Schlagwort ‘englisches Recht’

Londoner Anwälte vertiefen Kooperation mit Graf & Partner

Von Bernhard Schmeilzl (12.12.2012)
3 Kommentare

Senior-Partner der Kanzlei Lyndales Solicitors zu Arbeitsbesuch in Deutschland

Die deutsche Kanzlei Graf & Partner betreut seit Jahren zahlreiche deutsch-britische Mandate, gestaltet insbesondere handels- und gesellschaftsrechtliche Verträge, wickelt deutsch-englische Erbfälle ab und reguliert Autounfälle mit deutsch-britischem Bezug. Hierzu besteht eine enge Kooperation mit Lyndales Solicitors, einer wirtschafts- und zivilrechtlich ausgerichteten Sozietät von sieben englischen Anwälten im Zentrum von London. Die Zusammenarbeit entwickelt sich so erfolgreich, dass  die beiden Kanzleien nun ihre personellen Ressourcen verstärken, um die zahlreichen Mandatsanfragen zeitnah bearbeiten zu können. Im Jahr 2013 wird in der Londoner Kanzlei von Lyndales ein deutschpsrachiger Rechtsanwalt installiert und im Gegenzug wird bei Graf & Partner in München ein englischer Solicitor arbeiten. Zudem sind gute deutsche Rechtsreferendare (w/m) für die Wahlstation jederzeit bei Lyndales willkommen, sehr gutes Englisch und Affinität zu internationalen Mandaten natürlich vorausgesetzt (Details hier). Die Lyndales-Seniorpartner Stan Harris und John Segal besuchten am vergangenen Wochenende Deutschland, um die Details der vertieften Kooperation zu besprechen.

Deutsch-englische Kompetenz bei Graf & Partner

Die Rechtsanwälte Schmeilzl und Reimann haben – neben der Zulassung als deutscher Anwalt – auch in England bzw. Irland studiert und dort jeweils den Master of Laws erworben (abgekürzt LL.M. für Legum Magister). Rechtsanwalt Schmeilzl hat zudem einige Jahre in den USA gearbeitet. Die Kanzlei ist daher sowohl mit der anglo-amerikanischen Rechtspraxis als auch mit den jeweiligen Mentalitäten bestens vertraut. Verhandlungssicheres Englisch ist selbstverständlich. In Kooperation mit unserer Partnerkanzlei helfen wir deutschen Mandanten dabei, das Rechtsproblem zu strukturieren, bei Bedarf den richtigen englischen Spezialisten dafür zu finden, diesem den Sachverhalt in seiner Sprache (also bereits juristisch aufbereitet) zu erläutern und – last but in London definitely not least – die Kosten im angemessenen Rahmen zu halten. Weitere Informationen zur Kanzlei in der Broschüre “German Law Firm for English speaking Clients” (Download Flyer), auf dem Portal Cross-Channel-Lawyers und auf der Kanzleiwebsite www.graflegal.com

Verwandte Artikel:
German Laws in English Language
Grundzüge des Wirtschaftsrechts in Großbritannien
Broschüre zur Vertragsgestaltung nach deutschem und englischem Recht
– “The Difference between the United Kingdom, Great Britain and England – explained”

Deutsche Anwälte in London

Von Bernhard Schmeilzl (15.06.2012)
Kommentare deaktiviert für Deutsche Anwälte in London

Da zwei Kollegen unserer Kanzlei seit geraumer Zeit Mandanten in deutsch-britischen Fällen beraten, gehen wir nun den nächsten Schritt und eröffnen in den Räumen unserer englischen Partnerkanzlei Lyndales eine eigene Niederlassung in London. An mindestens zwei festen Tagen im Monat steht den Mandanten dort ein Partner der Kanzlei für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Daneben ist das Büro dauerhaft durch einen deutschen Rechtsreferendar (m/w) besetzt, der oder die bei Lyndales seine Wahlstation verbringt. Diese enge Zusammenarbeit der Kanzleien Lyndales und Graf & Partner bietet den Mandanten eine professionelle juristische Betreuung sowohl im deutschen wie im englischen Recht. Weitere Informationen auf Cross-Channel-Lawyers.

 

Deutsche Anwälte in England

Von Bernhard Schmeilzl (03.05.2012)
2 Kommentare

Wer als Kontinentaleuropäer in Großbritannien Rechtsrat braucht, etwa weil ein grenzüberschreitender Erbfall eingetreten ist, Immobilien gekauft oder gemietet werden sollen oder Verträge verhandelt werden müssen, sieht sich – auch als deutscher Jurist – einem völlig fremden und von außen extrem kompliziert erscheinenden Rechtssystem gegenüber. Es beginnt schon damit, dass es im Vereinigten Königreich drei ganz verschiedene Jurisdiktionen gibt, nämlich England & Wales, Schottland und Nordirland. Dann gibt es die spannende Aufteilung der Anwälte in Solicitors, Barristers, Advocates und Solicitor Advocates. Alle mit verschiedenen Kompetenzen und reguliert durch verschiedene Berufskammern. Die Solicitors sind – anders als deutsche Rechtsanwälte – meist auf ein bestimmtes Rechtsgebiet festgelegt. Selbst wenn man sich also einen sympathischen Solicitor ergoogelt hat ist nicht gesagt, dass einem der beim konkreten Rechtsproblem auch helfen kann oder darf. Natürlich kann man sich an eine Londoner Großkanzlei wenden, aber da ist man problemlos 300 Pfund die Stunde aufwärts los und bekommt dafür meist nicht einmal special treatment, weil man im Vergleich zu den großen Mandanten finanziell wenig interessant ist. Außerdem fallen durch die Sprachproblematik oft viele zusätzliche Stunden an.

