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	<title>Rechthaber &#187; 1 Euro GmbH</title>
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	<description>Hier bekommen Sie ihr Recht !</description>
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		<title>GmbH-Gr&#252;ndung nach der Reform aus Sicht des Notars</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 09:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bayerische Notarverein informiert in seiner aktuellen Mitteilung 12/2008 (Download hier) &#252;ber die Gr&#252;ndung einer GmbH nach der Regorm durch das MoMiG. Wir danken Notar Dr. Albrecht in Regensburg f&#252;r den Hinweis. Ausf&#252;hrliche Informationen zur GmbH-Reform (hier). Englisch-sprachige Erl&#228;uterungen zur Gr&#252;ndung einer deutschen GmbH (hier). .]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bayerische Notarverein informiert in seiner aktuellen Mitteilung 12/2008 (<a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2008/12/momig_dezember_2008.pdf">Download hier</a>) &#252;ber die Gr&#252;ndung einer GmbH nach der Regorm durch das MoMiG. Wir danken Notar Dr. Albrecht in Regensburg f&#252;r den Hinweis.</p>
<p>Ausf&#252;hrliche Informationen zur GmbH-Reform (<a title="GmbH Reform" href="http://www.rechthaber.com/die-neue-gmbh-nur-vorteile/" target="_self">hier</a>). Englisch-sprachige Erl&#228;uterungen zur Gr&#252;ndung einer deutschen GmbH (<a title="Trial Lawyers Europe Links German Law" href="http://www.trial-lawyers-europe.com/formation-of-a-german-limited-liability-company/" target="_blank">hier</a>).</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
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		<title>Die neue GmbH: nur Vorteile?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 12:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Schmeilzl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein seltenes Ereignis steht an: Die Politik hat eine Gesetzesreform beschlossen &#8211; und (fast) alle sind begeistert. Die GmbH &#8211; angek&#252;ndigt f&#252;r 1.11.2008 &#8211; wird schlanker, schneller und billiger. Existenzgr&#252;nder starten mit einem Euro Startkapital ohne Haftungsrisiko in die Selbst&#228;ndigkeit. Wirklich nur Vorteile? Zwischen 2003 und 2006 schossen ausl&#228;ndische Gesellschaftsformen, insbesondere die englische Limited, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein seltenes Ereignis steht an: Die Politik hat eine Gesetzesreform beschlossen &#8211; und (fast) alle sind begeistert. Die GmbH &#8211; angek&#252;ndigt f&#252;r 1.11.2008 &#8211; wird schlanker, schneller und billiger. Existenzgr&#252;nder starten mit einem Euro Startkapital ohne Haftungsrisiko in die Selbst&#228;ndigkeit. Wirklich nur Vorteile?</p>
<p><span id="more-135"></span></p>
<p>Zwischen 2003 und 2006 schossen ausl&#228;ndische Gesellschaftsformen, insbesondere die englische Limited, wie Pilze aus dem Boden. Grund war die EuGH-Rechtsprechung (&#220;berseering u.a.). Damit ist nun Schluss. Die deutsche GmbH geht zum Gegenangriff &#252;ber und will sich als die bessere Rechtsform pr&#228;sentieren. Unternehmer, die sich bisher vom Mindestkapital 25.000 Euro abschrecken lie&#223;en, k&#246;nnen k&#252;nftig (zumindest theoretisch) ihre Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit ohne privates Haftungsrisiko fortf&#252;hren. Als Startkapital gen&#252;gt ein Euro. Notargeb&#252;hren sind minimal, wenn man die gesetzliche Mustersatzung verwendet. Hier die Eckpunkte der am 26.06.2008 vom Bundestag beschlossenen GmbH-Reform (die Zustimmung des Bundesrates steht aus, gilt aber als sicher; hier die amtliche Begr&#252;ndung des Gesetzesentwurfs als PDF-Download: <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2008/09/MoMiG_Entwurf_mit_Begr&#252;ndung_23Mai2007.pdf">MoMiG_Entwurf_mit_Begr&#252;ndung_vom 23Mai2007</a>).</p>
