Schlagwort ‘Neupärtl’

Pferdehändler Neupärtl wegen Betrugs verurteilt

Von Bernhard Schmeilzl (29.10.2010)
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Das Geschäftsgebahren des Vieh- und Fleischhändlers Neupärtl und seiner ehemaligen Helferin, einer Tierpflegerin, hat erstmals strafrechtliche Konsequenzen: Das Amtsgericht Schweinfurt verurteilte beide wegen Betrugs zu Geldstrafen. Weitere Informationen hier. Die wenig rühmliche Historie des Herrn Neupärtl im Zusammenhang mit dem Thema „Rettung von Schlachtpferden“ ist in etlichen Beiträgen auf Rechthaber dokumentiert (hier). Für die Nicht-Insider hier eine kurze Erläuterung: Es scheint ein einträgliches Geschäftsmodell zu sein, alte und oft leider auch kranke Pferde, die eigentlich aus tierschutzgründen eingeschläfert werden müssten oder schlachtreif sind, an wohlmeinende, naive Schlachtpferderetter zu verkaufen. Diese Käufer meinen, sie retten ein Pferd vor dem Metzger und verschaffen dem Pferd einen angenehmen Lebensabend auf der Weide. Manche zahlen daher für ein – wie gesagt oft todkrankes Tier, das für den Verkaufstermin oft kurzfristig „fit gespritzt“ wird – einen Kaufpreis von mehreren 1.000 Euro. Kaum steht das Pferd dann aber beim Käufer, bricht es zusammen und der Tierarzt stellt fest, dass es unrettbar krank ist und massive Schmerzen leidet. Der Käufer hat also nicht nur einen völlig überhöhten Kaufpreis gezahlt, sondern ihm entstehen auch noch erhebliche Tierarztkosten. Das zu rettende Pferd ist tot. Und der nächste Transporter mit alten, kranken Tieren aus Rumänien oder Ungarn  ist bereits auf dem Weg nach Deutschland. Das Spiel beginnt von vorn.

Warnung vor www.schlachtpferderettung.com

Von Michael Gleiten (25.06.2009)
2 Kommentare

Seit wenigen Tagen steht eine neue Seite www.schlachtpferderettung.com im Internet. Natürlich wieder einmal ohne Angabe eines Impressums, aber das sind wir ja gewohnt. Regelmäßige Besucher von rechthaber.com kennen die betrügerischen Machenschaften einiger Tierhändler und Fleischer, die unter diesem diesem Begriff stattfinden. Die wichtigsten Beiträge hier. Heute erreichte uns nachfolgende e-Mail. Wer Infos dazu hat, bitte an mail(at)grafpartner.com senden. Wir leiten diese dann an den Mandanten weiter: …

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Landratsamt vermittelt Pferde an Neupärtl

Von Bernhard Schmeilzl (10.12.2008)
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Schon erstaunlich: Seit vielen Monaten berichten zahlreiche Medien über fragliche Machenschaften beim Verkauf von sog. Schlachtpferden (Übersicht hier). An zentraler Stelle tritt dabei immer wieder der Fleischhändler Hans Neupärtl in Erscheinung. Zwischenzeitlich laufen mehrere Strafermittlungsverfahren und Zivilklagen. Heute erreicht uns nun der Hinweis, dass der Amtsveterinär des Landratsamts Schweinfurt, Herr Dr. Thomas Wiethe, bis heute dem Herrn Neupärtl Pferde zuweist (z.B. nach Beschlagnahme wegen Verwahrlosung). Dort seien die Pferde ja gut aufgehoben und könnten von Herrn Neupärtl verkauft werden. Aha.

Wir haben heute mal beim Landratsamt nachgefragt und um Stellungnahme gebeten.

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Ein Strafermittlungsverfahren gg. Hans Neupärtl

Von Bernhard Schmeilzl (21.11.2008)
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… wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt unter dem Az. 12 Js 12189/08 eingeleitet, auf Strafanzeige des Tierschutzvereins Noris e.V. Nürnberg.

Krieg der Pferderetter

Von Bernhard Schmeilzl (14.11.2008)
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Einige Pferderetterinnen diskutieren sich hier gerade in Rage. Beide Seiten haben die Rechthaber-Redaktion auch schon ultimativ aufgefordert, die Postings der jeweils anderen sofort zu löschen (die eigenen aber natürlich drin zu lassen). Sonst gehe man zur Polizei! Außerdem sei man schon beim Anwalt gewesen und der habe gesagt, dass das auf Rechthaber sowieso alles (!) total rechtswidrig sei (aha) und man dagegen klagen könne. Mein alter Sozius sagte da stets: Man kann immer klagen, es ist nur die Frage, ob man gewinnt…

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Schlachtpferderettung.de: Update #5 – Bilder zum Skandal

Von Bernhard Schmeilzl (27.10.2008)
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In den vergangenen beiden Wochen berichteten wir mehrfach über die dubiosen Machenschaften des Pferdehändlers Hans Neupärtl sowie der Betreiber der Website www.schlachtpferderettung.de (hier). Wer nicht täglich mit Pferden zu tun hat, kann sich schlecht vorstellen, was sich hinter Begriffen wie „Hufdurchbruch“, „Druse“ und anderem verbirgt. Aber auch Pferdeliebhabern fehlt oft die Vorstellung, wie rücksichtslos manche Geschäftemacher todkranke Pferde behandeln, um noch ein paar Hundert Euro Profit zu schlagen. Die trockenen Berichte untermauern nun auch aussagekräftige Bilder in Form des Videos Nein zu Schlachtpferderettung.de. Vorsicht, nichts für schwache Nerven.

Übrigens: Im aktuellen Rechtsstreit gegen Herrn Hans Neupärtl gibt es aktuelle Entwicklungen. Auf das Schreiben der Kanzlei Graf & Partner hin überwies Herr Neupärtl – ohne jede sonstige Stellungnahme – den Kaufpreis von 1.200 Euro zurück. Da hat wohl jemand Angst vor einem Prozess bekommen, in dem die Aktivitäten öffentlich vorhandelt worden wären. Aber: Ein solcher Prozess kann noch kommen. Die entstandenen Tierarztkosten sind nämlich – trotz Aufforderung – noch nicht beglichen.

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Schlachtpferderettung: Update #4

Von Bernhard Schmeilzl (19.10.2008)
3 Kommentare

Die Affäre weitet sich aus: Vergangenen Freitag stellte der Tierschutzverein Noris e.V. nun auch Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Herrn N. (gegen Frau S. laufen bereits Ermittlungsverfahren in zwei Fällen). Ein Auszug aus der Strafanzeige:

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Schlachtpferderettung Update #3: Klagen gegen Herrn N

Von Bernhard Schmeilzl (13.10.2008)
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Über das Wochenende erreichten uns weitere 20 Mails mit Beschwerden über www.schlachtpferderettung.de, Herrn N und Frau S, teils mit seitenlangen Detailbeschreibungen dubioser Pferdeverkäufe. Viele der betrogenen Käufer fragten, ob sie jetzt noch gegen den Tier- und Fleischhändler N als Verkäufer vorgehen können. Hier eine kurze Erklärung, in welchen Fällen Herr N auf Rückzahlung des Kaufpreises sowie ggf. auch auf Schadensersatz (Transport-, Tierarzt- und sonstige Kosten) verklagt werden kann.

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