Kategorie ‘Humorhaber’

Pacta sunt servanda, Herr Kollege!

Von Bernhard Schmeilzl (04.06.2013)
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Der österreichische Kollege hat sich gemeldet. Wir sind in den Klärungsprozess eingetreten. Mal sehen…

:-)

Die 7 schlimmsten Klischee-Motive auf Kanzleiwebsites

Von Michael Gleiten (21.05.2013)
9 Kommentare

Auf dem Portal Terminsvertreter.com sind mittlerweile weit über 1.000 deutsche Anwaltskanzleien registriert (siehe hier), die alle auf ihre jeweilige Kanzleiwebsite verweisen. Da bekommt man also einiges zu sehen, Gutes und weniger Geglücktes, selbstgebastelte Online-Visitenkarten mit 80er-Jahre-Charme und avantgardistische Web 3.0 Websites. Mindestens ein Drittel der Websites verwendet als grafisches Stilmittel ein Motiv aus der Mottenkiste der Anwaltsklischees, wie ja auch das Portal Terminsvertreter selbst. Hier die Top 7:

1) das Paragraphenzeichen, besonders schlimm in der rotierenden Form
2) die Anwaltsrobe, entweder am Anwalt oder am Kleiderhaken, gerne auch kombiniert mit weißer Krawatte)
3) der Schönfelder, unter dem Arm, in der Hand oder auf dem Schreibtisch (gerne auch in Kombination mit 2, s.o.)
4) die Waage und/oder Justizia (bei kämpferischen Kollegen auch mit Schwert; hier in besonders schöner Kombination mit gleich drei Schönfeldern)
5) das Buchregal, gerne auch kombiniert mit Klischee 3 oder 4
6) der Holzhammer (hier gleich in Kombi mit 1 und 4); besonders eigenartig, da in Deutschland nicht existent, schon gar nicht darf ein Anwalt hämmern; aber was soll’s, der Mandant findet einen Hammer cool, weil den kennt er aus Hollywood-Gerichtsfilmen („You can’t stand the truth…“)
7) antike Säulen (bei diesem Beispiel lohnt sich auch das nach unten Scrollen)

Zum Abschluss hier noch ein besonders gelungenes Arrangement der Klischees 1, 3, 4 und 6.

Fazit: Wenn der Webdesigner mitteilt, er habe da eine ganz innovative Idee und vorschlägt, man könne für die Anwaltswebsite doch mal ein Foto machen, in dem der Anwalt in Robe, mit Gesetzestext in der Hand vor dem Buchregal und neben der Justizia steht, dann sollte man in Erwägung ziehen, diesen wortlos zu ohrfeigen…

Weitere Beiträge zu mehr oder weniger gelungenem Anwaltsmarketing hier,  hier und hier

Anwalt ist stolz auf seinen Spitznamen „Rottweiler“

Von Michael Gleiten (17.04.2013)
6 Kommentare

Technisch up-to-date, aber im Stil eher altmodisch-kernig verspricht Rodney in seiner Online-Videobotschaft, dass er den Gegner platt macht, wenn man ihn für eine Scheidung oder ein Strafverfahren anheuert. Wenig von der Blässe des Selbstzweifels angekränkelt nennt er sich einen Street Fighter. Doch, doch, der meint das Ernst. Das ist nicht mehr weit entfernt von Saul Goodman, dem – allerdings fiktiven – Anwalt aus der Serie Breaking Bad. Nun denn, dann buche ich jetzt auch mal einen Videoregisseur und schreibe mir ein Skript. „Ich bin Michael, der Plattmacher. Wenn Sie mich als Ihren Anwalt mandatieren, schei… sich die anderen schon allein deshalb ins Hemd. Versprochen!“ Oder so ähnlich…

Weitere Beiträge zu mehr oder weniger gelungenem Anwaltsmarketing hier und hier

Riesiges Waffenarsenal in Münchner Privatwohnung gefunden

Von Michael Gleiten (12.04.2013)
Ein Kommentar

Einen schockierenden Zufallsfund machte in den gestrigen Abendstunden ein Rechtsanwalt in München: Gut versteckt im Kinderzimmer seines Sohnes fand sich ein Waffenlager bestehend aus Kinderarmbrust, Luke Skywalker Lichtschwert, zwei Zwisteln, diversen Plastikschusswaffen, einem Wicky-Holzschwert, zwei Piratenmessern, vier Hotzenplotz-Krummsäbeln und einem Zweihänder-Ritterschwert. Im Rahmen einer sofortigen Befragung gab der 5jährige an, die meisten dieser Waffen von einem gewissen „Opa Franz“ (wahrscheinlich ein Deckname) erhalten zu haben. Man brauche das alles, um sich gegen einen gewissen „Schrecklichen Sven“ (Fahndung wurde eingeleitet) verteidigen zu können. Um ausufernde Diskussionen mit der im selben Haushalt lebenden weiblichen Erziehungsberechtigten (vom Beschuldigten meist völlig distanzlos „Mami“ genannt) über die Frage zu vermeiden, welche Auswirkungen der spielerische Einsatz von Nahkampfwaffen auf die psychische Reifung von kleinen Jungen hat, einigten sich der Rechtsanwalt und der Beschuldigte darauf, zwei der Waffen in unmittelbarer Bettnähe zu belassen und für den Rest ein Mami-sicheres Versteck zu suchen.

