Schlagwort ‘Scheidung’

Illoyale Vermögensminderungen

Von Bernhard Schmeilzl (17.12.2009)
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Rechtsfragen des Güterrechts spielen während einer bestehenden und glücklichen Ehe eher eine untergeordnete Rolle. Kommt es allerdings zu einer Trennung der Partner rückt die Regelung der Vermögensverhältnisse in den Vordergrund.

Der Ansatz im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft ist, dass das während der Ehe erworbene Vermögen beiden Ehegatten gemeinsam zur Verfügung steht und jeder Ehegatte hälftig am wirtschaftlichen Erfolg der Ehe partizipieren soll. Was aber, wenn einer der Ehegatten durch illoyale Handlungen versucht sein Vermögen zu mindern? Der ehemalige Partner also gezielt, in der Absicht den Anderen zu benachteiligen, Geld ausgibt, um die Ausgleichszahlung so gering wie möglich zu halten? Ist man solchen Handlungen schutzlos ausgeliefert? (…) [mehr]

Schnelle Scheidung ohne Trennungsjahr

Von Bernhard Schmeilzl (04.02.2009)
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„Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist“, so der schnörkellose Wortlaut des § 1565 Abs. 1 BGB, mit dem statistisch fast jedes zweite Ehepaar irgendwann Bekanntschaft macht. Vor dem Scheidungsurteil steht aber das Trennungsjahr. Damit will das Gesetz eine übereilte Entscheidung der Eheleute verhindern. Im Regelfall spricht das Gericht eine Scheidung also erst aus, wenn nachgewiesen ist, dass die Eheleute mindestens ein Jahr getrennt gelebt haben (was notfalls auch innerhalb derselben Wohnung möglich ist). Das bedeutet: getrennte Kassen und Konten, getrennte Wohnungen (oder wenigstens Zimmer), getrennte Haushaltsführung (kein gemeinsames Essen, kein Mitwaschen oder Miteinkaufen für den anderen).

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Was sind Arzt und Anwalt wert? – Die Bewertung von Firmen und Praxen

Von Bernhard Schmeilzl (29.06.2008)
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Lassen sich Unternehmer oder Freiberufler scheiden, wollen deren Ehepartner Zugewinnausgleich. Um dessen Höhe zu berechnen, muss die Firma, Praxis oder Kanzlei im Scheidungsprozess bewertet werden. Dasselbe gilt beim Tod des Unternehmers, wenn Ehepartner oder Kinder ihren Pflichtteilsanspruch geltend machen. Da für Gewerbebetriebe einerseits und Freiberuflerpraxen andererseits unterschiedliche Bewertungsmethoden gelten, ergeben sich große Wertunterschiede. Im Ergebnis ist der Unternehmer meist deutlich „mehr wert“ als der Feiberufler, da bei Scheidung und Erbfall Firmen deutlich höher bewertet werden als Praxen und Kanzleien von Freiberuflern.

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