Griechenland-Krise gelöst: Merkel und Tsipras einigen sich in persönlichem Telefonat

Völlig unerwartet und vorbei an den offiziellen Kanälen gelang heute Vormittag offenbar der Durchbruch im lange schwelenden Streit um die Finanzhilfen für Griechenland. In einem kurzfristig angesetzten Telefonat zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras verständigten sich die beiden Staatschefs auf gemeinsame Eckpunkte zur Lösung der Krise. Laut den unserem Blog exklusiv vorliegenden Insider-Informationen sind dies die wichtigsten Inhalte der Vereinbarung:

1) Griechenland legt bis 30. Juni 2015 einen ausgeglichenen Staatshaushalt vor. Spezialisten von Goldman Sachs arbeiten bereits daran, dass der EU-Kommission in etwa einer Woche ein Papier vorgelegt werden kann, welches belegt, dass es sich bei den angeblichen Staatsschulden Griechenlands lediglich um einen bedauerlichen Rechenfehler gehandelt hat. In Wahrheit geht es Griechenland blendend. Auch ein Schuldenschnitt ist damit – mangels Schulden – nicht mehr erforderlich. Die Wahl von Goldman Sachs lag nahe, da deren Experten sich ja seinerzeit bereits bewährt hatten, als es um die Prüfung ging, ob Griechenland die Beitrittskriterien für den Euro-Raum erfüllt.

2) Die griechischen Finanzämter werden konsequenterweise komplett abgeschafft, da sich Merkel und Tsipras einig waren, dass niemand den Sinn dieser Behörde erkennen konnte. Stattdessen wird Alexis Tsipras mit den griechischen Reedern sprechen und diese bitten, einen angemessenen Betrag jährlich freiwillig an den griechischen Staat zu zahlen.

3) Die führenden Repräsentanten der so genannten „3 Institutionen“ (früher Troika) müssen sich schriftlich bei Tsipras, Varoufakis und allen griechischen Reedern dafür entschuldigen, über Monate hinweg aus purem Sadismus und volkswirtschaftlichem Unverstand heraus irrwitzige Forderungen gestellt und laufend neue „Reformvorschläge“ eingefordert zu haben.

4) Finanzminister Varoufakis wird, beginnend ab 1.7.2015, täglich eine Stunde Sendezeit auf allen staatlichen TV-Sendern der EU-Mitgliedsstaaten eingeräumt, um über Volkswirtschaftslehre im Allgemeinen und staatliche Haushaltsführung im Besonderen zu dozieren. Störrische Kritiker wie Wolfgang Schäuble oder Wolfgang Bosbach müssen am Ende jeder Woche einen schriftlichen Test ablegen, mit dem nachgeprüft wird, ob sie die Varoufakis-Doktrin auch wirklich verstanden haben. Varoufakis hatte laut Berichten informierter Kreise zwischenzeitlich sogar verlangt, dass der Vorname Wolfgang in Deutschland generell verboten und alle existierenden Wolfgangs zwangsweise in Yanis umbenannt werden müssten. Doch diese Forderung konnte ihm mit dem Zugeständnis wieder abgerungen werden, dass es deutschen Regierungsmitgliedern künftig zwingend vorgeschrieben wird, auf Krawatten zu verzichten und das Oberhemd außerhalb der Hose zu tragen.

5) EU-Parlamentspräsident Martin Schulz muss für seine frechen Äußerungen, er habe „die Faxen dicke“ und „Mitglieder der griechischen Regierung gehen mir mitunter gewaltig auf die Nerven“, die Rechnung für die Tätigkeit von Goldman Sachs (siehe Ziffer 1) zahlen – aus seinem Privatvermögen und ausdrücklich ohne steuerliche Abzugsmöglichkeit.

Bundeskanzlerin Merkel bedankte sich am Ende des Telefonats bei Ministerpräsident Tsipras ausdrücklich für die konstruktive Herangehensweise. Mit einem kleinen Seitenhieb auf die Verantwortlichen in EU und IWF meinte Merkel noch: „Was war da jetzt eigentlich so schwer?“

Ein Kommentar zu “Griechenland-Krise gelöst: Merkel und Tsipras einigen sich in persönlichem Telefonat”

  1. […] dann war da noch: Griechenland-Krise gelöst: Merkel und Tsipras einigen sich in persönlichem Telefonat – leider dann wohl doch nicht […]