<p><strong>Aber erst ein Schritt zur&#252;ck: Warum &#252;berhaupt GmbH oder andere Kapitalgesellschaft?</strong></p>
<p>Ein Unternehmer will m&#246;glichst nicht mit seinem Privatverm&#246;gen f&#252;r gesch&#228;ftliche Risiken haften. Ein absolut legitimes Interesse, da unternehmerische T&#228;tigkeit immer mit einem schwer absch&#228;tzbaren Risiko verbunden ist. Um diese Haftungsbeschr&#228;nkung zu erreichen, bietet die deutsche Rechtsordnung zwei Alternativen: GmbH und Aktiengesellschaft. Dazu muss der Existenzgr&#252;nder aber bislang ein Mindestkapital von 25.000 Euro (GmbH) bzw. 50.000 Euro (AG) zur Verf&#252;gung haben &#8211; f&#252;r Viele eine un&#252;berwindbare H&#252;rde. Ein Jungunternehmer mit guter Gesch&#228;ftsidee aber fehlenden 25.000 Euro hatte somit bisher nur folgende Optionen: die selbstst&#228;ndige T&#228;tigkeit bleiben lassen, eine volle Haftung mit seinem gesamten Privatverm&#246;gen riskieren oder eine windige ausl&#228;ndische Limited gr&#252;nden, deren Regeln er nicht kennt und mit der Gesch&#228;ftspartner und Banken oft nichts zu tun haben wollen.</p>
<p>Anders ab November 2008: Die Bundesregierung hat eine gro&#223; angelegte GmbH-Reform verabschiedet, die im ersten Halbjahr 2008 in Kraft treten soll. Sie befreit die deutsche GmbH von &#252;berholten Regeln. Zwar  wird das Mindestkapital f&#252;r die &#8220;regul&#228;re&#8221; GmbH nun doch nicht auf 10.000 Euro gesenkt (der Rechtsausschuss kippte das), aber die Kosten der notariellen Beurkundung des GmbH-Vertrags sinken von ca. 900 Euro auf etwa 100 Euro, wenn der Unternehmer die gesetzliche Mustersatzung verwendet. Auch die Anmeldung zum Handelsregister geht bald schneller und einfacher. Hier hat die Politik von den Engl&#228;ndern gelernt und bietet ein Gr&#252;ndungsset von Musterformularen an. Da das Registergericht auch nicht mehr pr&#252;fen wird, ob verwaltungsrechtliche Genehmigungen vorhanden sind (etwa eine Gewerbeerlaubnis f&#252;r Gastst&#228;ttenbetreiber), steht die GmbH k&#252;nftig nach wenigen Tagen im Handelsregister. Bis dato dauert das oft viele Wochen. Da die GmbH rechtlich erst ab Eintragung existiert und vorher keine Verpflichtungen eingehen darf, f&#252;hrte diese lange Eintragungsdauer dazu, dass vielen Unternehmern Gesch&#228;ftschancen entgingen.</p>
<p><strong>1-Euro-GmbH<br />
</strong></p>
<p>Noch revolution&#228;rer ist die neue „Mini-GmbH&#8221;: Ein Einstiegsmodell f&#252;r diejenigen Unternehmer, die das Mindestkapital von 25.000 Euro nicht sofort aufbringen k&#246;nnen. Hier gen&#252;gt bereits ein Startkapital von einem Euro. Inhaltlich gelten auch f&#252;r die Mini-Variante alle Bestimmungen des GmbH-Rechts. Es handelt sich also nicht um eine zus&#228;tzliche Rechtsform (neben GmbH und AG), sondern um eine echte GmbH. Sie muss sich nur anders nennen, um die Gesch&#228;ftspartner klar darauf hinzuweisen, dass bei ihr (noch) kein Haftungskapital von 25.000 Euro vorhanden ist, n&#228;mlich: „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschr&#228;nkt)&#8221;. Etwas sperrig. Mal sehen, wie diese Rechtsform vom Markt angenommen. Die Unternehmergesellschaft (abgek&#252;rzt UG) ist verpflichtet, jedes Jahr ein Viertel ihres Gewinns als R&#252;cklage auf die hohe Kante zu legen, so dass nach und nach doch ein Haftkapital entsteht. Hat die UG