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	<title>Rechthaber &#187; Fehler in Stellenanzeigen</title>
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	<description>Hier bekommen Sie ihr Recht !</description>
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		<title>Das Minenfeld &#8220;Stellenanzeige&#8221; in Zeiten der Anti-Diskriminierung: Eine Polemik</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 21:59:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Groll</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[AGG]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Diskriminierungsgesetz]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein naiver Unternehmer k&#246;nnte ja auf den Gedanken kommen: &#8220;Ich m&#246;chte einen Mitarbeiter anstellen und bezahlen. Er soll schon etwas &#228;lter sein, denn das Team in meinem Betrieb braucht einen erfahrenen Mitarbeiter mit Autorit&#228;t.&#8221; Dann ist unser Arbeitgeber aber schon dem ersten Irrtum erlegen:  [...] N&#228;mlich dem, er k&#246;nne noch selbst entscheiden, wer f&#252;r den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein naiver Unternehmer k&#246;nnte ja auf den Gedanken kommen: &#8220;Ich m&#246;chte einen Mitarbeiter anstellen und bezahlen. Er soll schon etwas &#228;lter sein, denn das Team in meinem Betrieb braucht einen erfahrenen Mitarbeiter mit Autorit&#228;t.&#8221; Dann ist unser Arbeitgeber aber schon dem ersten Irrtum erlegen:  [...]</p>
<p><span id="more-577"></span></p>
<p>N&#228;mlich dem, er k&#246;nne noch selbst entscheiden, wer f&#252;r den zu schaffenden Arbeitsplatz geeignet ist. Sp&#228;testens seit Einf&#252;hrung des AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz, manchmal auch Anti-Diskriminierungsgesetz genannt) sind diese Zeiten aber vorbei. Wo k&#228;men wir da auch hin, wenn derjenige, der mit eigenem unternehmerischem Risiko f&#252;r den Betrieb einsteht, selbst dar&#252;ber entscheiden k&#246;nnte, wen er gerne anstellen m&#246;chte.</p>
<p>Bei der Einstellung (bzw. schon vorher bei der Stellenausschreibung) muss jeder Arbeitgeber seit Geltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes darauf achten, keine &#8220;political incorrect signals&#8221; auszusenden. Jede Unterscheidung nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Nationalit&#228;t etc. ist verboten, jedenfalls riskant.</p>
<p>Die Formulierung von Stellenanzeigen ist seitdem eine hohe juristische Kunst: &#8220;Sekret&#228;rin gesucht&#8221; &#8211; ein offensichtlicher Anf&#228;ngerfehler. &#8220;Erfahrener Ingenieur (m/w) gesucht&#8221; &#8211; auch falsch, da &#8220;erfahren&#8221; als (unzul&#228;ssige) Bevorzugung &#228;lterer Bewerber ausgelegt werden kann. &#8220;Wir suchen eine/n Team-Assitentin/en f&#252;r unser junges Team&#8221; &#8211; ebenfalls grenzwertig. Auch problematisch: „Deutsch als Muttersprache“.</p>
<p>Besser also einfach auf die Vokabeln „jung“ oder „alt&#8221; verzichten. Besser auch nicht explizit ein Bild des Bewerbers verlangen, weil man aus dem Foto ja ganz viele schrecklich pers&#246;nliche Informationen erlangen kann (ist er/sie alt/jung, wei&#223;/braun/schwarz, h&#252;bsch/h&#228;&#223;lich, deutsch/ausl&#228;ndisch etc.). Verlangen Sie in Ihrer Stellenanzeige stattdessen „aussagekr&#228;ftige Bewerbungsunterlagen“ und sortieren Sie die Bewerbungen ohne Foto einfach aus. Ups, das darf man ja auch wieder nicht.</p>
<p>Als Arbeitgeber sollte man in Ablehnungsschreiben auf keinen Fall andeuten, warum man sich gegen den Bewerber entschieden hat. Das sind Steilvorlagen f&#252;r Schadensersatzklagen wegen Versto&#223; gegen das AGG.</p>
<p>In der juristischen Literatur wird mittlerweile sogar ernsthaft diskutiert, ob man einen Bewerber &#252;berhaupt noch nach seinem Alter fragen darf. Es kursieren Tipps wie: &#8220;Lassen Sie sich die Arbeitszeugnisse zeigen, da steht meistens das Alter drin!&#8221;</p>
<p>Einen Bewerber nach einer Schwerbehinderung zu fragen ist ohnehin undenkbar. Fragen Sie den Bewerber lieber, ob er sich den beruflichen Anforderungen gewachsen f&#252;hlt. Gehaltsstaffelung nach Alter oder Erfahrung sind nat&#252;rlich auch bedenklich. Hierdurch k&#246;nnen sich j&#252;ngere Mitarbeiter benachteiligt f&#252;hlen. Deshalb die Bezahlung eher an objektive Kriterien wie Qualifikation, Leistung, F&#252;hrungsverantwortung etc. ankn&#252;pfen.</p>
<p>Mir f&#228;llt zu all dem nur ein: Gut gemeint ist meist das Gegenteil von gut gemacht!</p>
<p>Weitere Infos zu Stellenanzeigen nach AGG <a title="AGG Stellenanzeigen" href="http://www.rechthaber.com/stellenanzeige-hotelfachfrau-muss-nicht-agg-verletzen/" target="_self">hier</a></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
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