Info-Portal zu Sterbehilfe und Palliativmedizin

„1965 lebten in Deutschland 8095 Menschen, die älter als 95 waren. Im Jahr 2000 waren es etwa 114.000. Bei Befragungen sagen 80% der Menschen, dass sie zuhause sterben möchten, die Wirklichkeit ist genau umgekehrt, 80% sterben in Heimen und Kliniken. Der Lebensabend wird zum Lebensabschnitt der Bedrohung: Jede dritte Selbsttötung in Deutschland wird von Menschen jenseits der 65 vorgenommen. …

Solange eine menschenwürdige Pflege nicht gesichert werden kann, solange in den wenigsten Heimen Schmerzmedizin angewandt wird, solange dort allzu oft Alte vereinsamt, ohne Hilfe und Trost sterben müssen, so lange wird die Diskussion um die Sterbehilfe zunehmen.“

Ein Auszug aus der beeindruckenden Reportage „Tanner geht. Sterbehilfe – ein Mann plant seinen Tod“ von Wolfgang Prosinger, mittlerweile (zu Recht) ein Bestseller. Trotz der Brisanz des Themas verdrängen die meisten, dass sie früher oder später selbst vor der Frage stehen, wie die betagten Eltern (und später dann sie selbst) gepflegt werden sollen – über Jahre, vieleicht über Jahrzehnte. Und wie sie zu Lebensverlängerung durch Apparatemedizin stehen.

Das neue Portal www.sterbehilfe-info.de bietet verlässliche Informationen zu den Themen Patientenverfügung, Sterbebegleitung, Sterbehilfe und Palliativmedizin. Die Autoren sind erfahrene Ärzte, Anwälte, Notare und Betreuer von Demenzpatienten. Sie stellen hilfreiches Hintergrundwissen zur Verfügung, ohne Partei für einen bestimmten moralischen oder gar religiösen Standpunkt zu ergreifen. Als Einstieg empfehlen wir den Beitrag: „Sterbehilfe: Das Thema wird immer wichtiger. Warum?

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