Ist das Jurablogs-Ranking korrupt?

Ja, OK, die Überschrift hat den Zweck, Leser anzulocken. Natürlich unterstellen wir dem Kollegen Klappenbach keinen Vorsatz! Aber inhaltlich stimmt meines Erachtens bei Jurablogs mit so mancher Berechnungsformel wirklich etwas nicht. Worum geht’s: JuraBlogs stellte bekanntlich vor einiger Zeit die Ranking-Kriterien um und bewertet die Blogs nun in vier Kategorien. Über die Sinnhaftigkeit und Aussagekraft dieser Kategorien kann man ja trefflich streiten, vor allem über „B: Frequenz des Bloggens“ und „D: Ausgehende Links“. Diese Diskussion will ich hier aber gar nicht führen. Vielmehr geht es mir darum, dass diese Kriterien dann wenigstens korrekt angewendet werden. Das werden sie nämlich nicht. Ein kleines Beispiel:

Klickt man im Jurablogs-Ranking den Blog NEBGEN an (derzeit insgesamt Platz 2) so liest man aktuell zu Kategorie D: „38 Links aus diesem Blog verweisen auf 20 andere JuraBlogs. Dies ergibt den 7. Platz nach ausgehenden Links“.

Bei unserem Blog findet man die Info: „40 Links aus diesem Blog verweisen auf 28 andere JuraBlogs. Dies ergibt den 18. Platz nach ausgehenden Links“

Aha!? Steh ich da jetzt irgendwo auf dem Schlauch oder rotiert Herr Einstein grad im Grab?

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6 Kommentare zu “Ist das Jurablogs-Ranking korrupt?”

  1. Hatte mich gestern per Mail beschwert, da auch in der Spalte A eineiges nicht stimmen konnte, was man unmittelbar an den Charts schon sehen, ansonsten mit eine wenig Zahlengefühl erspüren konnte. So lagen welche i der Spalte A vor der Rechtsanwaeldin, obwohl nach einzelner Überprüfung ergab, dass sie zu Tiel deutlich weniger Klicks via jurablogs haben/hatten.
    Den Mist in C und D haben wir nicht mal gecheckt. Die Verlinkungszahlen sind nachgerade absurd. Wir dachten schon der Rückfall habe sich ergebn, da „Richter Ballmann“ weggebrochen war. ABer nein. Der erscheint sogar noch (1x). Was schon ein Witz ist, da es allein von RB anständig „regelmäßige“ Verlinkungen gab.
    mit 23 zu 17 soll also Platz 52 heauskommen bzw 9 Links aus 6 Platz 126. Ds kann nicht sein. Allein Lexis/Nexis verlinkt „regelmäßig“. In den letzten Tagen Ra Braun etcc. andere fehlen ganz. Wir wissen nicht, was da läuft, aber es läuft nicht gut und nicht richtig.
    Wir schreiben zwar ohnehin gezielt NICHT auf MAsse und (manche Altbeiträge aus vor Jurablogs-Zeiten( generieren täglich mehr Klicks via Google oder anderen Boards als mancher tagesaktuelle Beitrag (manche sind Langläufer … bzw. Frühstarter und werden erst bei anderen Wochen und Monate später überhaupt zum Thema) …. Richtig sollte es auch sein. Im Übrigen: das amüsante Durchstarten dse HH-Netzwerks wäre auch einer genaueren Prüfung wert (gewesen)… Man muss ja alle Angaben z.B. ins Verhältnis zur Zeitachse des Blogs setzen!) Aber wir haben Wichtigeres zu tun.

  2. Selbst der 52. Platz bei der Verlinkung KANN nicht sein, da wir sehr großzügig mit dme Verlinken NACH sind, zumal uns solche Bilder beim Besuch unserer alten Alma Mater immer wieder aufs Neue schmerzen…..
    http://2.bp.blogspot.com/_mvkOX_9RyuE/SpOLpCyEUXI/AAAAAAAAADE/z-3h_zxDaTE/s320/Sch%C3%B6nke-Schr%C3%B6der+enchaine.jpg
    Seiten rausreißen, schwärzen u.ä.m. sich wohl in keinem Fachbereich so finden wie bei den angehenden Juristen.
    http://www.jurablogs.com/de/neue-dreierkette-stgb-leutnant-genralverdacht

    Auch ganz groß (immer noch) während Hausarbeiten. Wenn wir am Wocheenende zum Schmökern und „Studium Generale“ mal wieder oben sind, bringen wir dann schon mal ein paar Dutzend Bücher aus anderen interssanten Gefilden heim ins, äh in den Fachbereich…. .
    Es dürfte auch mit eine Erklärung für das vor wenigen Wochen hier in mehreren Beiträgen beklagte „Nicht-Funktionieren“ einer „Jura-Blog-Kultur“ sein …
    Schade drum.

  3. […] bloggt heute unter dem Titel: “Ist das Jurablogs-Ranking korrupt? ” und moniert, dass nach dortiger Auffassung die Kriterien für das Ranking nicht […]

  4. Wo Sie schon so direkt fragen: Ja, Sie stehen auf dem Schlauch 😉

    Wenn Sie sich die Formel des Faktors D (direkt unterhalb des von Ihnen zitierten Satzes) anschauen, erkennen Sie, dass auch die Anzahl der Gesamtartikel des verlinkenden Blogs eine Rolle spielt. Ihre 40 Links aus 436 Artikeln sind wesentlich weniger wert als 38 Links aus 134 Artikeln des Kollegen Nebgen.

    Wenn ich die Gesamtzahl der Artikel nicht berücksichtigen würde, hätten Blogs, welche schon einige Jahre dabei sind, doch ein wenig zu einfach im Ranking.

  5. Na gut, dann geh ich halt runter vom Schlauch. Die dahinter stehende Logik des Ranking-Kriteriums erschließt sich mir dennoch nicht so ganz. In der Rubrik B wird man für eine hohe Blogging-Frequenz belohnt. In der Kategorie D dann wieder dafür bestraft, wenn man im Verhältnis zu den ausgehenden Links viele Beiträge hat. Ich kann auch generell nicht verstehen, warum hohe Blogging-Frequenz und ausgehende Links überhaupt Qualitätsmerkmale sind. Beides hat der Blogger selbst in der Hand. Eingehende Links und vor allem Leserzahl hat Sinn, aber die anderen beiden Kategorien? Andererseits. Hey, it’s your blog and you can do what you want :-)

  6. Die richtige Mischungs macht’s :-) Deswegen sind ja auch A und B mit jeweils 35% wichtiger als C (15%) und D (10%). Wer sehen will, wer am fleissigsten bloggt oder am fleissigsten verlinkt, kann sich das Ranking nach seinem „Lieblingsfaktor“ mit einem Klick auf den Header sortieren und ist nicht gezwungen, sich meiner willkürlichen Gewichtung hinzugeben 😉

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