nach einigen Jahren 25.000 Euro beisammen, kann sie umfirmieren und darf sich ab dann GmbH nennen. Eine gute L&#246;sung, um Jungunternehmern den schnellen Start zu erm&#246;glichen, ohne gleich mit Haut und Haar pers&#246;nlich zu haften. Allerdings sollte man nicht naiv sein: Kein Unternehmen kommt v&#246;llig ohne Kapital aus und auch Existenzgr&#252;nder brauchen eine solide finanzielle Startbasis. Die Reform bringt zahlreiche weitere &#196;nderungen, insbesondere auch zum Schutz vor Verschleierungen bei „kranken&#8221; GmbHs. Aber ist die Haftung den wirklich auf einen einzigen Euro beschr&#228;nkt?</p>
<p><strong>GmbH-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer haften k&#252;nftig strenger</strong></p>
<p>Die Reform &#228;ndert auch die Haftungsregeln der GmbH: Gesch&#228;ftsf&#252;hrer haften in Zukunft deutlich strenger mit ihrem Privatverm&#246;gen, zum Beispiel wenn sie f&#252;r die GmbH nachteilige Gesch&#228;fte abschlie&#223;en. Besonders gef&#228;hrlich ist es k&#252;nftig, wenn die von ihnen geleitete GmbH insolvent wird. Mancher GmbH-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer ist hier etwas blau&#228;ugig. Viele glauben, wer sein Unternehmen in der Form einer Gesellschaft mit beschr&#228;nkter Haftung betreibt, hat f&#252;r sein Privatverm&#246;gen nichts zu bef&#252;rchten. Schlie&#223;lich ist dies ja gerade der Zweck der GmbH-Gr&#252;ndung. In der Praxis stellt sich das oft als Irrtum heraus: Bereits nach jetziger Rechtslage gibt es etliche F&#228;lle, in denen sowohl die Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, als auch die Gesellschafter mit ihrem Privatverm&#246;gen haften m&#252;ssen (sog. Haftungsdurchgriff). Die GmbH-Reform f&#252;hrt im Ergebnis dazu, dass diese Gefahr f&#252;r Gesellschafter k&#252;nftig etwas geringer wird, daf&#252;r aber die Gesch&#228;ftsf&#252;hrer umso strenger haften. F&#252;r Ein-Personen-GmbHs (bei denen nur ein Gesellschafter existiert, der auch selbst die Gesch&#228;fte f&#252;hrt) ist diese Unterscheidung ohnehin irrelevant: Hier greift immer die strenge Gesch&#228;ftsf&#252;hrerhaftung. Dies bedeutet im Ergebnis, dass das Schutzschild der Haftungsbeschr&#228;nkung auf das Firmenverm&#246;gen im Krisenfall oft gerade nicht h&#228;lt.</p>
<p>Man versteht die gesetzlichen Haftungsregeln besser, wenn man sich zun&#228;chst folgendes klar macht: Die Rechtsordnung sieht als Grundsatz vor, dass jeder f&#252;r die von ihm eingegangenen Verbindlichkeiten mit seinem gesamten Verm&#246;gen einsteht. Die volle und unbeschr&#228;nkte Haftung ist also der Regelfall &#8211; auch f&#252;r Unternehmer. Noch vor wenigen Jahrzehnten war es f&#252;r einen „ehrbaren Kaufmann&#8221; verp&#246;nt, f&#252;r seine Gesch&#228;fte nicht pers&#246;nlich einzustehen. Die 100 Jahre alte GmbH hatte bei ihrer Einf&#252;hrung einen schlechten Ruf, &#228;hnlich der heutigen Limited. Dies hat sich bekanntlich gewandelt. Aus gutem Grund: M&#252;sste ein Unternehmer n&#228;mlich stets mit seinem gesamten Privatverm&#246;gen haften, so h&#228;tte dies zur Folge, dass manche Gesch&#228;ftsidee schlicht nicht verfolgt w&#252;rde &#8211; aus Angst des Unternehmers, seine private Existenz zu ruinieren. Das w&#228;re aber volkswirtschaftlich nachteilig: Viele Innovationen k&#228;men nie auf den Markt. Fast jede Rechtsordnung stellt daher Unternehmensformen zur Verf&#252;gung, bei denen die Haftung auf das Firmenverm&#246;gen beschr&#228;nkt ist: England die Limited, USA die Corporation, Deutschland die GmbH und die AG. Diese Haftungsbeschr&#228;nkung ist somit ein Privileg, das die Rechtsordnung gew&#228;hrt &#8211; eine Ausnahme vom Prinzip der vollen pers&#246;nlichen Haftung.</p>
