Das historische Urteil #12: Zum Wiener Sprachgebrauch

„In der Verwendung des Wortes `Oasch´ muß nicht unbedingt eine Ungehörigkeit oder Beleidigung liegen. Der Wiener Sprachgebrauch kennt eine Reihe von Composita mit dem Wort Oasch, die keineswegs etwas Ordinäres oder Vulgäres bedeuten und die auch keinerlei Beleidigung ausdrücken…

Etwa die Ausdrücke `a Oaschfoi´ = eine große Menge. Auch der Ausdruck, etwas sei `Oasch´ bezeichnet nichts Unanständiges, sondern drückt lediglich aus, dass es sich um eine unerfreuliche oder schlechte Sache handle. Auch der hier verwendete Ausdruck `geh in Oasch nei´ bezeichnet lediglich, dass der Angesprochene gegen den anderen keine Chance habe, dass er abziehen könne, dass er keinen Erfolg haben werde, dass er überhaupt verschwinden könne.“ BG Fünfhaus, 22.1.1980, 6 C 813/79

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