrüger]]></category>
		<category><![CDATA[Tricks Mietnomaden]]></category>
		<category><![CDATA[verwüstete beschädigte Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Verzögern der Zwangsräumung]]></category>
		<category><![CDATA[Wenn der Mieter nicht zahlt]]></category>
		<category><![CDATA[Wie sichere ich mich gegen Mietnomaden Mietbetrüger Einmietbetrüger]]></category>
		<category><![CDATA[zwangsräumung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwangsräumung von Mietnomaden Einmietbetrügern]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Alptraum jedes Vermieters: Der Mieter zahlt die Miete nicht, reagiert nicht auf Mahnungen, vereitelt die Zustellung von Gerichtspost und verschwindet kurz vor dem m&#252;hsam und teuer erklagten Zwangsr&#228;umungstermin spurlos. Im schlimmsten Fall hinterl&#228;sst er eine verm&#252;llte und besch&#228;digte Wohnung.  Der Vermieter muss also nicht nur monate- oder jahrelangen Mietausfall verkraften, sondern hat auch noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alptraum jedes Vermieters: Der Mieter zahlt die Miete nicht, reagiert nicht auf Mahnungen, vereitelt die Zustellung von Gerichtspost und verschwindet kurz vor dem m&#252;hsam und teuer erklagten Zwangsr&#228;umungstermin spurlos. Im schlimmsten Fall hinterl&#228;sst er eine verm&#252;llte und besch&#228;digte Wohnung.  Der Vermieter muss also nicht nur monate- oder jahrelangen Mietausfall verkraften, sondern hat auch noch auf eigene Kosten die Wohnung zu renovieren. F&#252;r Vermieter, die die Wohnung durch Darlehen finanziert haben (als Kapitalanlage und Absicherung f&#252;r den Lebensabend), kann das zur eigenen Insolvenz f&#252;hren. Zwar sind solche Mietbetr&#252;ger statistisch selten, das ist den konkret betroffenen Vermietern aber ein schwacher Trost. Dass das Ph&#228;nomen Mietnomade tats&#228;chlich existiert, belegen zahlreiche Medienberichte (zum Beispiel <a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/vermietete-immobilien-mietnomaden-und-ihre-spuren-1.570888" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.focus.de/immobilien/mieten/tid-7630/mietnomaden_aid_135431.html" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.welt.de/finanzen/article5879686/Mietnomaden-Schrecken-der-Hausbesitzer.html" target="_blank">hier</a>). (&#8230;)<span id="more-3293"></span>Im Ergebnis hilft dem Vermieter nur eins: Schnell und konsequent auf R&#228;umung zu klagen und den R&#228;umungstitel zu vollstrecken. Aus Angst vor den Prozesskosten z&#246;gern viele Vermieter aber genau vor dieser konsequenten Durchsetzung ihrer Rechte. Das macht es aber insgesamt nur noch teurer, denn &#8220;professionelle&#8221; Mietnomaden spekulieren genau auf diese Z&#246;gerlichkeit des Vermieters. Sie machen Versprechungen, liefern immer neue Ausreden und Entschuldigungen f&#252;r den Mietr&#252;ckstand. Selbst nach Klageerhebung ziehen die s&#228;umigen Mieter mit geschickten Taktiken die Prozessdauer in die L&#228;nge, etwa indem sie auf angebliche H&#228;rtef&#228;lle verweisen, die Miete f&#252;r ein bis zwei Monate zwischendurch wieder bezahlen oder Mietminderung wegen angeblicher Sch&#228;den beantragen.</p>
<p>In fr&#252;heren Beitr&#228;gen haben wir erl&#228;utert, wie man einen s&#228;umigen Mieter wirksam k&#252;ndigt (<a href="http://www.rechthaber.com/kuendigung-wegen-mietrueckstand-muster-anwaltsschreiben/" target="_blank">Muster-K&#252;ndigungsschreiben</a>) und Tipps zu Klage und Zwangsr&#228;umung gegeben. Dass der Versuch, den Mietbetr&#252;ger eigenm&#228;chtig (also ohne vorheriges Gerichtverfahren) aus der Wohnung zu werfen, keine Alternative ist, sondern alles nur noch schlimmer macht, belegt die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 14.7.2010, Az. VIII ZR 45/09 (hier als <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2011/04/BGH_14Juli2010.pdf">PDF-Download</a>): &#8220;R&#228;umt ein Vermieter eine Wohnung, ohne hierf&#252;r einen gerichtlichen Titel zu haben, stellt dies eine unerlaubte Selbsthilfe dar, f&#252;r deren Folgen er verschuldensunabh&#228;ngig haftet.&#8221; Sachverhalt: Der Mieter mehrere Monate vermisst und hatte die Miete nicht gezahlt. Der Vermieter k&#252;ndigte daraufhin das Mietverh&#228;ltnis fristlos durch Einwurf des K&#252;ndigungsschreibens in den Wohnungsbriefkasten. Danach nahm er die Wohnung in Besitz. Er entsorgte Teile der M&#246;blierung, andere Gegenst&#228;nde lagerte er ein. Der Mieter kam zur&#252;ck und verlangte Schadensersatz f&#252;r die bei der Entsorgung oder auf sonstige Weise abhanden gekommenen, besch&#228;digten oder verschmutzten Gegenst&#228;nde. Der BGH sah im Verhalten des Vermieters eine verbotene Eigenmacht und eine unerlaubte Selbsthilfe, f&#252;r deren Folgen der Vermieter sogar verschuldensunabh&#228;ngig haftet. Dass der Mieter nicht gezahlt hatte und nicht einmal auffindbar war, interessierte den BGH nicht. nach Ansicht des BGH ist der Vermieter auch in diesen F&#228;llen verpflichtet, sich – ggf. nach &#246;ffentlicher Zustellung der R&#228;umungsklage – einen R&#228;umungstitel zu beschaffen und aus diesem vorzugehen. <strong>Kurz gesagt: Wer zur Selbstjustiz schreitet, ist nun mal nicht der Freund des BGH, mag er auch noch so sehr im Recht sein. </strong></p>
<address><strong>Weitere Beitr&#228;ge zum Thema Mietrecht und Schutz vor Mietbetr&#252;gern:</strong></address>
<address><strong>- <a href="http://www.rechthaber.com/schutz-des-vermieters-vor-mietbetruegern/" target="_self">Schutz des Vermieters vor Betr&#252;gern</a></strong></address>
<address><strong>- <a href="http://www.rechthaber.com/zwangsraeumung-von-mietnomaden/" target="_self">Zwangsr&#228;umung von Mietnomaden</a></strong></address>
<address><strong>- <a href="http://www.rechthaber.com/bgh-toleriert-neuesten-trick-der-mietbetrueger/" target="_blank">BGH toleriert neuesten Trick der Mietbetr&#252;ger</a></strong></address>
<address><strong>- <a href="http://www.rechthaber.com/ueberraschende-wende-in-der-rechtsprechung-ausfrieren-des-mieters-doch-zulaessig/" target="_blank">Ausfrieren von Mietern zul&#228;ssig</a></strong><br />
</address>
]]></content:encoded>
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	</channel>
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