Schlagwort ‘Arbeitnehmer’

Die schwangere Schwangerschaftsvertretung in der Anwaltskanzlei

Von Katrin Groll (22.03.2013)
2 Kommentare

Deutsche Arbeitgeber haben es nicht leicht, auch wenn es Rechtsanwälte sind: Stellt ein Arbeitgeber eine Vertretung für eine schwangere Mitarbeiterin ein, ist die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft unzulässig. Es besteht auch keine aktive Offenbarungspflicht für die Bewerberin. So bestätigte das LAG Köln (Urteil vom 11. Oktober 2012; Az.: 6 Sa 168/12) im Fall einer Rechtsanwaltskanzlei, die befristet für 16 Monate eine Rechtsanwaltsfachangestellte als Schwangerschaftsvertretung einstellte und den Arbeitsvertrag wegen arglistiger Täuschung anfocht, als sie erfuhr, dass die Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits schwanger war. Erstaunlich, denn diese Rechtsprechung ist weder neu, noch überraschend. Leser des Rechthaber-Blogs wissen das spätestens seit diesem Beitrag hier. Trotzdem mochte es der Anwaltskollege in eigener Sache offensichtlich nicht glauben: [mehr]

Arbeitnehmer soll zum Bund – was nun?

Von Katrin Groll (05.09.2008)
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Arbeitgeber rechnen heutzutage häufig gar nicht mehr damit, dass Auszubildende oder junge Arbeitnehmer zum Bund einberufen werden. Auch wenn es längst nicht mehr jeden trifft: Umso größer der Schock, wenn es dann doch passiert. Die Einberufung des Mitarbeiters zum Grundwehrdienst, zum Zivildienst oder einer Reserveübung stört den Betriebsablauf. In manchen Fällen sind Unternehmen sogar existentiell gefährdet, wenn ein wichtiger Mitarbeiter gehen soll. Was tun?

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Wann darf ein Arbeitnehmer lügen?

Von Katrin Groll (04.08.2008)
Ein Kommentar

Verbotene Fragen und erlaubte Lügen im Bewerbungsgespräch: Immer wieder beklagen Bewerber, dass Sie im Vorstellungsgespräch Auskunft über sehr persönliche Dinge geben mussten. Rechtlich gesehen „mussten“ die Bewerber das aber oft gar nicht. Denn nicht auf alle Fragen im Bewerbungsgespräch muss man wahrheitsgemäß antworten. Stellt der künftige Arbeitgeber verbotene Fragen, darf der Bewerber lügen. Hintergrund dieses Rechts ist: Dürfte er auf eine unzulässige Frage nur schweigen, so käme der Bewerber in eine Zwickmühle: Antwortet er wahrheitsgemäß und entspricht die Antwort nicht den Vorstellungen des Arbeitgebers, braucht sich der Bewerber keine Hoffnung auf den Job zu machen. Weigert er sich aber, die Frage zu beantworten, wird der Personalverantwortliche daraus ebenfalls seine Schlüsse ziehen. Diesen Konflikt haben auch die Arbeitsgerichte erkannt und gestatten dem Arbeitnehmer deshalb ein „Recht zur Lüge.
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