Schlagwort ‘Terminsvertretungen’

Terminsvertretung: Wem gehört die Vergleichsgebühr?

Von Bernhard Schmeilzl (15.03.2011)
6 Kommentare

In Verfahren vor weit entfernten Gerichten lohnt es sich (bei kleinen und mittleren Streitwerten) für den prozessbevollmächtigten Anwalt meist nicht, selbst zum Termin zu fahren. Er beauftragt lieber einen Terminsvertreter (in Österreich Substituent genannt), der sich in die Akte einliest und den Termin in Untervollmacht wahrnimmt. Das RVG enthält klare Regelungen, wie die Gebühren zwischen dem „Hauptanwalt“ und dem Terminsvertreter aufgeteilt werden. Dabei kommt der Terminsvertreter gar nicht schlecht weg. Die Praxis sieht aber meist anders aus: [mehr]

Terminsvertreter und Korrespondenzanwalt: Wozu und wie teuer?

Von Birgit Graf (07.03.2011)
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Es kommt vor, dass man an bei einem Gericht klagen muss oder verklagt wird, das weit vom eigenen Wohnort (oder eigenen Firmensitz) entfernt liegt. Der Mandant wird dann – beispielsweise als Münchner  – dennoch keinen Anwalt in Hamburg beauftragen wollen, sondern lieber eine Kanzlei an seinem Wohnort. Zumindest in komplexeren bzw. erklärungsbedürftigen Fällen. Schließlich wird man sich voraussichtlich öfter zu Besprechungen treffen müssen und man will seinen Anwalt dann auch persönlich vor Augen haben, nicht nur am Telefon oder über Internet mit ihm kommunizieren. Es lohnt sich dann aber nicht in allen Fällen, dass der Anwalt am Wohnort die weite Anreise zu Gerichtsterminen auf sich nimmt. In diesen Fällen beauftragt man am Ort des Gerichts einen Korrespondenzanwalt (auch Terminsvertreter oder Unterbevollmächtigter genannt). Das ist also eine Kanzlei am Ort des Prozessgerichtes, die vom primär beauftragten Rechtsanwalt (auch Hauptbevollmächtigter genannt) eingeschaltet wird.

Der Korrespondenzanwalt geht in die mündliche Verhandlung, stellt Anträge und befragt Zeugen. Hierfür erhält der Korrespondenzanwalt nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz eine 0,65 Verfahrensgebühr und eine 1,2 Terminsgebühr. Überzeugend auftreten kann der Terminsvertreter in der Verhandlung aber natürlich nur, wenn er die Akte, die ihm der Hauptanwalt rechtzeitig vor dem Verhandlungstermin übersenden sollte, intensiv studiert und sich in den Fall eindenkt. Hier hapert es in der Praxis manchmal, was man daran erkennt, dass nicht wenige Terminsvertreter den Sachverhalt nicht ganz parat haben und bei der ersten komplexeren Rückfrage ins Schwimmen geraten. Man sollte also bei der Auswahl der Prozesskanzlei darauf achten, dass der Terminsvertreter die Sache ernst nimmt.

Eines der größten deutschen Netzwerke an qualifizierten Terminsvertretern und ausgeschriebenen Terminen bietet aktuell die Plattform anwalt.de. Als Mitglieder können Anwälte und Kanzleien dort einfach und ohne Zusatzgebühren eine Terminsvertretung annehmen oder ausschreiben.

Coole Kanzlei-Website

Von Michael Gleiten (06.07.2010)
Ein Kommentar

Auf www.terminsvertreter.com sind mittlerweile gut 700 Kanzleien registriert. Die meisten mit bieder bis nett gemachten Websites. Ab und zu sticht eine Website heraus. Diese Woche ist es die Kanzlei Nummer 746: Die drei Mannheimer Kollegen der Kanzlei GHI lieben es grün. Endlich dienen mal nicht Schreibtisch und Bücherregal als Motiv, sondern die Parkbank. Auch die Sekretärin scheint nett zu sein. Wir gehen mal davon aus, dass „virtuelle Kanzlei“ nicht bedeutet, dass die Geschäftsräume tatsächlich im Park liegen. Im Terminsvertreter-Ranking (1-9) haben wir den Kollegen jedenfalls eine gute 2 gegeben. Schließlich ist Sommer. Und grün ist in (Fußballrasen)!

Übrigens: Wer seinen Anwalt zu Pferde besuchen will, ist hier an der richtigen Adresse: Kanzlei mit Pferdestellplatz