Kategorie ‘Sportrecht’

Regeln für Sports Agents in USA

Von Bernhard Schmeilzl (29.12.2010)
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Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist alles erlaubt und es gibt viel weniger Vorschriften als im hochregulierten Deutschland? Ganz großer Irrtum! Gerade in den USA wimmelt es von Regularien für Spielervermittler und Athletenberater (Sports Agent). Ein Einstieg ins Thema mit weiterführenden Links hier

Bernhard Schmeilzl, Rechtsanwalt (München) und Master of Laws (Leicester), ist Experte auf dem Gebiet Spielervermittlung und Sports Agent-Tätigkeit, auch im anglo-amerikanischen Umfeld sowie für das Thema College Sport-Stipendien für europäische Athleten.

Spielervermittler: Im Tal der rechtlich Ahnungslosen

Von Michael Gleiten (17.12.2010)
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Vorige Woche ging das Portal des Berufsverbands der Spielervermittler und Sportmanager in neuem Gewand online. Seither erschienen dort bereits einige interessante Beiträge zum rechtlichen Rahmen dieser Tätigkeit. So vergessen viele (selbst Anwälte): Spielervermittlung ist eben auch Arbeitsvermittlung, so dass die einschlägigen Sondernormen (SGB III u.a.) gelten. Auch an den Gewerbeschein sollte unser aufstrebender Nachwuchs-Spielervermittler denken. Wen das schillernde Metier der Spielervermittler (neudeutsch: Sports Agents) interessiert: Hier eine kleine Presseschau zum Thema.

FIFA-Spielervermittlerlizenz ist ein Auslaufmodell

Von Bernhard Schmeilzl (13.12.2010)
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Die drei häufigstenFragen an unseren Berufsverband sind: Wie werde ich Fußball-Spielervermittler? Brauche ich wirklich eine FIFA-/DFB-Lizenz? Und: Wie kann ich mich auf die Prüfung vorbereiten? Nun, bekanntlich stehe ich als Vorsitzender des Berufsverbandes der Spielervermittler der FIFA-Lizenz in ihrer derzeitigen Form seit jeher kritisch gegenüber. Die Gründe dafür finden sich in diesem Beitrag „Was dürfen Spielervermittler?“_erschienen in „Leistungssport“, Heft 1, 2004, dessen Kernaussagen trotz zwischenzeitlicher Einführung des Rechtsdienstleistungsgesetzes und anderer kleinerer Veränderungen der Rahmenbedingungen noch immer zutreffen.

Seit Herbst 2010 diskutiert die FIFA nun selbst darüber, diese Lizenz wieder abzuschaffen, um die sich in der Praxis ohnehin kaum einer schert, da nach Schätzungen rund 70 Prozent der Vermittlungen durch unlizensierte Agenten erfolgen. Einige Medien titulierten das Papier deshalb uncharmant als „Bratwurst-Lizenz“. Die Bundesligamanager finden die Abschaffung überwiegend gut (FOCUS_BL_Manager_pro_Abschaffung_Lizenz), die Funktionäre der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung e.V. (DFVV) sind allerdings dagegen (siehe Stellungnahme hier). Wenig verwunderlich: Wer bereits eine Lizenz besitzt, ist natürlich gegen deren Abschaffung.

Wer die Lizenz dennoch erwerben will, etwa weil er sich einen Marketingvorteil davon verspricht, findet die wichtigsten Informationen hierzu auf der DFB-Website unter der Rubrik „Pinnwand / Spielervermittlerlizenz“. Das Spielervermittler-Reglement findet sich zum Download auf der FIFA-Website (deutsche Version / englische Version). Anmeldeschluss zur nächsten Prüfung des DFB ist übrigens der 31. Januar 2011. Weitere

Sportrechtler Schmeilzl erhält Ehrenmedaille des Freistaats Bayern

Von Michael Gleiten (08.12.2010)
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Der ausgewiesene Sportrechts-Anwalt und Rechthaber-Autor Bernhard Schmeilzl wurde am 24. November 2010 vom Freistaat Bayern mit der Ehrenmedaille (Urkunde) wegen besonderer Verdienste um den Sport ausgezeichnet. Seit mehr als 20 Jahren ist Rechtsanwalt Schmeilzl auf Vereins- und Verbandsebene ehrenamtlich tätig, unter anderem als Vizepräsident eines olympischen Sommersportverbands, als Geschäftsführer einer Sportinternats-gGmbH und Aufsichtsratsvorsitzender eines Großvereins. Ferner ist er Vorsitzender des Berufsverbands der Spielervermittler und Sportmanager e.V. Auch beruflich ist der Wirtschaftsanwalt viel im Vereins- und Sportrecht tätig. Neben der anwaltlichen Beratung von Athleten und Verbänden ist er Lehrbeauftragter an den Hochschulen München und Erding (Sport- und Eventrecht, Sportmarketing). Die Ehrung erfolgte durch Sportstaatssekretär Dr. Huber und den Präsidenten des Bayerischen Landessportverbands Günter Lommer.

Huber_Schmeilzl_Lommer_24Nov2010

Das Rechthaber-Team gratuliert!

Rechtstelegramm des Deutschen Olympischen Sportbunds

Von Bernhard Schmeilzl (30.08.2010)
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Der DOSB gibt ab sofort vierteljährlich ein Rechtstelegramm zu sport-, vereins- und verbandsrechtlichen Themen heraus, das in PFD-Form an interessierte Abonnenten gemailt wird. Die kostenlose Nullnummer hier zur Ansicht: DOSB_Rechtstelegramm_August_2010.

Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl beschäftigt sich intensiv mit Sport- und Verbandsrecht.

Professoren-Gutachten zur „6+5-Regel“ im europäischen Fussball

Von Bernhard Schmeilzl (23.08.2010)
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Im Auftrag der FIFA erarbeitete das Institute for European Affairs (INEA) ein Rechtsgutachten zur Frage der Vereinbarkeit der sog. „6+5-Regel“ mit europäischem Gemeinschaftsrecht. Das Gutachten der Expertengruppe, bestehend aus fünf Juraprofessoren, hier zum Download: INEA_Gutachten_zu_6_plus_5_Regel_2008. Weitere Beiträge zum Sportrecht hier.

Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl beschäftigt sich intensiv mit Sport- und Verbandsrecht.

Deutsch-Chinesischer Sportrechtskongress 2010

Von Bernhard Schmeilzl (06.08.2010)
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Vom 18. bis 20. Oktober findet in Bonn der Deutsch-Chinesische Sportrechtskongress statt. Themen sind unter anderem Verkehrssicherung und Haftungsfragen bei internationalen Sportveranstaltungen, das Wettbewerbs- und Markenrecht, Dopingfragen und die Bindungswirkung von Entscheidungen der Sportgerichtsbarkeit. Hier das Programm der Veranstaltung zum Download: Flyer Deutsch-Chinesischer Sportrechtskongress 2010

Werbung mit dem Thema Fussball: Was ist erlaubt, was ist verboten?

Von Bernhard Schmeilzl (05.07.2010)
Ein Kommentar

Die Weltsportart Fussball gehört allen. Könnte man meinen. Die FIFA sieht das bekanntlich anders und hat den „FIFA World Cup“ (TM) bis in die letzten Verästelungen kommerzialisiert. Aus Sicht der FIFA ist prinzipiell jede Nutzung von Bild- und Tonmaterial verboten, wenn der Nutzer dafür keine Lizenzrechte erworben hat (Details hier, hier und hier). Auch die bloße Nennung des Titels „Fussball Weltmeisterschaft“ zu Marketingzwecken ist kritisch. Bereits im Vorfeld der WM liefen zahlreiche Werbekampagnen mit der Sportart Fussball als Thema. Nicht nur von offiziellen FIFA-Werbepartnern. Das sogenannte Ambush-Marketing ist aber riskant. FIFA-Markenanwälte beobachten den Markt sehr genau und gehen aggressiv gegen (vermeintliche) Rechteverletzer vor. Die FIFA rief dafür ein „Rights Protection Programme“ ins Leben und wirbt auf der eigenen Website dafür um Verständnis. Schließlich müssen die offiziellen FIFA-Partner geschützt werden. Da werden schon mal einige identisch bekleidete Damen unsanft aus dem Stadion geführt (Kleidchen-Trick der Holland-Girls).

Der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft wird so manches Unternehmen dazu verleiten, dem Me-Too-Effekt nicht widerstehen zu können und ebenfalls Marketing-Maßnahmen mit dem Thema Fussball zu starten. Um die Firmen vor den gröbsten Fehlern zu schützen, hat nun sogar die IHK einen Leitfaden auf ihre Website gestellt:  DIHK: Fußballweltmeisterschaft – Titel, Tore, Marketing!

Weitere Links zum Thema:

TV-Übertragungsrechte an Sportevents – was ist das eigentlich rechtlich gesehen?

Steuerliche Behandlung von Sportsponsoring

England-Tor: Mit Verlaub, Kollege NEBGEN, Sie schreiben Unsinn

Von Michael Gleiten (29.01.2010)
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Im Nebgen.Blogspot liest man zum Thema „zweites Tor für England“ im Achtelfinale: „Besorgte Leser fragten an, ob es denn wirklich sein könne, dass der Schiedsrichter seine als falsch erkannte Entscheidung nicht revidieren könnte. Juristenantwort: Jein. Kann er nicht. Darf er nicht. Entschieden ist entschieden.“ Nun ja, im Zweifel fördert wie immer der Blick in den Gesetzestext die Rechtskenntnis. Das sind in diesem Fall die „Laws of the Game 2010/2011“ der geliebten FIFA, für jedermann lesbar hier. Und da steht auf Seite 22:  „The decisions of a referee regarding facts connected with play, including whether or not a goal is scored (…), are final. The referee may only change a decision on realising that it is incorrect or, at his discretion, on the advice of an assistant referee or the fourth official …“ [mehr]

Haftungsprivileg für ehrenamtliche Vereinsvorstände?

Von Bernhard Schmeilzl (22.12.2008)
Ein Kommentar

Ehrenamtlich tätige Vorstände von Vereinen und Verbänden haften im Falle einer eigenen Pflichtverletzung (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) für verursachte Schäden. Im Prinzip nicht anders als der Geschäftsführer einer GmbH. Manchen (naiven) Vereinsvorstand hat in der Vergangenheit insbesondere schon der Groll des Finanzamts oder der Sozialversicherungsträger getroffen. Bis hin zur Haftung mit dem Privatvermögen. Auch das Thema Insolvenzantragspflicht wird von Vereinsvorständen nicht immer ganz ernst genommen (Details hier). In Zeiten sinkender Bereitschaft, ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen, sieht der Gesetzgeber diese Haftung als zusätzliche Abschreckung und denkt über eine gesetzliche Haftungsprivilegierung nach. (…)

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