Das historische Urteil #5: Herabfallende Katzen

Der Urteilstenor eines Schadensersatzprozesses am AG Regensburg: „Der Absender eines Telefaxes muss dem Empfänger Tierarztkosten nicht als Schaden ersetzen, wenn die Katze wegen des zur Nachtzeit geschickten Telefaxes vom Kratzbaum fällt und sich dabei verletzt. Ein Schadensersatzanspruch entfällt, weil der Geschehensablauf für die Beklagte nicht vorhersehbar war.“ AG Regensburg, Az. 4 C 4376/98.

Anmerkung der Redaktion:

Völlig korrekt! Außerdem: Warum schlief die Katze überhaupt nachts statt Mäuse zu jagen? Warum fiel sie nicht wenigstens – gemäß Überlieferung des Volksmundes – schadlos auf alle vier Füße? War die Katze intoxiert? Also jedenfalls überwiegendes Mitverschulden der Katze? So viele Fragen blieben ungeklärt…

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2 Kommentare zu “Das historische Urteil #5: Herabfallende Katzen”

  1. Halten Sie das im Ernst für den Urteilstenor?

  2. Also gut, für unseren treuen Leser, eifrigen Kommentator und Freund der feinen Nuancen Gerd Krämer: Es ist nicht der Tenor im juristisch technischen Sinn (das wäre gewesen: Die Klage wird abgewiesen), sondern im alltagssprachlichen Sinn. Also laut Wikipedia: „Kern der Aussage“. Ist Ihre Frage damit zur Zufriedenheit beantwortet?

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