Anwalt verjubelt Honorarvorschuss und kann 10.000 Euro nicht zurückzahlen. Veruntreuung von Fremdgeld?

Von Michael Gleiten (02.04.2013)
9 Kommentare

Nein, meinte Anwaltsgerichtshof (AGH) Nordrhein-Westfalen am 07.09.2012, denn ein Honorarvorschuss ist kein Fremdgeld im Sinne des § 43a Abs. 5 BRAO. Der Mandant hat nur eine „normale“ Rückerstattungsforderung und muss diese notfalls zivilrechtlich einklagen. Strafbare und berufsrechtswidrige Untreue hat der spendierfreudige Anwalt dagegen nicht begangen. Was war passiert? [mehr]

Aufnahmestopp für neue Blogs bei Jurablogs?

Von Michael Gleiten (17.12.2012)
2 Kommentare

Jurablogs nimmt ab sofort keine neuen LawBlogs mehr in das Listing auf! Dieser Eindruck drängt sich uns zumindest auf. Denn seit Wochen versuchen wir, zusätzlich zu unserem Hauptblog rechthaber.com den weiteren Blog www.cross-channel-lawyers.de mit Beiträgen speziell zum britisch-deutschen Recht bei Jurablogs anzumelden. Unter dem Reiter „Teilnehmen“ fordert Jurablogs freundlich und Hoffnung erweckend auf: „Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail mit der Adresse Ihres Blogs an redaktion@jurablogs.com „. Das haben wir gemacht. Am 22. November. Und nochmal am 6. Dezember. Bislang leider ohne Reaktion. Na ja, vielleicht nur überlastet. Oder etwa anglophob? We sure hope not.

Schon dreist: Betrügerische Abbuchung von unserem Kanzleikonto

Von Bernhard Schmeilzl (22.08.2012)
Ein Kommentar

Da fragt man sich: Will der Betrüger durch die Auswahl seiner Opfer noch zusätzlich provozieren? Im Namen einer gewissen Frau C. W. wurde per gefälschtem Überweisungsträger von unserem Anwaltskanzleikonto den Betrag von immerhin 612 Euro transferiert. Als Empfänger war das Sammelkonto eines Dienstleisters „V……. Payment Solutions“ angegeben. Laut Auskunft der Kripo wurden wohl sowohl der Name der Begünstigten als auch der Dienstleister missbraucht. Das Geld wurde weitertransferiert, der dahinterstehende Betrüger ist bislang nicht ausfindig gemacht. Dank Rechtsprechung des OLG Koblenz (Urteil vom 26.11.2009, Az. 2 U 116/09) ist im Ergebnis nicht viel passiert, weil unsere Bank den Betrag erstatten muss (siehe auch Beitrag des Kollegen Marterer hier). Dennoch sind wir in unserer Ehre gekränkt und fordern den Betrüger zum Duell…

Neueste Entwicklung im Drygalla-Skandal um Neonazi-Freund

Von Michael Gleiten (01.08.2012)
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Es ist „Alles noch viel schlimmer“ berichtet Spiegel-Online die aktuellen Hintergründe über die Olympiaruderin und ihre Beziehung zum (ehemaligen) NPD-Funktionär hier. Schockierend!

Die 20 schönsten Olympia-Athletinnen

Von Michael Gleiten (22.07.2012)
Ein Kommentar

… hat der Focus in seiner Bilderstrecke „So sexy wird Olympia“ veröffentlicht. Und weil auch ein so qualitativ hochwertiger Blog wie Rechthaber.com ab und zu mal etwas für die Quote tun muss, verlinken wir mal darauf.

Ein Schnaps für den Terminsvertreter

Von Michael Gleiten (16.07.2012)
Ein Kommentar

Soeben meldet der Administrator, dass sich auf dem Portal Terminsvertreter die 1.111’te Anwaltskanzlei registriert hat. In Worten: die eintausendeinhundertundelfte. Da die meisten registrierten Kanzleien Sozietäten mit mehreren Berufsträgern sind, besteht das (für Nutzer und Teilnehmer kostenlose) Netzwerk damit aus weit mehr als 3.000 Anwältinnen und Anwälten. Egal wo man in Deutschland also einen Terminsvertreter braucht: Nach zwei Mausklicks liefert Terminsvertreter.com eine Liste von Kanzleien am gewünschten Gerichtsort, die zur Übernahme von Terminsvertretungen bereit sind und deren Kanzleiwebsite man auf fachliche Eignung und vielleicht auch auf Sympathie prüfen kann. Für die Misstrauischen noch einmal: Der Service ist für alle Beteiligten völlig kostenlos und von Nutzern werden noch nicht einmal Daten abgefragt.

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