Woher kennen wir diese Probleme? Weil die deutsche Kanzlei Graf & Partner seit Jahren viele deutsch-britische Mandate betreut, vor allem deutsch-englische Erbfälle abwickelt und Vertragsverhandlungen begleitet. Die Rechtsanwälte Schmeilzl und Reimann haben – neben der Zulassung als deutscher Anwalt – auch in England bzw. Irland studiert und den Master of Laws erworben. Rechtsanwalt Schmeilzl hat zudem einige Jahre in den USA gearbeitet. Die Kanzlei ist daher sowohl mit der anglo-amerikanischen Rechtspraxis als auch mit den jeweiligen Mentalitäten bestens vertraut. Verhandlungssicheres Englisch ist selbstverständlich. In Kooperation mit unserer Partnerkanzlei im Zentrum von London (www.lyndales.co.uk) helfen wir deutschen Mandanten dabei, das Rechtsproblem zu strukturieren, bei Bedarf den richtigen englischen Spezialisten dafür zu finden, diesem den Sachverhalt in seiner Sprache (also bereits juristische aufbereitet) zu erläutern und – last but in London definitely not least – die Kosten im angemessenen Rahmen zu halten. Weitere Informationen zur Kanzlei in der Broschüre „German Law Firm for English speaking Clients“ (GP_UK_Clients), auf dem Portal Cross-Channel-Lawyers und auf der Kanzleiwebsite www.graflegal.com

Verwandte Artikel:
German Laws in English Language
Grundzüge des Wirtschaftsrechts in Großbritannien
Broschüre zur Vertragsgestaltung nach deutschem und englischem Recht
– “The Difference between the United Kingdom, Great Britain and England – explained”

England erlaubt Fremdbeteiligungen an Anwaltskanzleien

Von Bernhard Schmeilzl (17.10.2011)
Kommentare deaktiviert für England erlaubt Fremdbeteiligungen an Anwaltskanzleien

In Deutschland – wie in den allermeisten westlichen Rechtsordnungen – ist bislang verboten, dass sich Nichtanwälte an Rechtsanwaltsgesellschaften beteiligen. § 59 BRAO regelt dazu: „Gesellschafter einer Rechtsanwaltsgesellschaft können nur Rechtsanwälte und Angehörige der in § 59a Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 genannten Berufe sein. Sie müssen in der Rechtsanwaltsgesellschaft beruflich tätig sein.(…) Die Mehrheit der Geschäftsanteile und der Stimmrechte muß Rechtsanwälten zustehen. (…) Anteile an der Rechtsanwaltsgesellschaft dürfen nicht für Rechnung Dritter gehalten und Dritte nicht am Gewinn der Rechtsanwaltsgesellschaft beteiligt werden.“ Hintergrund: Die Anwaltstätigkeit soll nicht maßgeblich durch Nichtanwälte beeinflusst oder durch Renditevorgaben von Kapitalinvestoren dominiert werden.

In England ändert sich das jetzt: Im Rahmen einer großen Reform das Anwaltsberufsrechts (UK Legal Services Act) werden Fremdbeteiligungen bei Anwaltskanzleien (equity investments in law firms) nun erlaubt. Die englische Anwaltschaft soll für den Wettbewerb auf inländischen und ausländischen Märkten fit gemacht werden. Es wird zwar noch ein Zulassungsverfahren geben, aber bald können Anwaltskanzleien vollständig im Besitz von nicht-anwaltlichen Kapitalgebern sein. Die Berufsrechtsreform ist formal bereits am 6.10.2011 in Kraft getreten, muss aber noch in der Anwaltschaft selbst umgesetzt werden. Erste Anträge werden für Januar 2012 erwartet.

Hintergründe und weitere Informationen auf der Website der Solicitors Regulation Authority (wo auch das 2011 neu erschienene Handbuch der englischen Anwaltskammer, das „SRA Handbook 2011“, zum Download verfügbar ist) sowie im Heft Oktober 2011 des Anwaltsblattes des DAV unter www.anwaltsblatt.de.

Weitere Informationen & Kontakt:

Für Fragen zum englischen Recht steht der Autor des Beitrags gerne zur Verfügung. Neben der Qualifikation als deutscher Rechtsanwalt besitzt Bernhard Schmeilzl den Master of Laws der englischen University of  Leicester mit Schwerpunkt Europäisches Wirtschaftsrecht (EU Commercial Law) und berät mit seiner eigenen Wirtschaftskanzlei Unternehmen auch bei grenzüberschreitender Vertragsgestaltung, vor allem im anglo-amerikanischen Raum. Die Kanzlei wickelt auch Grundstücktransaktionen sowie Erbfälle in England ab, wo nötig in enger Zusammenarbeit mit Solicitors vor Ort.