Von armseligen Troll-Würstchen, Gegnerlisten und Humorhabern: Die Replik

Gottchen, lieber Kollege Siebers, da haben Sie’s uns aber gewaltig eingeschenkt. Mein lieber Mann! Aber wir sehen es ein: Wir sind nichtswürdige Schreiberlinge, die den ganzen Tag nur arglose Blogger diffamieren und grundlos „dissen“. Trolle halt (die man laut Wikipedia keinesfalls füttern darf). Ideenlos sind wir und wenn wir dann doch mal etwas schreiben, dann ist es doof und unkomisch. Wissenschaftlich unzitierbar sowieso. Kein Vergleich mit Ihren hochwertigen Portalen wie „Schäuble muss weg“ – da setzen Sie ganz andere journalistische Standards, differenziert, ausgewogen, faktenreich. Schließlich sind Sie ja Mitglied im Deutschen Presseverband. Das merkt man einfach. Sogar mit Video-Botschaften wird gearbeitet. Wow! (…)Nach so einer vernichtenden Fundamentalkritik durch eine Blawg-Koryphäe steht man als Nachwuchsblogger psychisch vor dem Abgrund. Da stellen sich ganz schön existentielle Fragen. Sollen wir unsere oberlehrerhafte und wohl generell sinnlose Seite einstellen und das Bloggen den Profis überlassen? Oder wenigstens Jurablogs verlassen, damit die Strafrechtler eher unter sich bleiben können. Da müssen wir jetzt eine Weile drüber nachdenken. Aber es gibt uns Mut, dass Sie sich an früherer Stelle ja auch schon einmal gnädig gegenüber unwürdigen Meckerern geäußert haben. Ist ein Dispens denkbar? Wir wagen noch zu hoffen.

Bis uns vielleicht mal ein wissenschaftlich brauchbares Thema einfällt oder uns wenigstens ein journalistisch halbwegs un-kloakenhafter Text gelingt, machen wir vor dem anstehenden Wochenende mal ‚was aufheiternd Versöhnliches und verlinken auf Websites mit Lawyer-Jokes: der klassische 3-Fragen Joke,  eine kleine Sammlung bei Juracity, der teuflische Faust-Pakt-Witz, der „Busy on the PhoneJoke, das überzeugende Plädoyer, der Frosch, der Autopsie-Witz (der im englischen Original aber besser ist), der Anwaltswitz III der Kollegin RAinBraun (da stehen noch ein Dutzend andere, aber darauf verlinken wir aus Jurablog-Ranking-taktischen Gründen nicht alle) und dann gibt es da natürlich noch unsere eigene Sammlung von Lawyer Jokes.

So, und wenn jetzt irgendwer behauptet, bei all dem Geschreibsel gehe es doch in Wahrheit gar nicht um Kloakenfunk, den Kollegen Siebers, Gegnerlisten oder Anwaltswitze, sondern nur um billiges Link-Geschachere, dann wird der gnadenlos abgemahnt. Ach was, verklagt wird der. Da gegen wir bis zum BGH – oder zum EuGH – oder zur KMK. Als Oberlehrer verstehen wir da nämlich ÜBERHAUPT! KEINEN! HUMOR!

PS: Nachtrag wegen des Kommentars von „Angemeldeter“: Huch, dann pack ich mal vorsichtshalber meine Zahnbürste ein, denn die StA wird ja bald kommen und mich wegen Titelmissbrauchs in U-Haft nehmen. Na vielleicht bekomm ich ja eine Doppelzelle mit dem aktuellen Schwindeljuristen.

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4 Kommentare zu “Von armseligen Troll-Würstchen, Gegnerlisten und Humorhabern: Die Replik”

  1. Nicht wirklich witzig, oder? Aber Ziel erreicht: Auf Platz 17 im JuraBlogs-Ranking hochgestänkert. Herzlichen Glühstrumpf!

    P.S. Vielleicht erklären Sie mal, weshalb ein „Rechtsanwalt Michael Gleiten“ im RA-Register nicht auffindbar ist. Das gäbe dann vielleicht wirklich spannenden Stoff für einen BlogWar.

  2. Nanu, so still geworden hier? Was ist denn nun mit § 132 a Abs. I Nr. 2 StGB?

  3. Kein Wunder, dass Anwälte solch einen miserablen Ruf haben.

  4. Huch, Herr „Kollege“? Wo ist denn ihr schmissiger Text zu dem „Angemeldeten“ an anderer Stelle geblieben und Ihr Vorwurf, selbiger hätte sich gar nicht ordnunsgemäß angemeldet? Sie sollten sich Ihre Anmeldung einmal selbst ansehen – nach Namen etc. wird dort nicht gar gefragt.

    Wahrscheinlich war der Kommentar auch berechtigt – oder sind Sie „Geheimanwalt“?

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