<p>Dieses Privileg muss man sich aber verdienen, und zwar durch Einhaltung bestimmter Spielregeln. In Deutschland waren dies bislang vor allem zwei Aspekte: Der Kapitalstock (bei der GmbH 25.000) muss vollst&#228;ndig erbracht und w&#228;hrend der Lebensdauer der Gesellschaft m&#246;glichst erhalten bleiben. Zweitens muss die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung bei &#220;berschuldung oder Zahlungsunf&#228;higkeit sofort Insolvenzantrag stellen. Diese Spielregeln werden durch die GmbH-Reform 2007/2008 nun massiv ver&#228;ndert. Man passt sich mehr dem englischen Haftungssystem an. Dort ist der Haftungsstock nicht so wichtig (es reicht zur Gr&#252;ndung ja bereits ein Kapital von einem Pfund), daf&#252;r ist der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer st&#228;rker in der Pflicht. Bislang muss der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer einer deutschen GmbH nur &#252;berwachen, ob seine GmbH &#252;berschuldet ist oder zahlungsunf&#228;hig wurde. Stellt er dies fest, so hat er maximal drei Wochen Zeit, die Krise abzuwenden. Gelingt ihm das nicht, muss er Insolvenzantrag stellen (sonst haftet er privat und macht sich zudem wegen Insolvenzverschleppung strafbar). Dies gen&#252;gt bald nicht mehr, seine Haftung wird vorverlagert: K&#252;nftig muss er schon bei jedem Gesch&#228;ftsabschluss pr&#252;fen, ob <span style="text-decoration: underline;">durch</span> dieses Gesch&#228;ft eine Insolvenz herbeigef&#252;hrt werden k&#246;nnte (sog. Solvency Test). Er muss also die Gl&#228;ubiger aktiv sch&#252;tzen. Dies ist nur ein Beispiel f&#252;r zahlreiche Auswirkungen der GmbH-Reform auf die T&#228;tigkeit von Gesch&#228;ftsf&#252;hrern. Auch f&#252;r existierende GmbH ist die Reform daher praxisrelevant. Jeder Gesch&#228;ftsf&#252;hrer sollte die neuen Haftungsnormen kennen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Der Autor h&#228;lt regelm&#228;&#223;ig <strong>Vortr&#228;ge zu GmbH, Limited</strong> sowie anderen (auch ausl&#228;ndischen) Rechtsformen, zur GmbH-Reform sowie zur neuen &#8220;Unternehmergesellschaft (haftungsbeschr&#228;nkt)&#8221;; aktuell etwa f&#252;r die Handwerkskammern Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz:</p>
<p>Einladung Vortrag &#8220;Neue GmbH und Limited&#8221; (1): <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2008/09/einladung-vortrag-gmbh-reform-handwerkskammer-2008.pdf">Vortrag Gmbh-Reform (PDF 1)</a></p>
<p>Einladung Vortrag &#8220;Neue GmbH und Limited&#8221; (2): <a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2008/09/einladung-vortrag-gmbh-reform-handwerkskammer-2008_2.pdf">Vortrag Gmbh-Reform (PDF 2)</a></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Weitere Informationen zur GmbH-Reform:</strong></p>
<p><a title="GmbH-Reform und Limited Vortrag 2008" href="http://www.grafpartner.com/publikationen/downloads/Limited_&amp;_GmbH_Reform(24Sept2008).pdf" target="_blank">Vortragsfolien &#8220;Neue GmbH oder Limited &#8211; welche Rechtsform passt f&#252;r mein Unternehmen?&#8221; Vortrag Handwerkskammer Bayern September 2008 </a></p>
<p><a title="Finger weg von Limited" href="http://www.rechthaber.com/finger-weg-von-limited/" target="_blank">Beitrag &#8220;Finger weg von Limited&#8221;<br />
</a></p>
<p><a href="http://www.rechthaber.com/wp-content/uploads/2008/09/ubersicht_gesellschaftformen_international.pdf">&#220;bersicht ausl&#228;ndische Gesellschaftsformen (PDF)</a></p>
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